US-Medien behaupten: „Assad macht Chemiewaffen bereit“

06.12.2012 |  Von  |  News

Die US-Propaganda gegen Syrien wird immer dreister: Jetzt behaupten amerikanische Medien, dass die syrische Armee angeblich den Einsatz von Chemiewaffen vorbereitet. Offenbar soll eine kurz bevorstehende Invasion in Syrien mit der gleichen Propagandalüge wie im Irakkrieg 2003 gerechtfertigt werden.

Die US-Regierung will Geheimdienst-Hinweise haben, laut denen der syrische Präsident Baschar al-Assad zum Einsatz von Chemiewaffen gegen die sogenannten „Rebellen“ bereit sei. Das berichteten NBC News und weitere US-Medien am Donnerstag.

Angeblich habe die syrische Armee Flugbomben mit dem tödlichen Nervengas Sarin bestückt. Noch seien die Flugzeuge zwar nicht mit den Bomben ausgerüstet – doch die Armee warte nur auf Assads Befehl dazu, behauptet NBC News.

Belege für diese Behauptungen gibt es zwar nicht, sind für die US-Regierung aber auch nicht nötig. Entscheidend ist, dass ein möglicher Chemiewaffeneinsatz für die USA und Nato eine „rote Linie“ markiert, die das syrische Regime nicht überschreiten darf.

So warnte US-Präsident Barack Obama den syrischen Präsidenten vor dem Einsatz von Chemiewaffen und drohte ihm ein militärisches Eingreifen an. Ein angeblicher Chemiewaffeneinsatz wäre also für die US-Regierung ein trefflicher Vorwand für einen Angriff auf Syrien.

Auch US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte bereits am Dienstag betont, dass „die Zeit von Assad abgelaufen“ sei. Merkwürdigerweise tauchen dann zwei Tage später prompt die besagten Berichte über „syrische Chemiewaffen“ auf – ein mehr als deutlicher Hinweis dafür, dass hier offenbar alles nach US-Drehbuch läuft.

Ein Sprecher des Aussenministeriums in Damaskus betonte unterdessen, dass Syrien „diese Art Waffen, wenn es welche davon besitzt, unter keinen Umständen gegen sein Volk einsetzen“ werde. Der syrische Aussenminister Walid al-Muallim hatte den USA im Oktober vorgeworfen, die Debatte über syrische Chemiewaffen als Vorwand für ein militärisches Eingreifen in Syrien nutzen zu wollen.

Al-Muallim zog auch eine Parallele zum Irakkrieg 2003, den die US-Regierung unter anderem mit dem angeblichen Chemiewaffen-Arsenal Bagdads rechtfertigte. Nach der Invasion stellten sich die „irakischen Chemiewaffen“ dann als reine Fiktion und dreistes US-Propagandamärchen heraus.

Oberstes Bild: © Kuznetsov Alexey – shutterstock.com




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