Übergewicht bei Kindern: So wirken Sie dem Problem entgegen

14.07.2014 |  Von  |  Gesundheit
Übergewicht bei Kindern: So wirken Sie dem Problem entgegen
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Übergewicht ist bereits bei Kindern ein weitverbreitetes Problem. Der Grundstein wird vielfach in den ersten Lebensjahren gelegt, hier kann durch geeignete Massnahmen rechtzeitig gegengesteuert werden. Aber auch wer als Kleinkind schlank ist, kann später an Gewicht zunehmen. Um Übergewicht zu verhindern, muss immer das Alter des Kindes beachtet werden, dann können Sie Ihrem Kind den Weg zu einer gesunden Ernährung aufzeigen.

Ernährungsexperten bestätigen, dass sich in den ersten Lebensjahren der Geschmackssinn ausprägt. Die Nahrungsmittel, welche die Kinder in diesem Zeitraum kennen und lieben lernen, werden ihnen auch später mit einer hohen Wahrscheinlichkeit schmecken. Die Geschmacksnerven kleiner Kinder sind um ein vielfaches sensibler als die Sinneszellen von Erwachsenen. Daher müssen Speisen für Kleinkinder nicht gezuckert oder gesalzen werden. Durch die geschmacksverstärkenden Stoffe findet eine Gewöhnung statt und es wird auch später nur intensiv schmeckendes Essen verlangt werden.

Wichtig ist, natürliche Lebensmittel zu verwenden. Wenn die Eltern beispielsweise die Babynahrung selbst zubereiten, dann sollten sie hierfür Obst, Gemüse und andere Grundnahrungsmittel verwenden. Auf Zucker und Gewürze wird vollständig verzichtet. Die Kinder müssen einen Sinn für natürliche Geschmacksrichtungen erlangen und auch später diese Nahrungsmittel bevorzugen. Wer in jungen Jahren bereits auf extrem süsse Speisen trainiert wird, der benötigt auch später intensiv schmeckende Speisen wie Süssigkeiten oder frittierte Lebensmittel.

Obst, Gemüse und Kartoffeln werden von Kleinkindern gerne gegessen, jedes Kind hat allerdings seinen eigenen Geschmack. Diesen sollten die Eltern unterstützen und herausfinden, welche Speisen das Kind bevorzugt. Saucen und Gewürze werden vollständig vermieden.

Sind die Kinder etwas grösser, dann kann auch gelegentlich etwas Süsses gegessen werden. Wichtig ist, klare Regeln aufzustellen. Empfohlen wird, die Menge an täglichen Süssigkeiten von der Körpergrösse abhängig zu machen. Eine gängige Meinung ist, dass sich jedes Kind pro Tag eine Menge an Süssigkeiten aussuchen darf, welche seiner Handfläche entspricht. Diese Lebensmittel sollten etwas Besonderes sein, das Kind darf sich auch gerne seine Tagesportion für das Wochenende aufheben. So wird ein bewusster Umgang mit dem Thema Ernährung erzeugt und Süssigkeiten werden nicht selbstverständlich.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_video link=“https://www.youtube.com/watch?v=dMDDDhyScB4″][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Neben der Ernährung ist auch die Bewegung ein wichtiger Punkt. Die Eltern sollten den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder unterstützen und viele Aktivitäten unternehmen. Wer sich häufig an der frischen Luft aufhält, der sitzt weniger vor dem Fernsehen oder dem Computer. Sehr schön sind gemeinsame Ausflüge mit den Eltern oder auch das Spielen mit Freunden. Durch eine aktive Lebensweise wird Übergewicht unwahrscheinlicher und die Kinder können sich auspowern.

Ein Sportverein hilft dabei, regelmässig einer Aktivität nachzugehen. Es wird in der Gruppe trainiert und die Kinder sind dabei sehr motiviert. Die Eltern müssen herausfinden, welche Sportart dem Kind am meisten Freude bereitet, dann haben diese viel Freude und werden dem neuen Hobby für einen langen Zeitraum nachgehen.

Ein wichtiger Punkt bei der Ernährung ist die Vorbildrolle der Eltern. Sind diese übergewichtig, dann haben die Kinder eine höhere Wahrscheinlichkeit, ebenfalls diese Tendenz zu entwickeln. Es kann auch gemeinsam mit dem Kind abgenommen werden, so ist die komplette Familie involviert. Sei es eine Kanutour oder ein Ausflug auf den Fussballplatz, Sport kann viel Spass machen und gemeinsam ist der Erfolg gewiss.

Spätestens in der Schule sind die Kinder dem Einfluss ihrer Schulkameraden ausgesetzt. Jetzt müssen die Eltern konsequent sein und die gesunde Ernährung weiter beibehalten. Je besser die Kinder auf natürliche Lebensmittel eingestimmt sind, desto wahrscheinlicher werden sie diese bevorzugen.

Die Eltern sollten am Morgen auf ein ausgewogenes Frühstück achten. Wer hier zu wenig isst, der wird später Hunger bekommen und sich in der Kantine eine meist ungesunde Kleinigkeit kaufen. Gleichzeitig stellt der Körper seinen Energieverbrauch neu ein und senkt die Leistung ab. Die Kinder werden unkonzentriert und haben einen reduzierten Energieumsatz. Werden nun Süssigkeiten gegessen, wandeln sie sich sofort in Fettpolster um.

Mediziner haben festgestellt, dass es grosse Auswirkungen haben kann, das Frühstück auszulassen. Bis zu 30 % weniger umgesetzte Energie können die Folge sein, was zu einer Anlagerung im Körper führt. Daher sollte gerade die erste Mahlzeit des Tages gesund und doch reichhaltig ausfallen. Wichtig ist eine ausreichende Sättigung.

Trotz aller guten Vorsätze kann sich das Essverhalten der Kinder immer ändern und diese möchten keine gesunden Lebensmittel mehr zu sich nehmen. Hier ist die richtige Verhaltensweise wichtig, Zwang führt nicht zum Ziel und darf nicht eingesetzt werden. Durch das gemeinsame Kochen mit den Eltern erhalten die Kinder hingegen einen Bezug zur Ernährung und lernen die Zutaten spielerisch kennen. Wenn sie das Gemüse selbst angerichtet haben, dann werden sie davon auch kosten und sich für das Thema Ernährung mehr interessieren.

Gemüse und Obst begeistern nicht nur wegen des Geschmackes, sondern auch wegen der Farbe. Sei es eine leuchtend rote Tomate oder eine kräftig grüne Gurke, Kinder mögen bunte Speisen. Dies sollte von den Eltern ausgenutzt werden und sie sollten auf die Optik des Essens achten. Zusammenstellungen aus Gemüse verschiedener Farben, angerichtet auf einem weissen Teller, sieht nicht nur gut aus, sondern animiert auch zum Kosten.

 

Oberstes Bild: © bikeriderlondon – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]


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