Stadt Zürich: Keine ruhige Silvesternacht für die Stadtpolizei Zürich

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Mehrere zehntausend Menschen feierten den Jahreswechsel in Zürich fröhlich und friedlich. Leider kam es aber auch zu vereinzelten sexuellen Übergriffen, Tätlichkeiten, Körperverletzungen, Taschendiebstählen und diversen Angriffen gegen die Einsatzkräfte.

Auch dieses Jahr besuchten mehrere zehntausend Personen den „Silvesterzauber“ rund um das Zürcher Seebecken.

Wie bereits schon in früheren Jahren galt im ganzen Festgebiet ein Feuerwerksverbot für Privatpersonen. Erneut hielten sich Vereinzelte nicht an dieses Verbot und zündeten Feuerwerk inmitten der Menschenmenge. Vorallem im Bereich der Parkanlage Arboretum mussten Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich mehrere Male in diesem Zusammenhang einschreiten.

Kurz nach 22:30 Uhr meldete der Sicherheitsdienst eines Lokals am Bellevue im Zürcher Kreis 1, dass mehrere Personen bei Versuchen von Taschendiebstählen beobachtet worden seien. Die umgehend ausgerückten Patrouillen der Stadtpolizei Zürich kontrollierten in der Folge mehrere verdächtige Personen. Zwei Männer, ein 18-jähriger Marokkaner und ein 34-jähriger Algerier, wurden unter dringendem Tatverdacht festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Nachdem um ca. 00:40 Uhr Meldungen über eine grössere Gruppe mutmasslicher Fussballfans eingingen, die in der Region des Kanzleiareals Feuerwerk zündeten, rückten mehrere Gruppen der Stadtpolizei in den Kreis 4 aus. Anschliessend wurden dort mehrere Polizistinnen und Polizisten aus dem Umfeld dieser Gruppe durch Flaschenwürfe und mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Durch taktisch geschickte Verschiebungen gelang es den Einsatzkräften ohne Einsatz von weiteren Mitteln, die Situation zu beruhigen.

Vom Bereich des Festgeländes um das Seebecken gingen bei der Einsatzzentrale drei Meldungen über sexuelle Nötigung oder Belästigungen durch antanzen und grabschen ein. Allfällige weitere eingehende Anzeigen werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Um ca. 02:20 Uhr meldeten Passanten am Bürkliplatz einen Mann, der eine Frau belästige. Beim Eintreffen der Polizei lag ein 20-jähriger Afghane auf einer 45-jährigen Spanierin und griff diese über der Kleidung aus. Der Afghane wurde in der Folge verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Um 04:10 Uhr meldeten Passanten mehrere verletzte Personen nach einer Schlägerei vor einem Fussball-Fanlokal an der Heinrichstrasse im Kreis 5. Die ausgerückten Einsatzkräfte von Schutz&Rettung Zürich und der Stadtpolizei mussten vier Verletzte vor Ort betreuen und zur ambulanten Behandlung in umliegende Spitäler bringen.

Die Stadtpolizei Zürich musste im Verlaufe der Nacht wiederholt wegen weiteren Tätlichkeiten und Schlägereien ausrücken. Auch bei diesen Auseinandersetzungen wurden mehrere Personen verletzt. Meldungen über schwerere Verletzungen liegen gemäss aktuellem Erkenntnisstand keine vor.

An diversen Örtlichkeiten im ganzen Stadtgebiet standen im Verlauf der Nacht verschiedene Container in Brand und mussten zusammen mit der Feuerwehr von Schutz&Rettung Zürich gelöscht werden. Ob diese Brände in Zusammenhang mit Feuerwerk stehen oder vorsätzlich gelegt wurden, wird durch Brandermittler der Kantonspolizei und Detektive der Stadtpolizei Zürich abgeklärt.
Sechs Männer im Alter von 22 bis 64 Jahren mussten vorübergehend in der Zürcher Ausnüchterungs- und Beratungsstelle (ZAB) betreut werden.

Ein Standbetreiber und ein Gastrobetrieb wurden verzeigt, weil sie sich nicht an die Schliesszeiten hielten.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich
Artikelbild: Symbolbild © Nataliya Hora – shutterstock.com



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