Kampagne gegen Cyber-Mobbing – jeder fünfte Teenager betroffen

22.10.2012 |  Von  |  News
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Jeder fünfte Schweizer Jugendliche ist bereits Opfer von Mobbing im Internet geworden. Zwei Drittel der Befragten wissen jedoch nicht, wo sie Hilfe finden können. Auch Eltern oder Lehrer sind mit dem Thema häufig überfordert. Um Aufklärung zu schaffen, lanciert die Stiftung Pro Juventute heute die erste schweizweite Kampagne gegen Cyber-Mobbing.

Vermehrt rufen Kinder und Jugendliche unter der Notfallnummer 147 an, um Hilfe wegen Cyber-Mobbing zu bekommen, weiss Pro Juventute zu berichten. Während das Phänomen noch vor wenigen Jahren unbekannt war, gehört es heute zum Beratungsalltag von Fachleuten.

Die Folgen von Mobbing im Netz sind für die Betroffenen dramatisch: Cyber-Mobbing kann von Schlafproblemen über Depressionen bis hin zum Selbstmord führen. Laut internationalen Studien begehen Teenager, die Cyber-Mobbing erlebt haben, doppelt so häufig Suizidversuche wie nicht betroffene Jugendliche.

Das Tückische ist, dass Cyber-Mobbing nicht nur auf dem Pausenhof stattfindet, sondern überall. Die Opfer sind somit rund um die Uhr dem Mobbing ausgeliefert, wobei sich die Angreifer hinter der Anonymität im Netz verstecken.



Virtuelles Mobbing führt zu realen Verletzungen 

Wie verbreitet Hilflosigkeit und Unwissenheit im Umfang mit dem Thema sind, zeigt auch eine heute von Pro Juventute veröffentliche Umfrage: So weiss die Hälfte der Schweizer gar nicht, was Cyber-Mobbing überhaupt ist. Zwei Drittel (59,9%) wissen nicht, wo sie im Bedarfsfall Hilfe finden können.

Die Informationskampagne „Stopp Cyber-Mobbing“ will hier gegensteuern und für das Problem sensibilisieren. Plakate und TV-Spots sollen aufrütteln und zeigen, dass Mobbing im Netz zu realen Verletzungen führen kann und bei den betroffenen Jugendlichen tiefe Verzweiflung und Ängste auslöst.

In einer Facebook-Aktion fordern Schweizer Prominente wie Diego Benaglio, Heidi Happy und Jubaira Bachmann die Jugendlichen auf, gegen Cyber-Mobbing aktiv zu werden. Darüber hinaus erhalten Jugendliche auf der heute aufgeschalteten Kampagnen-Plattform (www.projuventute.ch/stoppcybermobbing) umfassende Informationen.

An allen Schulen in der Schweiz werden Materialien zum Thema angeboten, um Jugendliche auf die Notfallnummer 147 von Pro Juventute aufmerksam zu machen. Unter dieser Nummer stehen Fachleute den betroffenen Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr zur Verfügung – sowie auch per Chat auf www.147.ch. Eltern erhalten Unterstützung bei der Beratung des Eltern Club Schweiz von Pro Juventute (www.elternclubschweiz.ch).

 

Siehe im Blog zum Thema auch: Cybermobbing: Wo der Internet-Spass aufhört
Oberstes Bild: © Pro Juventute

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    1. business24 › Achtung Verdachtskündigung

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