Antivirus-Gründer John McAfee wegen Mordes gesucht

13.11.2012 |  Von  |  News
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Der Antivirus-Pionier John McAfee (67) befindet sich auf der Flucht vor der Polizei. Er wird verdächtigt, den amerikanischen Baulöwen Gregory Faull (52) mit einem Kopfschuss getötet zu haben. In einem Telefoninterview beteuerte McAfee jedoch seine Unschuld.

Faull stammte aus Florida und lebte allein in seinem Haus in San Pedro Town auf der karibischen Insel Ambergris Caye. Dort wurde er laut Polizeibericht am Sonntag um 7.20 Uhr (Ortszeit) von seiner Haushälterin tot aufgefunden. Der Bauunternehmer habe mit einer Schusswunde am Kopf in einer Blutlache gelegen.

Für die Polizei des zentralamerikanischen Kleinstaates Belize, zu der die Insel gehört, ist John McAfee der Hauptverdächtige. Der Getötete war ein Nachbar des flüchtigen Softwarespezialisten. In einem Interview mit dem US-Magazin „Wired“ weist McAfee jedoch den Vorwurf vehement zurück.

Wie das Magazin berichtet, soll es zwischen McAfee und seinen Nachbarn – so auch mit Faull – Streit gegeben haben. Die Nachbarn hätten sich vor allem über McAfees Hunde beschwert. Am letzten Mittwoch habe Faull dann offiziell Beschwerde beim Bürgermeister eingereicht. Er gab unter anderem an, dass McAfee mit Schusswaffen gefeuert habe.

McAfee glaubt an Komplott der Regierung

Am Freitag seien schliesslich alle seine Hunde vergiftet worden, berichtete McAfee gegenüber „Wired“. Doch seine Nachbarn hätten damit nichts zu tun. Stattdessen macht McAfee für die Tat die Regierung verantwortlich, die es angeblich auf sein Leben abgesehen habe.

„Sie mögen mich für paranoid halten, aber die werden mich töten. Das versuchen sie schon seit Monaten“, behauptet der Softwarespezialist. Er glaubt, dass die Mörder eigentlich ihn töten wollten und sich im Haus irrten. So sei er geflohen, um sein Leben zu schützen.

Laut dem Portal „Gizmodo“ soll McAfee in der letzten Zeit mit einem absonderlichen, unberechenbaren Verhalten aufgefallen sein. Der Softwarespezialist habe mit psychoaktiven Substanzen experimentiert und sich auch mit der Unterwelt von Belize eingelassen. Wie „Gizmodo“ schon früher berichtet hatte, stürmte die Polizei bereits im Mai McAfees Anwesen in Orange Walk Town (Belize), weil sie dort illegale Waffen und Drogen vermutete.

John McAfee gründete das nach ihm benannte Softwareunternehmen McAfee 1987. Er gehört zu den ersten Entwicklern von Antivirus-Software. Im August 2010 machte Intel ein Übernahme-Angebot für McAfees Unternehmen. Der Deal über 7,68 Milliarden US-Dollar wurde am 28. Februar 2011 abgeschlossen. McAfee ist heute Inhaber der Firma QuorumEx mit Sitz in Belize, die auf die Herstellung von Antibiotika spezialisiert ist.

Oberstes Bild: gizmodo.com

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1 Kommentar


  1. Die Version, die McAfee erzählt, erscheint ja ziemlich wirr.

    Davon abgesehen, ist McAfee das nervigste Antivirus-Programm, das ich kenne. Hat man ein Häkchen beim Download von Gratissoftware übersehen – schwupps, hat man das Programm unerwünschter Weise auf dem Rechner und wird mit nervigen Popups und Aufforderungen zur Registrierung belästigt. Noch nicht mal deinstallieren lässt es sich so leicht.;-(

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