Im Trend: Vor der Hochzeit die Verlobung

28.06.2014 |  Von  |  Allgemein
Im Trend: Vor der Hochzeit die Verlobung
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Tradition in Sachen Liebe ist wieder angesagt. Auch in einem Land, das ohnehin von seinen tief greifenden Traditionen in vielen Bereichen lebt. Traditionell wird jetzt auch wieder die Verlobung zur beliebten Vorstufe zur Hochzeit. Auch wenn hierzulande eine Verlobung längst nicht den rechtlichen Stellenwert einer Ehe hat, liegt das vorgezogene Eheversprechen als romantischer Höhepunkt einer Liebe wieder voll im Trend.

Diese Beobachtung machen nicht nur aufmerksame Zeitgenossen, sondern vor allem auch die Juweliere. Die Abverkäufe im Segment Verlobungsringe befinden sich anhaltend im Aufwind. Dabei steigen gleichzeitig die Ansprüche der Frauen, die sich nicht mehr so leicht mit billigen Verlobungsringen abspeisen lassen.

Eheversprechen und Zeichen der Liebe

Während die Verlobung selbst aus der angelsächsischen Tradition heraus das offizielle Eheversprechen eines Paares darstellt, gilt der Verlobungsring vor allem als ein äusseres Zeichen der Liebe. Dabei haben es Männer meist nicht ganz leicht. Wann ist der richtige Moment, das Ja-Wort der Angebeteten zu erbitten, welcher Ring ist wohl der richtige und vor allem, was darf der Ring kosten?

Wahrhaft Verliebte sind sich einig darüber, dass auch der teuerste Verlobungsring den Wert echter Liebe nicht aufwiegen kann. Ebenso einig sind sie sich aber auch darüber, dass der Verlobungsring auch preislich irgendwo seine Grenzen hat. Diese Grenzen liegen offenbar dort, wo die Relation zwischen Einkommen und Wert des Verlobungsringes nicht mehr zusammenpassen.

Dennoch zeigt sich die Schmuckbranche auch von solchen „Berechnungen“ wenig beeindruckt. Mindestens ein Karat Diamantgewicht sollte ein vernünftiger Verlobungsring schon auf die Waage bringen. Da sind sich die Verkäufer einig. Für viele verlobungswillige Herren stellt eine solche Massgabe allerdings schon eine echte Herausforderung dar. Gerade dann, wenn das Einkommen nicht für die teuren Geschenke reicht und keine grossartigen Ersparnisse vorhanden sind, kann der Kauf eines Verlobungsringes für die geliebte Frau schon zur wahren Hürde werden.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]

Verlobungsring als Statussymbol. (Bild: Brostock / Shutterstock.com)

Verlobungsring als Statussymbol. (Bild: Brostock / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Verlobungsring als Statussymbol

Zu beobachten ist, dass der Verlobungsring mit den teuren glitzernden Steinchen zunehmend zum Statussymbol wird. Gern den Freundinnen vorgezeigt, spricht der teure Ring vermeintlich für den Wert der angestrebten Verbindung und ist für viele Frauen mehr als nur ein einfaches Schmuckstück. Je aufwendiger und wertiger ein solcher Ring erscheint, desto ehrlicher und tiefer scheint die Beziehung zu sein.

Dass dem nicht immer so ist, zeigt allerdings auch die Scheidungsquote. Ob mit oder ohne teuren Verlobungsring die Ehe angebahnt wird, scheint zumindest keine erhebliche Rolle zu spielen. Ein Trost für die Schenker ist es allerdings, dass ein Verlobungsring im Gegensatz zum Ehering auf Verlangen wieder herausgegeben werden muss. Dann kann das teure Stück wieder versetzt oder gar der nächsten Geliebten weitergereicht werden.

Der Status, der mit einem teuren Verlobungsring verbunden wird, ist also nicht immer von ewig währender Dauer. Allerdings zeigt sich der traditionsbewusste Schweizer gern auch in Sachen Eheanbahnung spendabel und generös. Sprich, dem Schweizer ist die Verlobung als Vorstufe zur Ehe schon etwas wert. Diese Wertigkeit zeigt sich auch darin, dass zunehmend mehr Schweizer und Schweizerinnen das Verlöbnis sehr ernst nehmen und darin gewissermassen eine Probezeit für die angestrebte dauerhafte Partnerschaft sehen.

Kann die Frau mit einem Ring aufgewogen werden?

Kritiker betrachten die Tendenz zu immer teurer werdenden Verlobungsringen auch mit gemischten Gefühlen. Es hat etwas von einem Handel, wenn Frauen mit teuren Geschenken umworben und letztlich auch gebunden werden sollen. In die Reihe solcher Geschenke wird auch der Verlobungsring eingegliedert. Der symbolische Ring verliert mit zunehmendem Preis seine Bedeutung als verbindendes Element und verkommt zum Tauschwert gegen Liebe. Ob sich damit der Wert von Frauen und Beziehungen einordnen lässt, bleibt für die Kritiker zweifelhaft.

Frauen lassen sich nicht in Schmuck bewerten, und Liebe schon gar nicht. Deshalb gibt es auch genügend Männer und Frauen, die ihrer Zuneigung und Liebe gern auch mit preiswerteren Modellen eine äusserliche Sichtbarkeit verleihen. Dabei geht es weder um Sparsamkeit noch um Geiz. Im Mittelpunkt steht hier das Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung, die sich nicht in Diamanten und Brillanten ausdrücken lässt.

Vor der Hochzeit die Verlobung

In vielen Schweizer Beziehungen gehört die Verlobung vor der eigentlichen Eheschliessung mittlerweile zum Standard. Das Eheversprechen wird nicht selten im ganz kleinen Kreis gegeben und auch entsprechend romantisch gestaltet. Zum Dinner im Mondenschein, beim klassischen Candle-Light-Dinner oder zu vielen anderen romantischen Gelegenheiten wird das Ja-Wort erbeten und mit einem Verlobungsring gekrönt. Dann ist es meist auch nicht mehr weit bis zur Hochzeit.

Und auch hier spielt der Ring wieder eine wichtige Rolle. Der sollte dann allerdings nicht billiger ausfallen als der Verlobungsring. Auch aus dieser Sicht lohnt sich bei den zunehmend teurer werdenden Verlobungsringen vielleicht doch ein wenig mehr Zurückhaltung, zumindest was den Preis der kleinen Schmuckstücke angeht.

 

Oberstes Bild: © Syda Productions – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.

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