A5 / Biel BE: Positives Fazit der Grossübung auf neuem Autobahnteilstück

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Bei einer interdisziplinären Grossübung auf dem neuen Autobahnteilstück der A5 bei Biel haben die Blaulicht- sowie Partnerorganisationen am Samstag zwei realistisch dargestellte grosse Unfallereignisse bewältigt.

Insgesamt wurden über 170 Einsatzkräfte beübt. Die Gesamtübungsleitung zieht ein positives Fazit.







Im Auftrag des Bundesamtes für Strassen ASTRA werden regelmässig Grossübungen zur Bewältigung von Unfallereignissen durchgeführt. In diesem Rahmen fand am Samstag, 6. Mai 2017, eine interdisziplinäre Grossübung auf dem neuen Autobahnteilstück der A5 bei Biel statt. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei der betroffenen Örtlichkeit um ein neues Autobahnteilstück handelt, welches noch nicht in Betrieb genommen wurde, kam dieser Übung grosse Bedeutung zu. Überdies hatte die Grossübung entsprechend keine Auswirkungen auf den Verkehr.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Kräften zu trainieren, die Kommunikationsmittel und die bestehenden Notfallkonzepte zu überprüfen sowie die vorhandenen Einsatzmittel der verschiedenen Organisationen optimal einzusetzen. Die Einsatzleitung konnte nach der Übung grundsätzlich ein positives Fazit ziehen. Die Ereignisbewältigung und Koordination der Einsatzkräfte werden nun detailliert ausgewertet und analysiert. Falls notwendig werden Korrekturen vorgenommen und allfällige Konzepte angepasst.

Das Übungsszenario sah vor, dass ein in Richtung Brügg fahrendes Auto vor dem Tunnelportal Bözingenfeld drei Fässer verlor, aus denen sich in der Folge Altöl und Reinigungsbenzin auf die Fahrbahn sowie ins Wageninnere ausliefen. Das Fahrzeug geriet in der Folge im Längholztunnel in Brand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung bremsten ein Kleinbus und ein Auto vor dem Tunnelportal stark ab, worauf es zur Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen kam. Der Kleinbus kippte dabei auf die Seite.

Kurz darauf kam es beim Büttenbergtunnel zu einem zweiten Unfall, wobei ein mit Gefahrengut beladener schwerer Anhängerzug auf dem ausgelaufenen Altöl ins Schleudern geriet und gegen das Tunnelportal prallte. Zwei Autos wurden dabei eingeklemmt und Gefahrengut freigesetzt. Dabei gelangte gemäss Übungsannahme stark toxisches und brandförderndes Chlorgas in die Luft. Das Szenario sah vor, dass bei beiden Unfallereignissen insgesamt 19 Personen verletzt wurden sowie vier Personen verstarben. Mehrere Personen benötigten psychologische Betreuung.

An der Übung wurden über 170 Einsatzkräfte beübt. Zirka 25 Spezialisten waren vor Ort, um die Übung zu beobachten und die Einsatzkräfte zu beurteilen. Gegen 40 Personen wurden als Figuranten oder für die Logistik aufgeboten.
Folgende Einsatzdienste bestritten die Grossübung: Das Bundesamt für Strassen ASTRA, die Berufsfeuerwehr Biel, die Ambulanz Region Biel, das Care Team des Kantons Bern, das Regionale Führungsorgan Biel/Bienne, das Tiefbauamt sowie die Kantonspolizei Bern.

 

Quelle: Kapo Bern
Bildquelle: Kapo Bern



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