Kanton Bern: Aktualisierte Gefahrenanalyse der Gemeinden aufgeschaltet

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Auf dem kantonalen Geoportal ist die aktualisierte Gefahrenanalyse der Gemeinden im Kanton Bern aufgeschaltet. Unter der Federführung des Amtes für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär (BSM) ist sie von kantonalen Fachstellen zusammen mit den Gemeinden erarbeitet worden.

Sie zeigt für jede Gemeinde die spezifische Gefährdungssituation im Hinblick auf Katastrophen und Notlagen. Die Gefahrenanalyse bildet auf Gemeindestufe die Grundlage für eine risikobasierte Vorbereitung mittels Notfallplanungen durch die Bevölkerungsschutzorgane.

Hochwasser-, Lawinen- oder Rutschgefahr in den ländlichen Regionen – Unfälle mit chemischen,  biologischen oder radioaktiven Stoffen in Betrieben oder bei Transporten in Ballungszentren oder Industriegebieten: Im Kanton Bern kann ein Ereignis jederzeit eine Katastrophe oder Notlage auslösen.

Auch kann der Kanton von einem Stromausfall, einer Pandemie oder Tierseuche betroffen werden. Dabei gilt, dass nicht an jedem Ort die gleiche Gefährdung im Vordergrund steht. Mit der neuen, auf dem Geoportal des Kantons (www.be.ch/gefahrenanalyse) aufgeschalteten Gefahrenanalyse stellt das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär (BSM) den Gemeinden ein aktuelles Instrument zur Verfügung, um die spezifische Gefährdungssituation abzuschätzen. Als öffentlich zugängliche Karte steht diese Analyse auch einem interessierten Publikum zur Verfügung.

Aktualisierte Version mit mehreren Vorteilen

Die aktualisierte Version der Gefahrenanalyse der Gemeinden zeichnet sich gegenüber früheren Gefahrenanalysen durch folgende Eigenschaften aus:

  • Moderner methodischer Ansatz: Für die Bewertung der Gefahren wurden bestehende Datengrundlagen (z.B. Naturgefahrenkarten der Gemeinden, ABC-Gefahrenkataster des Kantonalen Labors) sowie Einschätzungen von Fachstellen des Bundes zur Wahrscheinlichkeit von Gefährdungen verwendet. Die Gefährdungseinschätzungen entsprechen damit aktuellen methodischen Erfordernissen und sind kompatibel mit Risikoanalysen des Bundes (z.B. „Katastrophen und Notlagen Schweiz 2015“, Bundesamt für Bevölkerungsschutz).
  • Vergleichbarkeit der Bewertungen: Durch einen einheitlichen Bewertungsraster konnte sichergestellt werden, dass unterschiedliche subjektive Einschätzungen einer Gefährdung nicht zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen. Somit sind Vergleiche zwischen den Gemeinden und zwischen den Gefährdungen möglich.
  • Nachvollziehbarkeit: Aufgrund des schrittweisen Vorgehens mit der Erarbeitung eines Bewertungsvorschlags durch kantonale Fachstellen und der Vernehmlassung dieses Vorschlags bei den Gemeinden ist jede Bewertung nachvollziehbar dokumentiert.

Künftig jährliche Aktualisierung

Die Gefahrenanalyse der Gemeinden im Kanton Bern soll in Zukunft jährlich aktualisiert werden, so dass neue Grundlagendaten oder zusätzliche für die Gemeinden relevante Gefährdungen laufend in die Analyse aufgenommen werden können. Auf der Basis der Gefahrenanalyse entscheiden die kommunalen Organe des Bevölkerungsschutzes, für welche Gefährdungen Notfallplanungen vorzusehen sind und für welche aus Kosten-Nutzen-Überlegungen darauf verzichtet werden kann. Zur Unterstützung dieser Arbeiten stellt das BSM gleichzeitig mit der aktualisierten Gefahrenanalyse den Behörden auch den „Leitfaden Notfallplanung“ elektronisch zur Verfügung.

 

Quelle: Polizei- und Militärdirektion Bern
Artikelbild: yui – shutterstock.com



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