Pelzsektor-Dachorganisation wehrt sich gegen Sendung PlusMinus

15.02.2017 |  Von  |  News, Tierwelt
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Vorurteil und Wahrheit sind manchmal schwer zu unterscheiden. Fur Europe, die Dachorganisation des gesamten Europäischen Pelzsektors lädt die Öffentlichkeit ein, zu einem „Open Farm Event“ eine Pelztierfarm zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen.

Die Sendung PlusMinus des ARD/BR wird heute Abend einen Beitrag „Europas Gier nach Pelz“ enthalten. Das Programm wird behaupten, der Europäische Pelzsektor kopple bewusst Pelzprodukte mit dubiosem Etikettenschwindel von den dahinter stehenden Produktionsmethoden ab. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt!

Fur Europe, hat im Januar 2017 damit begonnen WelFur, ein Tierschutz-Beurteilungsprogramm einzuführen. Dies gründet sich auf unabhängige wissenschaftliche Studien, von führenden Fachwissenschaftlern gegengeprüft und wird zwischen 2017 und 2020 auf 4000 europäischen Farmen eingeführt.

WelFur, einzigartig in seinem wissenschaftlichen Umfang und ohne Vergleich mit Systemen irgendeiner Tiernutzungsbranche weltweit. PlusMinus hat es nicht für nötig befunden, mit irgendeiner Universität zu sprechen, die dieses System mitentwickelt hat.

Die Autoren des heutigen Beitrags haben bei vorherigen Gelegenheiten (PlusMinus 18.Februar 2015) die deutschen Pelztierfarmer des Verstosses gegen Tierschutzgesetze bezichtigt, dies allein auf Basis von ausserhalb Deutschlands gedrehten Filmmaterials von Tierrechtlern.

Umfangreiches Informationsmaterial der deutschen Farmer wurde ignoriert. Diesmal forderten sie von Fur Europe und seinen Mitgliedern schwerwiegende Vorwürfe anonymer Quellen zu beantworten, ohne die globalen Vorwürfe in irgendeiner Form zu belegen.

Weder Fur Europe noch die farmbetreibenden Mitglieder werden unsubstantiierte Vorwürfe beantworten, ohne zu wissen, wer die Vorwürfe auf welcher Basis vorbringt. Dies ist der einzige Grund, warum Fur Europe zum heutigen Programm nicht beiträgt.

PlusMinus fordert Transparenz und Offenheit des europäischen Pelzsektors, ohne dieselben Massstäbe und dieselbe Verantwortung für ein öffentlich-rechtlich finanziertes Programm anzulegen.

Bereits vor Ablauf der Antwortfrist für Fur Europe war der genaue Inhalt des Beitrags am Montag,13.2.2017 in der österreichischen Programmvorschau www.tele.at zu finden.

In der heutigen Sendung werden demnach Organisationen und Personen, die immer noch unbekannt sind, das WelFur Programm und die von Fur Europe angebotenen „Open Farm“ Veranstaltungen als Marketingmethoden verunglimpfen. PlusMinus hatte keinerlei journalistische Ambitionen, herauszufinden ob diese Behauptungen richtig sind.

„Open Farm“ Veranstaltung finden regelmässig statt in Rumänien, Litauen, Lettland, Estland, Italien,Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden – und dieses Frühjahr in Polen. Diese Veranstaltungen dienen dazu, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, selbst die Verhältnisse auf Farmen zu sehen.

Die Veranstaltungen quer durch Europa werden auf der Website von Fur Europe angekündigt.

 

Quelle: Fur Europe
Artikelbild: © Olga Vasilyeva – shutterstock.com



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