Staatliche Hackerangriffe gegen Medienunternehmen

13.05.2014 |  Von  |  Kriminalität, Neue Medien
Staatliche Hackerangriffe gegen Medienunternehmen
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Greifen Hacker jetzt auch im grösseren Stil Medienunternehmen an? Ja, sagt eine Studie, die Sicherheitsexperten von Google durchgeführt haben. Dabei müssen sich nicht nur amerikanische Konzerne vorsehen, denn die Angriffe finden praktisch auf der ganzen Welt statt – und meist kommen sie von staatlicher Seite.

Die globale Bedrohung

Google lässt in diesem Zusammenhang gleich die Zahlen sprechen: Über 80 % der grössten Medienunternehmen weltweit wurden bereits durch Hacker angegriffen, die diesen Auftrag von Regierungen erhalten hatten. „Medienunternehmen“ heisst hier, dass sowohl Fernsehanstalten als auch Zeitungsredaktionen oder die Betreiber von Online-Newsseiten angegriffen wurden. Von den 25 grössten Angeboten der Welt seien bereits 21 angegriffen worden, wie die Google-Studie belegt. Das Risiko werde aber auch in Zukunft nicht abnehmen, sagt Morgan Marquis-Boire.

Der Sicherheitsexperte und sein Team fanden unter den 25 meistbesuchten Nachrichtenseiten und Blogs der Welt zwar grösstenteils englischsprachige Angebote, aber das dürfe keine falsche Sicherheit suggerieren. Die Hacker gehen in diesem Fall einfach nach dem Angebot vor: Falls die bekanntesten Webseiten der Welt plötzlich eine andere Sprache sprechen würden, nähme man sich einfach diese neuen Angebote vor. Sicher ist man also fast nirgendwo, wie ein weiteres Beispiel von Marquis-Boire zeigt.

Mehr Schutz ist wichtig

Hauptberuflich arbeitet der Mann bei Google, nebenbei aber analysiert er auch schädliche Software, die beispielsweise auf Laptops, Tablets oder Smartphones von Journalisten oder anderen Aktivisten auftaucht. Als Beispiel führte er auf der diesjährigen re:publica an, dass ein Mitarbeiter eines Satellitensenders in Äthiopien ebenfalls Opfer einer solchen Software wurde. Die Schadsoftware sollte dann dazu genutzt werden, das betroffene Gerät auszuspionieren. Das Land in Afrika spielt international gesehen sicherlich nur eine kleinere Rolle – aber selbst dort würde man bereits unter den Angriffen leiden, was laut Marquis-Boire den Ernst der Lage unterstreicht.

Ärgerlich sei auch, dass viele Medienunternehmen zu behäbig seien. Einzelne Journalisten würden sich bereits gut schützen können, solange das technische Know-how verfügbar ist und angewendet werden kann. In den langsam mahlenden Rädern der Unternehmen müsse diese Botschaft aber erst noch ankommen, viel zu lasch gehe man dort mit den Sicherheitsvorkehrungen um. Helfen sollen dabei wie immer zwei Rezepte: Bildung und Sensibilisierung der Mitarbeiter, um Angriffe durch die Ausnutzung menschlicher Schwachstellen abzuschalten.

 

Oberstes Bild: © Phatic-Photography – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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    1. business24 › Odoleszenz und Garantieverlängerung – der doppelte Betrug?

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