Mehr als die Hälfte der Motorrad-Diebstähle passieren rund um den Genfersee

01.06.2017 |  Von  |  Diebstahl, Polizeinews, Schweiz
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Nicht nur Autos stehen hoch in der Gunst von Dieben – auch Motorräder und Roller sind eine begehrte Beute. Allein die Allianz Suisse verzeichnet jährlich rund 200 Diebstähle, die einen Millionenschaden verursachen.

Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte der Diebstähle entfallen auf die Genferseeregion. Die „beliebtesten“ Motorradmarken bei den Dieben sind Yamaha, Honda, BMW, Kawasaki und Suzuki.

Das verlängerte Pfingstwochenende steht vor der Tür und lockt wieder Tausende Motorradbegeisterte für eine Spritzfahrt oder einen längeren Trip auf die Strassen. Die Schweiz gilt gemeinhin als Töffhochburg: Laut Bundesamt für Statistik waren im vergangenen Jahr hierzulande mehr als 720’000 Motorräder für den Strassenverkehr zugelassen – von schweren Maschinen bis hin zu alten Motorradklassikern.

Die Preisspanne der Zweiräder ist dabei enorm und kann sich bei Topmodellen durchaus in der Nähe von Premium-Automarken bewegen. Das macht die Motorräder natürlich auch bei Dieben begehrt. Auf dem Rastplatz oder an der Tankstelle nur kurz nicht aufgepasst – und schon ist der Töff weg und der Dieb damit über alle Berge.

Genferseeregion besonders betroffen

Allein die Allianz Suisse verzeichnet jährlich rund 200 Motorrad-Diebstähle – davon entfällt fast exakt die eine Hälfte auf Motorräder, die anderen Hälfte auf Roller. Während der durchschnittliche Schaden, der durch einen Diebstahl entsteht, bei Motorrädern rund 8’500 Franken beträgt, liegt dieser Wert bei Rollern bei rund 2’500 Franken.

Vor allem in der Genferseeregion sollten Motorradliebhaber ihrem Gefährt besondere Beachtung schenken, wie die Schadenstatistiken der Allianz Suisse zeigen: Von insgesamt 414 in den vergangenen beiden Jahren gestohlenen Motorrädern und Roller entfielen allein 214 auf die Region rund um den Genfer See – das ist mehr als die Hälfte.

„Hier spielt die unmittelbare Nähe zur französischen Grenze sicher eine wichtige Rolle, die Maschinen können schnell ausser Landes gebracht werden“, meint Markus Deplazes, Leiter Schaden der Allianz Suisse. Danach folgt mit Abstand die Region Zürich mit 35 Schadenfällen, vor der Nordwestschweiz (18 Schadenfälle) und der Region Bern (11 Schadenfälle). Jedes zehnte Motorrad wird laut Allianz im Ausland gestohlen.

Begehrteste Marken

Das Ranking der bei Dieben begehrtesten Motorradmarken führt Yamaha mit 36 gestohlenen Motorrädern in den letzten zwei Jahren an, danach folgen Honda (21), BMW (19), Kawasaki (19) und Suzuki (15) auf den Plätzen zwei bis fünf. Egal, um welche Marke es sich handelt: Es empfiehlt sich in jedem Fall eine Kaskoversicherung, die bei Diebstahl zumindest für den finanziellen Schaden aufkommt.

Den Dieben das Leben schwerer machen

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Diebstahl gibt es natürlich nicht, aber Prävention ist dennoch oberstes Gebot: Die Schadenexperten der Allianz Suisse raten, bei kurzen Pausen die Motorräder möglichst so zu platzieren, dass sie im Blickfeld bleiben. Zudem sollte die Maschine nie mit dem Lenkradschloss allein gesichert werden, denn das ist von Profis in der Regel schnell zu knacken. Wenn das Motorrad mit zwei oder mehreren (qualitativ hochwertigen) Schlössern unterschiedlicher Bauart gesichert wird, macht dies dem Langfinger das Leben bereits ungleich schwerer. Und auch der Einsatz von Alarmanlagen mit Erschütterungsmelder kann ein wirksamer Schutz sein.

 

Quelle: Allianz Suisse
Artikelbild: canadastock – shutterstock.com



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