Kantonspolizei Aargau wird reorganisiert – Beschlüsse zum künftigen Standortkonzept

30.06.2017 |  Von  |  Aargau, Polizeinews, Schweiz
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Kantonspolizei Aargau wird reorganisiert – Beschlüsse zum künftigen Standortkonzept
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Nach Besprechungen mit Vertretungen der Gemeinden und Regionalpolizeien der Regionen Freiamt, Wynental und Zurzibiet hat der Regierungsrat die Beschlüsse zu den offenen Fragen des künftigen Standortkonzepts der Kantonspolizei gefasst.

Die Stützpunkte der Regionen Freiamt und Wynental haben ihren Standort in den kantonseigenen Gebäuden in Muri und Unterkulm. Der Posten Klingnau wird als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg vorläufig weiterbetrieben.

Das Hauptziel der Reorganisation der Kantonspolizei im Rahmen des Projekts KAPO 2020 besteht darin, die Handlungsfreiheit der Kantonspolizei für die proaktive Verhinderung und für die Aufklärung von Straftaten zu erhöhen. Dies soll in erster Linie durch die Verstärkung der mobilen Präsenz mittels Patrouillen und die Ausrüstung der Polizistinnen und Polizisten mit mobilen Arbeitsgeräten für den Abruf, die Erfassung und die Übermittlung von Daten erreicht werden.

Damit kann die Kantonspolizei ihre Leistungen besser als bisher direkt bei von polizeilich relevanten Ereignissen betroffenen Personen erbringen. Das Ziel, dass 15 Minuten nach einem Notruf eine Polizeipatrouille vor Ort ist, soll künftig dank der erhöhten mobilen Präsenz ebenfalls noch besser erreicht werden.

Neues Standortkonzept

Damit die erforderlichen Polizistinnen und Polizisten für die zusätzlichen Patrouillen zur Verfügung stehen, muss die bisherige Zahl von 17 Posten der Kantonspolizei reduziert werden. Nach einer Anhörung der Gemeinden und der Regionalpolizeien beschloss der Regierungsrat Ende November 2016 die Schaffung von 9 leistungsstarken Stützpunkten. Er legte die Standorte von 7 Stützpunkten und die Schliessung von 3 bisherigen Posten (Laufenburg, Schöftland und Spreitenbach) fest. Offen blieben damals die Standorte der Stützpunkte im Freiamt und im Wynental sowie die Schliessung von weiteren Posten.

Weitere Beschlüsse des Regierungsrats

Nach Besprechungen mit Vertretungen der Gemeinden und Regionalpolizeien der Regionen Freiamt, Wynental und Zurzibiet hat der Regierungsrat die Beschlüsse zu den offenen Fragen des Standortkonzepts der Kantonspolizei gefasst.

Als Standorte der Stützpunkte im Freiamt und im Wynental hat er die kantonseigenen Gebäude in Muri und Unterkulm festgelegt. Bei diesen Entscheidungen hat der Regierungs-rat berücksichtigt, dass die Stützpunkte im mobilen Einsatzkonzept von KAPO 2020 vor allem die Funktion von logistischen Basen für die Patrouillen haben. Die Patrouillen rücken bei Ereignissen in der Regel nicht ab dem Stützpunkt aus, sondern sind bereits im Einsatzraum der Stützpunktregion unterwegs und werden von dort an den Ereignisort beordert.

Die Kantonspolizei trägt der unterschiedlichen Sicherheits-/Kriminalitätslage in den Einsatzregionen durch eine entsprechende Schwergewichtsbildung in der Patrouillenpräsenz Rechnung. Massgebend waren im Weiteren, dass mit der Unterbringung in bestehenden, kantonseigenen Gebäuden erhebliche Kosteneinsparungen möglich sind.

Den Bedenken der Gemeinden und des Regionalplanungsverbands der Region Zurzibiet hat der Regierungsrat Rechnung getragen, indem der Posten der Kantonspolizei in Klingnau vorläufig in reduziertem Umfang als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg weiterbetrieben wird. 2019 erfolgt eine gemeinsame Standortbestimmung von Kanton und Gemeinden.

Im Weiteren hat der Regierungsrat die Aufhebung der Posten der Kantonspolizei in Bad Zurzach, Bremgarten, Reinach und Wohlen beschlossen. Der Zeitpunkt der Aufhebung ist von den Kündigungsfristen für die Mieträumlichkeiten und von der Bezugsbereitschaft der Stützpunkte abhängig.

Zusätzlich wird der bisherige Posten in Klingnau als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg einstweilen bis 2019 weiterbetrieben.

 

Quelle: Kanton Aargau, Staatskanzlei
Artikelbild: Symbolbild © Kantonspolizei Aargau



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