Spiez BE: Prügel-Video für Polizeiverband „bewusste Abwertung der Polizeiarbeit“

09.02.2017 |  Von  |  Bern, Polizeinews, Schweiz
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Spiez BE: Prügel-Video für Polizeiverband „bewusste Abwertung der Polizeiarbeit“
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Über das Video, in dem sich ein Berner Polizist und ein Jugendlicher eine wilde Prügelei liefern, diskutiert die ganze Schweiz. Auf Facebook wurde das Video bereits eifrig geteilt. Der Titel des Videos: „Die Polizei hat meinen Kollegen grundlos geschlagen, er hat nichts gemacht.“

Dieser Darstellung widerspricht der Polizeiverband. Er sieht in dem Video eine bewusste Abwertung der Polizeiarbeit.

Die Personenkontrolle sei in Spiez BE nach der Flucht einer gesuchten Person vorgenommen worden. Der junge Mann, der auf dem Video zu sehen ist, habe diese behindert und sich vor ein Polizeifahrzeug gestellt.



„Die Person weigerte sich weiterzulaufen“, zitiert BLICK die Mediensprecherin Ramona Mock. Ausserdem sei dem Mann bei der Kontrolle ein Messer aus der Jackentasche gefallen.

Adrian Wüthrich, Präsident des bernischen Polizeiverbands, erklärte in Radio Energy: „Das Video wurde offenbar gemacht, um uns in ein schlechtes Licht zu rücken. Es richtet sich klar gegen die Polizei und wertet so unsere Arbeit ab.“

Handyvideos von Polizeieinsätzen seien nicht per se problematisch, zeigten aber oft nicht den ganzen Sachverhalt. „Vielfach sind sie aus dem Zusammenhang gerissen und spiegeln die Realität nicht wahrheitsgetreu wider“, so Wüthrich.

Genau das sei im Fall Spiez so passiert. Da die Vorgeschichte und der Grund für den Angriff unklar bleiben, werden Fehlinterpretationen provoziert.

Amateurfilmer würden oft gezielt versuchen, die Polizisten in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. „Das ist nicht wünschbar für die Polizisten und für unsere Sicherheit.“

 

Quelle: Übernommen von BLICK und bearbeitet von belmedia Redaktion
Artikelbild: Printscreen des Prügel-Videos / Facebook/BEZ THAQI



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2 Kommentare


  1. Guten Tag
    Für Sachverständige ist dieses Video in zwei Punkten beschämend und frustrierend zugleich.

    1. Die Zivilpersonen haben keine Ahnung davon dass sie in dieser Situation rechtlich nicht gleichberechtigt in ihren Handlungen sind wie der Beamte der den Rechtsstaat vertritt.
    2. Legt die Zugriffstechnik des Beamten offenkundige Mängel seiner Fähigkeiten an den Tag, einen zwar renitenten aber praktisch nicht gewaltbereiten jugendlichen Mann mittels Handschellen zu fixieren und so den Kampf zu beenden. Ganz zu schweigen davon das es aus taktischer Sicht und Eigenschutzgründen fahrlässig war den 2. Mann einfach gewähren zu lassen ohne ihn in Schach zu halten. Was wenn der Komplize eine Stich oder Schusswaffe anstelle des Handys gezogen hätte?

    Wenn die Polizei Interesse an fundierten Aus und Weiterbildungen hat, würde ich mich und der Verband von SAMI International CH gerne dafür empfehlen, damit solche Situationen in Zukunft nicht mehr vorkommen und die Polizeiarbeit Vertrauen Autorität und Sicherheit in der Bevölkerung wieder herstellen kann.

    Freundliche Grüsse
    SAMI BAUMA
    Selfdefense & Martialarts Institute

  2. Das Video zeigt das der Polizist Gewalt anwendet. Das Argument der Polizei ist Fad. Unglaublich abet war. Solute aber der Junge Drogen Oder Waffen Oder iS Terrorist sein. Ein lachnummer.

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