Drohnen helfen beim Polizeieinsatz

13.10.2017 |  Von  |  Kriminalität, News
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Beim Kampf gegen die Kriminalität setzt die Polizei heutzutage verstärkt auf unbemannte Drohnen. Diese fliegenden Kameras im Kleinformat filmen extrem präzise aus der Luft, sodass ein umfassendes Bild der jeweiligen Situation entsteht.

Bereits in mehreren Bundesländern setzen die Polizeibehörden auf diese moderne Technik, mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Kameradrohnen sind im Vergleich zu bemannter Überwachung mit Hilfe eines Hubschraubers viel billiger, leiser und effizienter.

Ein gelernter Spezialist steuert das Gerät vom Boden aus und bestimmt seine Flugrichtung. Jedoch muss in der Nähe von Flughäfen und anderen Hochsicherheitsanlagen jeder Einsatz im Vorfeld bei der Deutschen Flugsicherung an- und wieder abgemeldet werden.

Die Einsatzgebiete der Kameradrohnen

Die Drohne kann aus der Luft schnell und einfach abgesperrte Tatorte von schweren Verbrechen, groben Umweltdelikten und schwerwiegenden Unfällen dokumentieren. Aufgrund der hohen Mobilität gelangen die Drohnen mühelos auch an schwierig zu erreichende Schauplätze.

Zudem erweisen sich die fliegenden Kameras als sehr hilfreich bei der Überwachung des Strassenverkehrs. Auf diese Weise lassen sich gravierende Verkehrsverstösse feststellen und direkt fototechnisch dokumentieren, dazu gehören primär Geschwindigkeitsüberschreitungen und das Telefonieren am Steuer. Darüber hinaus lassen sich Drohnen bei Demonstrationen und anderen Massenveranstaltungen mit Risikofaktoren einsetzen.

Die Kriminalpolizei nutzt die unbemannten Luftfahrtsysteme anstelle eines Hubschraubers, um verdächtige Gelände auf vergrabene Leichen zu überprüfen.

Ergänzend dazu lassen sich mit der Hilfe der Drohnen Plantagen mit Betäubungsmitteln aufspüren. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr können die fliegenden Kameras bei extrem grossen Feuern eingesetzt werden, um den konkreten Brandherd schneller zu erkennen und zu bekämpfen.

Die Wunderwaffe im Kampf gegen Kriminalität

In vielen Fällen helfen nur Aufnahmen von oben, damit sich die Polizei einen ausreichenden Überblick verschaffen kann. Auf diese Weise lassen sich Unfallgeschehen und Straftaten genauer rekonstruieren und nachvollziehen.

Die hochmodernen und kalibrierten Digitalkameras verfügen über einen inklusiven Fernauslöser, sodass sich bei Bedarf aussagekräftiges Fotomaterial generieren lässt. Trotz der kompakten Grösse kann diese Videoplattform gestochen scharfe Aufnahmen aus der Luft erzeugen, die bei laufenden Ermittlungen und bei Gericht als Beweismaterial dienen. Die Kameradrohnen sind mit schwingungsdämpfenden Achsen ausgestattet, sodass die Videoaufnahmen wackelfrei sind. Dank der Rotation um 360° und einer Weitwinkellinse lässt sich ein extrem weitreichender Blickwinkel erreichen. Weiterführende Informationen und konkrete Modelltypen zu diesem Thema, finden sich zum Beispiel hier.

Deutliche Verbesserung der Beweiskraft durch Drohnen

Das kompakte Fluggerät darf maximal bis zu einer Höhe von 100 Meter aufsteigen.

Aus dieser Höhe werden oft Brems- und andere Unfallspuren deutlich sichtbar, die ansonsten unbemerkt geblieben wären. Bei grossen Unfällen auf vielbefahrenen Strassen und Kreuzungen können auf diese Weise viele Stunden an mühseliger Vermessungszeit eingespart werden. Im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden mit Massband und Protokollblock kann die Unfallstelle dergestalt viel schneller geräumt werden. Dadurch lösen sich nervige und zeitraubende Staus im Anschluss an den Unfall direkt auf.

Ein wichtiger Vorteil der digitalen Drohnentechnik ist die verbesserte Beweiskraft bei der Verkehrsunfallermittlung. Dank der umfassenden Foto- und Videoaufnahmen kann der Tatbestand in seiner Gänze dargestellt werden. Nach der Absprache mit der Deutschen Flugsicherung darf auch in Flugverbotszonen operiert werden. Dazu gehören Gelände rundum Gefängnisse, Flughäfen, der Reichstag und viele andere offizielle Behörden. Deshalb wird die Polizei zukünftig verstärkt auf Kameradrohnen als Hilfsmittel bei der Ermittlungsarbeit setzen.

 

Artikelbild: Halfpoint – shutterstock.com



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