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Syrische Armee befreit 12.000 Christen

27.08.2012 |  Von  |  News

Zwei Wochen lang waren über 12.000 syrische Christen im Ort Rableh in der Provinz Homs von Terroristen eingeschlossen. Sie hatten keinen Zugang zu Nahrung, Medikamenten oder Strom. Nun soll das Dorf von der regulären syrischen Armee aus der Hand der Terroristen (gemeint sind die „Rebellen“ der „Freien Syrischen Armee“) befreit worden sein.

Der päpstliche Fidesdienst hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass 12.000 griechisch-katholische Gläubige im syrischen Dorf Rableh in der Region Homs nahe der libanesischen Grenze seit über 10 Tagen hungern müssen. Der Grund: „Seit über zehn Tagen wird das Dorf von bewaffneten Oppositionsgruppen umzingelt.“

Personen, die zu fliehen versuchten und das Dorf verlassen wollten, wurden von Heckenschützen unter Beschuss genommen. Dabei wurden drei junge Männer erschossen, wie der Verantwortliche der dortigen Pfarrei gegenüber dem Fidesdienst berichtete. Auch Personen, die versuchten, auf Motorrädern Brot in das Dorf zu bringen, wurden beschossen.

Die katholischen Hilfsorganisationen „Aid to the Church in Need“ und „Caritas“ (im Libanon angesiedelt) bemühten sich, Hilfe für die Eingeschlossen zu organisieren, und veröffentlichten dramatische Appelle der Bewohner: „Wir haben uns selbst organisiert und wir teilen alles miteinander, damit wir überleben können. Wir brauchen jede Hilfe, die wir bekommen können. Bitte helfen Sie uns“, flehte etwa ein in Rableh ansässiger Pfarrer in einem Telefonat mit der Caritas.

Am Freitag sollen syrische Regierungseinheiten die eingeschlossenen Bewohner aus den Händen der Terroristen befreit haben, wie Russia Today am Samstag unter Berufung auf noch unbestätigte Berichte des libanesischen TV-Senders Al-Mayadeen mitteilte. Auch die Stromversorgung soll wieder hergestellt worden sein. 60 Terroristen sollen getötet worden sein.

 

Oberstes Bild: © Asaf Eliason – shutterstock.com