Polizeieinsatz in Rehetobel: Schüsse auf zwei Polizisten – Abschlussmeldung

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Am Dienstag (03.01.2017), um 9 Uhr, sind anlässlich einer Hausdurchsuchung, die in Rehetobel ihren Anfang nahm, Schüsse auf zwei Polizisten im Alter von 29 und 37 Jahren abgegeben worden. Diese wurden dabei schwer verletzt. Der 29-Jährige befindet sich nach wie vor in einem kritischen Zustand. Der mutmassliche Täter, der 33-jährige Schweizer Roger S., richtete bei der Festnahme eine Waffe gegen sich selbst.

Die Untersuchungsbehörden haben die Ermittlungen aufgenommen.

Angehörige der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden führten im Auftrag der Staatsanwaltschaft im Haus des 33-Jährigen in Rehetobel eine Hausdurchsuchung durch. Es bestand der Verdacht, dass dieser eine Indoor-Hanfplantage betreibt. In die Hausdurchsuchung musste auch ein Schuppen miteinbezogen werden, der sich im Gebiet Unterrechstein befindet. Zwei Polizisten im Alter von 29 und 37 Jahren begleiteten den Beschuldigten dorthin. Im Bereich des Schuppens konnte Roger S. eine Schusswaffe behändigen und es kam es zu einem Schusswechsel zwischen ihm und der Polizei. Dabei wurden die beiden Polizisten schwer verletzt. Der Täter ergriff darauf zu Fuss die Flucht. Wie sich der Tatablauf genau abspielte ist Gegenstand der Ermittlungen und kann nicht weiter kommentiert werden.

Die beiden verletzten Polizisten konnten geborgen und mit der Rega und dem Rettungsdienst in die Spitäler überführt werden. Beide mussten notoperiert werden. Der 37-Jährige erlitt Schussverletzungen im Bereich der Beine. Der 29-Jährige erlitt einen Herzsteckschuss. Dank der sehr guten Arbeit der Ärzte konnte das Leben der beiden Polizisten gerettet werden. Der 29-Jährige befindet sich aber nach wie vor in einem kritischen Zustand.

Nach kurzer Fahndung konnte der Täter im Bereich des Wohnhauses lokalisiert werden. Als er sich ins Freie begab, konnte sein Bewegungsradius durch die Polizeikräfte eingeschränkt werden. Der Täter trug zu dieser Zeit einen Rucksack und drohte mitgeführte Sprengmittel zu zünden. Deshalb zögerte sich seine Festnahme hinaus. Die Verhandlungen mit ihm führten ebenfalls zu keinem Resultat. Kurz vor 17 Uhr setzten die Einsatzkräfte einen Diensthund gegen den Täter ein. Dieser ergriff eine Handfeuerwaffe und richtete sie gegen sich selbst und verletzte sich dabei tödlich. Die Einsatzkräfte mussten aber weiterhin vorsichtig vorgehen, da der Täter mit Sprengmitteln gedroht hatte. Bei ihm handelt es sich um den polizeibekannten Roger S.. Er wurde unter anderem 2003 wegen einer Schiesserei zu einer Massnahme verurteilt, die im Jahr 2009 endete.

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden wurde durch Einsatzkräfte der Kantonspolizei und der Stadtpolizei St.Gallen, der Kantonspolizei Thurgau, der Kantonspolizei und Stadtpolizei Zürich unterstützt. Im Einsatz standen auch der Rettungsdienst, die Regiwehr und die Feuerwehr Oberegg.

 

Quelle: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden
Artikelbild: Symbolbild © NAN SKYBLACK – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Warum hat die Polizei nicht als sie ihn stellten nicht gleich geschossen. Wollte die Polizei einen weiteren verletzten oder gar einen Toten Polizisten.

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