Hochspannungsleitungen von Swissgrid und SBB entlastet den Urner Talboden

21.08.2017 |  Von  |  News
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Im Urner Talboden werden im Verlaufe der nächsten Monate die Hochspannungsleitungen von Swissgrid und SBB zusammengelegt. Die beiden Leitungen sind für den Stromtransport Nord/Süd von grosser Bedeutung.

Heute verlaufen sie auf separaten Trassen quer durch den Talboden. Neu werden die beiden Leitungen auf einer Gesamtlänge von 4.7 Kilometern auf einem einzigen Trassee gebündelt und parallel zur Autobahn geführt.

«Das ist ein Glücksfall für den Kanton Uri», sagt Baudirektor Roger Nager. Die Verlegung der Hochspannungsleitungen werde nur möglich, weil die im Jahr 1949 erstellte 380-/220-kV-Leitung Amsteg – Mettlen auf einem Abschnitt zwischen Attinghausen und Flüelen saniert werden müsse. «Dies bietet die Gelegenheit, diese Leitung zu verlegen und mit der parallel geführten 132-kV-Bahnstromleitung der SBB zusammenzufassen», so Nager weiter. Die Baudirektion hat im Auftrag von Swissgrid das Verfahren im Kanton betreut und das Bauprojekt unterstützend begleitet.

Die neue Linienführung entlastet den Talboden. Siedlungsgebiete, insbesondere in Attinghausen, Landwirtschaftsflächen sowie das allgemeine Landschaftsbild profitieren von der Zusammenlegung. Entlastet wird auch der Entwicklungschwerpunkt Werkmatt Uri (vormals Eyschachen). «Zusammen mit dem Kantonsbahnhof in Altdorf, den neuen Erschliessungen mit WOV und A2-Halbanschluss schaffen wir mitten in Uri ein neues, attraktives Industriegebiet», sagt Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Die Verlegung der Hochspannungsleitungen ist ein weiteres Puzzleteil, das die Weiterentwicklung des Urner Talbodens begünstigen wird.

Markant weniger Hochspannungsmasten als heute

Vorgesehen ist, dass die beiden heute unabhängigen Leitungen auf einer gemeinsamen Trasse gebündelt werden. Konkret sieht das Swissgrid-Projekt vor, die beiden Hochspannungsleitungen zwischen Attinghausen und Altdorf Nord (bis Höhe Giessenkanal) auf eine Gemeinschaftsleitung zusammenzulegen. Die neue Leitung verläuft entlang des rechten Reussufers. Die neue Leitung wird entlang der Autobahn, respektive zwischen Reuss und Autobahn geführt. Insgesamt werden 31 Masten zurückgebaut (11 von Swissgrid und 20 der SBB). Die Leitungen verlaufen künftig auf 17 neu zu bauenden Masten. Dank der Zusammenlegung kann künftig auf rund ein Dutzend Hochspannungsmasten im Urner Talboden verzichtet werden.

Mit den Bauarbeiten wird heute Montag, 21. August 2017, begonnen. Als erstes werden die Fundamente der neuen Masten im nördlichen und südlichen Bereich erstellt. In der Niederwasserperiode ab Oktober 2017 bis März 2018 werden die neuen Fundamente der Masten auf dem Reussdamm realisiert. Vor der Inbetriebnahme im Frühjahr 2018 steht die Montage der neuen Masten und der Leiterseile an. Nach der Inbetriebnahme folgt der Rückbau der alten Swissgrid- und SBB-Leitungen.

Für die Bauarbeiten müssen Bereiche des östlichen Reussdammes für den Freizeitverkehr gesperrt werden. Zwischen 21. August 2017 und 31. August 2018 bleibt die Ostseite des Dammes zwischen Attinghauserbrücke und Wildried für Velofahrer gesperrt. Für Fussgänger bleibt der Bereich Attinghauserbrücke bis Seedorferbrücke gesperrt. Swissgrid, SBB und der Kanton Uri bitten die Bevölkerung die Sperrungen einzuhalten. Es ist untersagt die Bauplätze zu betreten, im Schadensfall wird jegliche Haftung abgelehnt.

 

Quelle: Baudirektion Uri
Artikelbild: Symbolbild © gyn9037 – shutterstock.com



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