Dübendorf/Turbenthal ZH: Kapo Zürich verhaftet zwei polnische Enkeltrickbetrüger

01.02.2017 |  Von  |  Betrug, Polizeinews, Schweiz, Zürich
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Dübendorf/Turbenthal ZH: Kapo Zürich verhaftet zwei polnische Enkeltrickbetrüger
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Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstag (31.1.2017) in Dübendorf und Turbenthal einen mutmasslichen Enkeltrickbetrüger sowie eine mutmassliche Enkeltrickbetrügerin beim Übergeben des Bargelds verhaftet.

Eine unbekannte Frau meldete sich am Dienstagnachmittag telefonisch bei einem 71-jährigen Rentner aus Dübendorf und gab sich als Cousine aus. Im Verlaufe des Gesprächs gab sie an, für einen Immobilienkauf dringend 40’000 Franken Bargeld zu benötigen. Der Mann liess sich überzeugen und versprach der Anruferin, dass das Geld in Kürze zur Abholung bereit sei.

Da er davon ausging, dass es sich um einen Enkeltrickbetrug handelt, meldete er sich umgehend bei der Kantonspolizei Zürich.

Rund eine Stunde später rief die angebliche Verwandte erneut an und bat ihn, das Geld vor dem Hauseingang einem Kollegen von ihr zu übergeben, da sie leider kurzfristig verhindert sei. Bei der Geldübergabe konnte der Abholer durch Polizisten der Kantonspolizei Zürich  verhaftet werden.

Ebenfalls am Dienstagnachmittag meldete sich der Schwiegersohn einer 69-jährigen Seniorin bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich und teilte mit, dass seine in Turbenthal wohnhafte Schwiegermutter von einem mutmasslichen Betrüger angerufen worden sei. Der Anrufer habe sich als Enkel ausgegeben und sie gebeten, für einen Hauskauf die dringend benötigte Summe von 140’000 Franken zu übergeben.

Die Rentnerin teilte dem Anrufer mit, dass sie kein Bargeld im Hause habe, dieses jedoch auf der Bank besorgen könne. Nachdem der Termin für die Geldübergabe vom angeblichen Enkel mehrmals verschoben wurde, fand dieser kurz vor 19 Uhr statt. Auch in diesem Fall verhafteten Fahnder eine Frau kurz vor der Geldübergabe.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 32-jährigen Polen sowie eine 21-jährige Landsfrau. Sie werden nach den polizeilichen Befragungen den Staatsanwaltschaften See/Oberland sowie Winterthur/Unterland zugeführt. Zwecks Prüfung von fremdenpolizeilichen Massnahmen werden sie im Anschluss an die strafrechtliche Untersuchung dem Migrationsamt des Kantons Zürich übergeben.

Die Kantonspolizei Zürich warnt eindringlich vor betrügerischen Anrufen und bittet bei verdächtigen Telefonaten um sofortige Meldung an die Polizeinotrufnummer 117.

Um sich vor Enkeltrick-Betrügen zu schützen, rät die Kantonspolizei Zürich folgendes:

  • Bereits am Telefon sicherstellen, ob es sich wirklich um die verwandte Person handelt (z.B. Rückruf).
  • Wenn angeblich „dringend“ Geld benötigt wird, könnte es ein Hinweis auf einen Betrug sein. Sofort mit der Polizei Kontakt aufnehmen.
  • Niemals einer unbekannten Person das Geld übergeben.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Artikelbild: Symbolbild © Kantonspolizei Zürich / Facebook



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1 Kommentar


  1. Es ist für uns Leute der älteren Generation richtig und wichtig, dass solche Vorkommnisse durch die Behörden bekannt gemacht werden, um uns aufzuzeigen, wie solchen Gaunern das Handwerk gelegt werden kann!
    Auch Aufklärungsuntertlagen könnten möglicherweise dazu beitragen, dass wir wie in diesen beiden Fällen sehen können, wie man bei Verdacht von solchen miesen Machenschaften richtig vorgeht.
    Im Namen der älteren Generation bedanke ich mich für die Bemühungen der Polizeiorgane

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