57’000 Unfälle beim Heimwerken pro Jahr: Unfallrisiko besonders hoch

07.09.2017 |  Von  |  Gesellschaft, News
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57’000 Unfälle beim Heimwerken pro Jahr: Unfallrisiko besonders hoch
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Jährlich verunfallen rund 57 000 Schweizerinnen und Schweizer bei der Pflege und beim Unterhalt von Haus und Garten sowie bei anderen Heimwerkerarbeiten. Eine Analyse der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt, dass hier das Unfallrisiko viel höher ist als bei anderen unbezahlten Hausarbeiten wie Kochen oder Putzen.

Die häufigsten Unfallursachen sind mangelnde Erfahrung, Unwissenheit im Umgang mit Maschinen und Geräten oder deren unzweckmässiger Einsatz sowie Zeitdruck.

Schnell ein Loch zum Aufhängen eines Bildes bohren, mit der Stichsäge ein Vogelhaus bauen oder mit dem Hochdruckreiniger die Gartenmöbel abspritzen. Do it yourself ist beliebt. Leider zeigt sich dies auch in den Unfallzahlen: In der Schweiz ereignen sich jährlich 57 000 Unfälle bei Pflege und Unterhalt von Haus und Garten sowie bei anderen Heimwerkerarbeiten. Grund dafür sind mangelnde Kompetenz im Umgang mit Geräten und Maschinen, deren falscher Einsatz und Arbeiten unter Zeitdruck. Zudem führen defekte Geräte oder solche in schlechtem Zustand sowie Reparaturen und Reinigungen an laufenden Maschinen immer wieder zu Unfällen.



So packen Sie es richtig an

Von halben Sachen sollte man die Finger lassen. Dies gilt besonders beim Heimwerken. Eine Analyse der bfu hat gezeigt, dass das Unfallrisiko beim Heimwerken im Vergleich zu anderen unbezahlten Arbeiten im Haus wie Putzen oder Kochen besonders hoch ist. Um Unfälle zu vermeiden, sind folgende Tipps zu beachten:

  • Bedienungsanleitung: Machen Sie sich mit elektrischen Geräten und den möglichen Gefahren vertraut. Lesen Sie vor dem ersten Einschalten die Bedienungsanleitung.
  • Schutzausrüstung: Tragen Sie Schutzausrüstung. Je nach Arbeit und Gerät sind dies Schutzbrille, Handschuhe, Gehörschutz, Staubschutz, solide Schuhe. Angepasste Kleidung ist genauso wichtig wie das Zusammenbinden von langen Haaren.
  • Fehlerstrom-Schutzschalter: Verwenden Sie bei Arbeiten im Freien immer einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutzschalter/RCD). Ein FI-Schalter unterbricht den Strom­kreis sofort und kann damit Leben retten.
  • Alkohol: Verzichten Sie bei anspruchsvollen Aufgaben auf Alkohol.

 

Quelle: bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung
Artikelbild: Symbolbild © Stock-Asso – shutterstock.com



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