Zürich: Verurteilter Hochstapler Anton Sch. kann es nicht lassen

17.02.2017 |  Von  |  Betrug, Polizeinews, Schweiz, Zürich
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Kaum aus der Haft entlassen, ist Hochstapler Anton Sch. (57) in Zürich offenbar schon wieder aktiv. Laut BLICK soll er es diesmal auf die Wirtin eines Restaurants im Kreis 4 abgesehen haben.

Schon seit über 35 Jahren zieht Anton Sch. seine Mitmenschen mit haarsträubenden Lügengeschichten über den Tisch. Mal ist er als angeblicher Milliardär unterwegs. Dann lügt er seinen Opfern vor, er sei in Brasilien Besitzer einer Hotelkette. Oder er gibt sich einfach als sehr erfolgreicher Geschäftsmann aus.

Für seine Betrügereien wurde Anton Sch. zu fünfeinhalb Jahren Knast verurteilt. Seit Mitte Dezember, knapp einen Monat nach seiner bedingten Entlassung, macht der unbelehrbare Hochstapler Zürich unsicher.

So heuerte er als Koch eines Restaurants im Kreis 4 an. Wirtin und Gauner wurden ein Liebespaar. „Toni erzählte mir, dass er in einem grossen Hotel in Rio der Küchenchef war. Nun sei in der Schweiz seine Mutter gestorben und habe ihm ein grosses Vermögen hinterlassen. Er war charmant und immer gut gelaunt“, erzählt die Wirtin im BLICK.

Anton Sch. fragte seine neue Freundin, ob er sich am Restaurant beteiligen könne – die Wirtin reagierte begeistert. Eine neue Küche für 150’000 Franken wurde bestellt, weil Anton Sch. die bestehende Küche für zu klein hielt.

Der vermeintliche Millionenerbe trägt der Wirtin seinen Wunsch vor, das ganze Haus zu kaufen und umgehend zu renovieren, worauf ein Architekt mit Planungsarbeiten beauftragt wird. „Da er sich wie der Besitzer aufführte, glaubte ich ihm und verlangte kein Depot“, so der Verwalter. Dies sollte sich allerdings als verhängnisvoller Fehler erweisen.

Am 27. Januar ist Zahltag: Anton Sch. soll das Depot hinterlegen und den ersten Monatszins von 4600 Franken zahlen. Die Wirtin wartet auf die 100’000 Franken Beteiligung. Doch Toni erscheint nicht und lässt den Deal platzen.

Anton Sch. wird vom Verwalter und der Wirtin schliesslich bewusstlos in der Badewanne aufgefunden, neben sich zwei leere Flaschen Rum.

Der Hausbesitzer hatte bereits zuvor vergeblich auf Käufer Sch. und die 100’000 Franken Anzahlung gewartet. In einer Mail einer brasilianischen Bank hatte sich angeblich der Generaldirektor persönlich für Anton Sch. verbürgt. Nur: Die Mail war gefälscht. Die Bank existiert nicht – der Generaldirektor und Anton Sch. sind ein und dieselbe Person.

Jetzt erwägen die Opfer des Hochstaplers eine Strafanzeige. Anton Sch. zeigt sich davon unbeeindruckt: „Ich habe keine strafbaren Handlungen begangen“, zitiert ihn BLICK.

 

Quelle: Übernommen von BLICK und bearbeitet von belmedia Redaktion
Artikelbild: Andrei Tudoran – shutterstock.com



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