Hefenhofen TG: Polizisten nehmen Pferdequäler Ulrich K. in Gewahrsam

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Die Situation auf dem Hof von Ulrich K. in Hefenhofen TG ist eskaliert.

Polizisten haben den Tierquäler in Gewahrsam genommen.

Seit Samstag belagern Demonstranten den Hof von Ulrich K. Am Montag kurz vor 16 Uhr haben mehrere bewaffnete Einsatzkräfte der Polizei den Hof von Ulrich K. betreten. Das berichtete ein 20-Minuten-Reporter vor Ort. Die Hauptstrasse rund um den Hof ist grossräumig abgesperrt worden.

Laut einer Quelle laufe die Freundin von K. mit einem Gewehr bewaffnet auf dem Hof herum. Sie habe angekündigt, die Pferde zu erschiessen. Ein Demonstrant vor Ort sagt, die Freundin von Ulrich K. „drehe fast durch“.

Taskforce eingesetzt

Die Situation hatte sich im Laufe des Montags laufend zugespitzt. Eine Taskforce befasste sich am Montagmorgen mit dem vorbestraften Tierhalter Ulrich K. Beim Pferdehof und vor dem Regierungsgebäude protestieren aufgebrachte Tierschützer. Sie verlangen ein sofortiges Tierhalteverbot gegen den Pferdehändler.

Der Fall Ulrich K. erregt die Gemüter weit über den Kanton Thurgau hinaus. In den sozialen Medien habe der Facebook-Post inzwischen über eine Million Menschen erreicht, schreibt Tierschützer Erwin Kessler vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) in einer Mitteilung.

In der vergangenen Woche war publik geworden, dass auf dem Hof des Pferdezüchters in Hefenhofen in den letzten Monaten rund ein Dutzend Pferde verendet waren. Weitere Tiere waren abgemagert und mussten verschimmeltes Brot essen, wie eine Frau, die seit Jahren auf dem Hof verkehrt, mit zahlreichen Fotos dokumentierte. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft bestätige am Freitag die Echtheit und Aktualität der Bilder.

Beschlagnahmung der Tiere gefordert

Daraufhin wurde vom Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer, Vorsteher des Departements für Inneres und Volkswirtschaft, eine Taskforce im Fall des Pferdehändlers einberufen, welche am Montag zum ersten Mal tagte. Am Tisch sassen neben Schönholzer Vertreter des Veterinäramts, der Kantonspolizei, der Generalstaatsanwaltschaft und des Landwirtschaftsamts.

Die Tierschützer versammelten sich derweil vor dem Regierungsgebäude in Frauenfeld. Erwin Kessler und seine Mitstreiter werfen den Thurgauer Behörden vor, sie liessen den notorischen Tierquäler seit Jahren gewähren. In anderen Kantonen verfüge in einem solchen Fall das Veterinäramt wie gesetzlich vorgesehen ein sofortiges superprovisorisches Tierhalteverbot mit Beschlagnahmung der Tiere, schreibt der VgT-Präsident.

Mahnwache in Hefenhofen

Bereits am Samstag nahmen rund 300 Personen an einer Kundgebung am Frauenfelder Bahnhof teil. Beim Pferdehof in Hefenhofen errichteten die Tierschützer übers Wochenende eine Mahnwache. „Die Situation in Hefenhofen war am Sonntagabend friedlich“, sagte der Sprecher Kantonspolizei Thurgau Mario Christen am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Gegen 20.30 Uhr meldeten mehrere Personen der Kantonalen Notrufzentrale, dass es zu einzelnen Provokationen und Tätlichkeiten gekommen war. Daraufhin rückte die Kantonspolizei Thurgau im Rahmen mit mehreren Patrouillen aus, um vor Ort die Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten.

Beim Eintreffen der ersten Polizeipatrouille sei die Situation jedoch bereits wieder ruhig und friedlich gewesen, so Christen. Auch am Montag hielten rund 20 Tierschützerinnen und Tierschützer die Stellung.

Hintergründe

Mehr zu den Hintergründen finden Sie hier.

 

Quelle: 20min.ch / air / sda
Artikelbild: Symbolbild © BRK News, Beat R. Kälin



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2 Kommentare


  1. Hoffe dass er eine harte Strafe kriegt und haltungsverbot jeglicher tiere.

  2. Jeannette Schnell

    Gott sei Dank wird jetzt endlich gehandelt ! Dieser Mensch soll nie nie mehr ein Tier halten dürfen und angemessen bestraft werden !
    Und zwar keine läppische Geldstrafe sondern richtig lange im Gefängnis schmoren !!

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