„Stayin‘ Alive“ – Lieber auf den Vortritt als auf das Leben verzichten

20.04.2017 |  Von  |  Gesellschaft, Gesundheit, News
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„Stayin‘ Alive“ – Lieber auf den Vortritt als auf das Leben verzichten
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Die Anzahl der schwer und tödlich verletzten Motorradfahrenden ging im letzten Jahr gegenüber 2015 stark zurück. Diese Tendenz ist erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Risiko einer schweren oder tödlichen Verletzung bei einem Motorradunfall 50-mal höher ist als bei einem PW-Unfall.

Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Föderation der Motorradfahrer der Schweiz FMS engagieren sich mit ihrer Kampagne „Stayin‘ Alive“ weiter dafür, dass die Unfallzahlen der Motorradfahrenden gesenkt werden können.

Im Jahr 2016 haben 43 Motorradfahrende auf Schweizer Strassen ihr Leben verloren. Rund 1000 weitere wurden schwer verletzt.

Und auch wenn dies einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 35 % bei den Getöteten und 9 % bei den Schwerverletzten entspricht, machen Motorradfahrende im Gesamtunfallgeschehen über ein Viertel der Schwerverletzten und Getöteten aus.

Eine Analyse der bfu zeigt zudem, dass das Risiko einer schweren oder tödlichen Verletzung bei einem Unfall mit einem Motorrad 50-mal höher ist als mit einem Personenwagen.

Angepasste Strasseninfrastruktur und Fahrassistenzsysteme können die Sicherheit von Motorradfahrenden erhöhen. Seit dem 15. Januar 2017 ist beispielsweise ABS für alle neuen Motorräder mit mehr als 125 cm3 Hubraum obligatorisch.

Die bfu empfiehlt, auch beim Kauf von älteren Modellen darauf zu achten, dass sie über ABS verfügen, da dieses den Bremsweg verkürzen kann und das Sturzrisiko verringert.

Die bfu und die FMS führen ihre Kampagne „Stayin‘ Alive“ mit der finanziellen Unterstützung des Fonds für Verkehrssicherheit fort. Dadurch sollen Motorradfahrende sensibilisiert werden, zur eigenen Sicherheit mögliche Fehler anderer Verkehrsteilnehmender vorauszusehen.

Eine Studie der bfu zeigt nämlich, dass Motorradfahrende bei einer Kollision nur in einem Drittel der Fälle Unfallverursacher sind. Sie können sich also mit einem defensiven Fahrstil nach dem Motto „Verzichte auf Vortritt statt aufs Leben“ selber schützen.

Die Kampagne ist in TV-Spots, auf Plakaten, online, in den Sozialen Medien sowie der neusten Ausgabe des Biker Beizen Guide präsent, zudem an verschiedenen Motorradanlässen wie dem Love Ride Switzerland in Zürich-Dübendorf vom 7. Mai und dem MXGP of Switzerland in Frauenfeld vom 12./13. August.

SafetyKit für Unternehmen

Bei schönem Wetter fahren viele mit Motorrad oder Roller zur Arbeit. Verletzen sie sich dabei und fallen am Arbeitsplatz aus, kann das schwerwiegende Folgen für das Unternehmen haben.

Aus diesem Grund bietet die bfu für Unternehmen ein spezielles SafetyKit an, mit denen Mitarbeitende auf die Gefahren beim Motorradfahren aufmerksam gemacht werden können.

Das SafetyKit ist kostenlos und besteht aus einem Plakat, einem Flyer mit einem Motorrad-Halstuch (Necktube) für die Mitarbeitenden, einem Ratgebervideo mit einem Töff-Experten und einer Powerpoint-Präsentation.

 

Quelle: bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung
Artikelbild: © oneinchpunch – shutterstock.com



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