Unfall-Hotspot Treppe: Migros und Suva sensibilisieren gemeinsam

05.05.2017 |  Von  |  Gesundheit, Konsum, News
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Ein kleiner Stolperer kann grosse Folgen haben. Jedes Jahr registrieren die Unfallversicherungen 50 000 – teils schwere – Stolper- und Sturzunfälle auf Treppen.

Die Migros und die Suva zeigen dies auf eindrückliche Weise in ausgewählten Einkaufszentren.

Samstagvormittag im Länderpark in Stans. Es herrscht Gedränge. Zahlreiche Kundinnen und Kunden erledigen ihre Wochenendeinkäufe.

Unter ihnen auch ein junger Mann, der seine beiden Handgelenke im Gips hat. Dieser beugt sich über eine Kühltruhe und versucht den Kühltruhendeckel zur Seite zu schieben. Er windet sich beim Versuch, nimmt sogar seinen Fuss und schliesslich sein Gesicht zu Hilfe. Vergebene Mühe. Der junge Mann ist mit seiner Tortur aber nicht alleine.

In der Gemüseabteilung steht ein Schüler, der versucht mit gebrochenem Arm den Touchscreen der Waage zu bedienen. Eine ältere Frau läuft mit Krücken Richtung Kasse, schleift dabei eine Packung Toilettenpapier hinter sich her. Szenen aus dem Alltag von Verletzten.

Ein kleiner Stolperer kann grosse Folgen haben

Die verletzten Personen im Migros-Einkaufscenter sind keine echten Kunden, sondern Schauspieler. Sie machen aber auf ein reales Problem aufmerksam. Die Folgen von Stolperunfällen auf Treppen. „Stolpern wird oft bagatellisiert – völlig zu Unrecht“, weiss Raphael Ammann, Kampagnenleiter Stolper- und Sturzunfälle bei der Suva.

Jedes Jahr registrieren die Unfallversicherungen in der Schweiz 187 000 Stolper- und Sturzunfälle von Arbeitnehmenden. Vier von zehn Invalidenrenten werden infolge eines solchen Unfalls gesprochen. Ein Viertel aller Stolper- und Sturzunfälle passiert auf Treppen. Das sind jährlich knapp 50 000 Unfälle, die Kosten von 300 Millionen Franken verursachen.



Die Suva und die Migros sensibilisieren gemeinsam

Sie zeigen in ausgewählten Einkaufszentren in der Zentralschweiz, mit welchen Folgen Opfer eines Treppensturzes rechnen müssen. Dabei streifen rund acht verunfallte Personen durch den Länderpark, das Zugerland und den Surseepark. Sie kaufen ein wie die anderen Kundinnen und Kunden der Migros – tragen im Gegensatz zu denen aber Gips, Schienen oder Mullbinden, was das Einkaufen wesentlich erschwert.

Die verletzten Frauen und Männer sensibilisieren damit die Migros-Kunden über die Gefahren von Treppenstürzen – und zeigen auf, wie diese mit einfachen Verhaltensweisen verhindert werden. Sie sind an folgenden Standorten unterwegs:

  • 5. und 6. Mai im Länderpark in Stans
  • 12. und 13. Mai im Surseepark in Sursee
  • 19. und 20. Mai im Zugerland in Steinhausen

Damit die Treppe nicht zum Unfall-Hotspot wird, ist es wichtig, dass die Menschen bewusst aufmerksam Treppen begehen, dabei nicht auf das Handydisplay schauen und den Handlauf benutzen. Denn Stolpern auf Treppen ist sturzgefährlich.

So vermeiden Sie Treppenunfälle:

  • Kein Smartphone auf Treppen bedienen.
  • Den Handlauf benutzen.
  • Das Tempo reduzieren und die Treppen aufmerksam auf- und absteigen.
  • Rutschfeste und gereinigte Treppenstufen helfen Unfälle zu vermeiden.
  • Eine Treppe ist kein Ablageplatz: Jeder herumstehende Gegenstand kann zur Stolperfalle werden.

 

Quelle: Suva
Artikelbilder: Suva



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