16 Jahre Haft für blutige Gewalttat

12.10.2012 |  Von  |  News
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Weil er seine Ehefrau und seine Stieftochter (15) mit dem Messer lebensgefährlich verletzte, muss ein türkischer Chauffeur aus Dübendorf nun 16 Jahre ins Gefängnis. Das Zürcher Obergericht verschärfte damit eine Freiheitsstrafe, die das Bezirksgericht Uster bereits gegen den Mann verhängte.

Die Bluttat ereignete sich am 23. November 2010 in der Dübendorfer Wohnung des Chauffeurs und seiner Familie. Der angetrunkene Türke drehte durch, weil seine Schweizer Ehefrau erklärte, an ihrem Geburtstag allein mit ihrer Tochter auswärts essen zu wollen.

Mit dem Küchenmesser ging der Mann auf die beiden los. Mit sieben Messerstichen stach er auf seine Stieftochter ein, 18 Messerstiche versetzte er seiner Ehefrau. Wie durch ein Wunder überlebten beide Opfer, die Mutter konnte schliesslich die Polizei alarmieren.

Der Täter wurde von der Polizei festgenommen und sitzt seither in Haft. Das Bezirksgericht Uster verurteilte ihn am 15. Dezember 2011 wegen mehrfach versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren. Die Verteidigung forderte eine erhebliche mildere Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen mehrfach versuchten Totschlags. Sie legte wie die Staatsanwaltschaft Berufung ein.

Erhebliche kriminelle Energie

Vor Obergericht zeigte sich der heute 54-Jährige reumütig. Er gab an, dass er Frau und Stieftochter nicht habe töten wollen. Erst nachträglich habe er durch den Staatsanwalt erfahren, dass er insgesamt 25 Messerstiche ausführte. Zudem behauptete er, dass seine Ehefrau zuerst zum Messer gegriffen und ihn am Ellenbogen verletzt habe.

Doch bei den Oberrichtern kam der Beschuldigte damit nicht durch. Diese folgten der Staatsanwaltschaft, wonach alleine der Beschuldigte zum Messer gegriffen hatte. Der Vorwurf der mehrfach versuchten vorsätzlichen Tötung wurde damit bestätigt. Zudem bescheinigte das Obergericht dem Chauffeur eine erhebliche kriminelle Energie.

Er habe mit einem direkten Vorsatz egoistisch und kaltblütig gehandelt. Nur dank eines glücklichen Zufalls hätten die Opfer überlebt, begründete Gerichtspräsident Peter Marti die deutliche Straferhöhung auf 16 Jahre Freiheitsentzug. Der Beschuldigte wurde zu Schmerzensgeld verpflichtet: 30’000 Franken für seine Frau, 20’000 Franken für seine Stieftochter.

 

Quelle: Zürcher Oberländer
Oberstes Bild: © Brian A Jackson – shutterstock.com

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