Ständerat sagt Nein zur 1:12-Initiative

21.03.2013 |  Von  |  Gesellschaft, Politik
Ständerat sagt Nein zur 1:12-Initiative

(Bild: © Marcin - Balcerzak - Shutterstock)

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Nach dem Erfolg der Abzocker-Initiative stand heute die Juso-Initiative „1:12 – Für gerechte Löhne“ im Ständerat zur Debatte. Mit 26 zu 10 Stimmen lehnt die kleine Kammer die Initiative ab – wie schon Bundesrat und Nationalrat. Die Initiative kommt ohne Gegenvorschlag vors Volk. Sie ist nun bereit für die Schlussabstimmung am Freitag.

Die Juso-Initiative verlangt eine in der Bundesverfassung festgeschriebene Lohnschranke, laut der in einem Unternehmen der höchste Lohn nicht mehr als 12 Mal höher als der tiefste sein darf. Ziel der Initiative ist es, der wachsenden Vermögensungleichverteilung entgegenzuwirken und durch die Begrenzung von Manager-Gehältern dafür zu sorgen, dass für alle anderen Arbeitnehmer wieder mehr vom Kuchen übrig bleibt..

Beim Wahlvolk stösst das Anliegen auf Sympathie, wenn auch nicht auf eine Mehrheit, wie eine Umfrage von „SonntagsZeitung“ und „Le Matin Dimanche“ zeigt: 49,5 sprechen sich für die Lohnbegrenzungs-Initiative aus, 40 Prozent sind dagegen, 10 Prozent unentschieden.

Die bürgerliche Mehrheit sieht hingegen durch die 1:12-Initiative die Wirtschaftsfreiheit und das „Erfolgsmodell Schweiz“ bedroht. Wie auch schon bei der Abzocker-Initiative argumentieren die Gegner mit der drohenden Abwanderung von Unternehmen und dem zu befürchtenden Verlust von Arbeitsplätzen. Mit staatlich regulierten Lohngrenzen werde niemand mehr in den Standort Schweiz investieren wollen, so zum Beispiel der Schwyzer SVP-Ständerat Peter Föhn.

Dennoch erhoffen sich Jungsozialisten und SP durch die Initiative einen wichtigen Debattenanstoss. SP-Chef Christian Levrat sieht ein Umdenken im bürgerlichen Lager: „Die verstehen langsam, dass sie die Abzockerinitiative nicht nur wegen der angeblich schlechten Kampagne verloren haben, sondern auch weil die Bevölkerung mit den grossen Lohnunterschieden nicht einverstanden ist.

 

Oberstes Bild: © Marcin Balcerzak – Shutterstock

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

1 Kommentar


  1. Die Juso-Initiative fordert einen gravierenden und unötigen staatlichen Eingriff in die Marktwirtschaft. Die Freiheiten der Marktwirtschaft würden dadurch massiv eingeschränkt. Es besteht die Gefahr, dass der Wettbewerb dadurch beeinträchtigt wird und der Wirtschaftsstandort Schweiz gefährdet wird. Bringen wird die Initiative auch nicht viel. Denn was ändert sich für einen Angestellten, wenn der Chef weniger verdient? Die Juso verfolgen mit dieser Initiative ihre linksideologische Umverteilungspolitik weiter. Ich werde die Initiative ablehnen!

Ihr Kommentar zu:

Ständerat sagt Nein zur 1:12-Initiative

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.