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Bewegungssteuerung Kinect kommt ab 2012 für den PC

07.12.2011 |  Von  |  Beitrag

Seinen Kinect-Sensor will Microsoft ab Frühjahr 2012 in einer für den PC angepassten Version auf den Markt bringen. Das gab Craig Eisler, General Manager bei Microsoft, offiziell auf dem Kinect for Windows Blog bekannt.

Die Kinect-Sensorleiste dient bislang vor allem zur Steuerung der Videokonsole Xbox 360. Gamern erlaubt die Hardware, Spiele mittels Bewegungen und Sprache zu steuern. Künftig soll auch der PC per Gesten und Stimme seine Dienste tun.

Für den Einsatz am Schreibtisch waren technische Verbesserungen der Hardware notwendig. Wichtigste Neuerung: Der modifizierte Sensor erfasst nun Bewegungen schon im Nahbereich, nämlich bereits ab einer Entfernung von 40 bis 50 Zentimetern. So gross ist der übliche Abstand zwischen Nutzer und PC. Bislang setzt Kinect einen Mindestabstand von 1,80 Metern voraus.

Weitere technische Details sollen die Bewegungssteuerung für den PC-Anwender praktikabel machen. So wollen die Entwickler das USB-Kabel kürzen, damit auf dem Schreibtisch mehr Platz bleibt. Ein schmalerer Stecker soll ausserdem dafür sorgen, dass noch Anschlüsse für andere Geräte wie Drucker und Scanner frei bleiben.

Ab 2012 will Microsoft Kinect für die kommerzielle Nutzung freigeben, so dass Unternehmen die Hardware für ihre geschäftlichen Zwecke nutzen können. Programmierern ist es möglich, die Technik weiterzuentwickeln und zusätzliche Anwendungen zu schaffen. Über den Spielesektor hinaus sieht Microsoft ein grosses Anwendungspotenzial für die Bewegungssteuerung.

Das Video unten stellt denkbare Einsatzmöglichkeiten vor. Während einige Beispiele weit hergeholt erscheinen – etwa virtuelle Musikinstrumente allein durch Bewegungen in der Luft spielen -, erscheinen andere durchaus praxisnah. In Krankenhäusern könnten Ärzte per Handbewegung rasch OP-Bilder auf dem PC-Bildschirm aufrufen. Auch PowerPoint-Präsentationen könnte Kinect bequemer machen.

(Quelle: Youtube)
Titelbild: Die Kinect-Kamera für die Xbox 360. (Evan-Amos / Wikimedia / Public Domain)

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