Kilchberg ZH: Bargeld und Schmuck von falschem Polizist erbeutet

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Ein unbekannter Telefonbetrüger, der sich als Polizist ausgab, hat am Mittwoch (4.1.2017) eine Frau um Bargeld und Schmuck im Gesamtbetrag von über 70’000 Franken betrogen.

Der unbekannte Mann hat sich vorab telefonisch mit der 79-jährigen Frau aus Kilchberg in Verbindung gesetzt.

Er sprach hochdeutsch mit bayrischem Akzent, gab sich als Polizist aus und erzählte der Frau eine umfassende Geschichte über einen angeblichen Täter, den man dingfest machen müsse. Schliesslich konnte er die Frau in mehreren Telefongesprächen davon überzeugen, dass ihr Geld auf der Bank sowie ihr Schmuck in Gefahr seien und sie die Wertsachen in Sicherheit bringen sollte.

Das führte dazu, dass die Frau bei verschiedenen Geldinstituten mehrere zehntausend Franken abhob und das Geld sowie Schmuck an einem vorgängig vereinbarten Ort in Kilchberg einem unbekannten Mann übergab. In der Annahme, nach der Geldübergabe die polizeiliche Aktion nun nicht mehr zu gefährden, wandte sich das Opfer noch gleichentags via Notrufnummer 117 an die Kantonspolizei Zürich.

Um sich vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Kantonspolizei Zürich zu folgendem:

Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt, indem Sie zum Beispiel die für Ihren Wohnort zuständige Polizeistelle über die offizielle Telefonnummer kontaktieren und nach dem spezifischen Polizisten fragen.

Seien Sie misstrauisch, wenn ein hochdeutsch sprechender Polizist Sie dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie grössere Bargeldsummen; erst recht nicht telefonisch.

Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.

Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an Ihnen nicht bekannte Personen. Deponieren Sie keinesfalls Geld oder Wertsachen irgendwo.

Melden Sie verdächtige Anrufe oder geplante persönliche Kontaktaufnahmen umgehend der Polizei auf der Notrufnummer 117.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Artikelbild: Symbolbild © Aleutie – shutterstock.com

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