Genf: Pädophiler belästigt Mädchen mit sexuellen Sprüchen – Bewährungsstrafe

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Ein Mann belästigte 9- bis 12-jährige Mädchen mit obszönen Sprüchen. Seine Opfer machte er via Webseite eines Lauf-Event-Veranstalters ausfindig. Der Mann wurde nun vom Genfer Strafgericht verurteilt.

„Hallo [Name des Opfers], willst du meinen Penis sehen?“, fragte der 49-Jährige eines seiner jungen Opfer am Telefon. Später forderte er das Mädchen zum Oralsex auf.

Auf ähnliche Weise kontaktierte der verheiratete Financier zwischen Dezember 2013 und April 2015 elf weitere Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren, wobei er dies jeweils von einer Telefonkabine aus tat.

Der Mann nutzte Fotos des Genfer Lauf-Events Course de l’Escalade, um seine Opfer zu finden. Die Kontaktdaten der Mädchen machte er mittels der Startnummer und der auf Datasport.com veröffentlichten Informationen über die Läuferinnen ausfindig.

Obszöne Sprüche am Telefon

Auch wenn nicht die Töchter, sondern die Mütter das Telefon abnahmen, liess der Mann die Obszönitäten nicht sein. Beispielsweise sagte er dann Sprüche wie „Ihre Tochter hat ein schönes, knackiges Hinterteil“.

Er erzählte dann den Müttern, was er mit ihren Töchtern anstellen möchte. Nach den Telefonaten besuchte der Mann jeweils ein Bordell, um „Dampf abzulassen“.

Wie die Betroffenen vor dem Genfer Strafgericht erzählten, habe sich die Stimme des Mannes ruhig und bestimmt angehört. „Ich hatte grosse Angst, ich dachte, dass er seine Sprüche in die Tat umsetzen würde, und wollte sogar umziehen“, sagte eine Mutter. „Er wusste ja, wo wir wohnen und wo meine Tochter zur Schule geht.“

Massenhaft Fotos und Videos von Missbräuchen

Der Mann legte auf seinem Computer ausserdem Dossiers über die Mädchen an, die er „erregend“ fand. In Dokumenten vermerkte er Stichwörter wie „schlank, blond, hässliches Gesicht“.

Ausserdem wurden auf einem USB-Stick über 3300 Bilder und 14 Videos von missbrauchten Kindern gefunden.

„Ich hatte Stress im Job und war frustriert“, redete sich der Mann heraus. „Die Obszönitäten, die ich sagte, taten mir irgendwie gut. Sie halfen mir, mich abzuregen.“ Er gab zudem an, dass er seine Taten bereue.

Das Gericht verurteilte den Mann am Freitag zu 15 Monaten Haft auf Bewährung und einer Therapie.

 

Quelle: Übernommen von 20 Minuten und bearbeitet von belmedia Redaktion
Artikelbild: Piotr Adamowicz – shutterstock.com

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