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Rückblick: Drei Jahre nach Abschaffung der Glühbirne

30.08.2014 |  Von  |  Gesundheit, Konsum

[vc_row][vc_column width=”1/1″][vc_column_text]Licht ist einer der wichtigsten Bestandteile für das Wohlbefinden des Menschen. So spielt nicht nur die Helligkeit der Umgebung eine Rolle, sondern auch die Farbtemperatur des Lichts. Diese ist entscheidend, um einen Raum wärmer oder kälter wirken zu lassen. Gerade die üblichen Energiesparlampen, die seit der Richtlinie der Europäischen Union vorgeschrieben sind, lassen viele Räume nicht nur zu dunkel, sondern eben auch grau und ungemütlich erscheinen.

Das Verbot der traditionsreichen Glühbirne und die Verwendung der Sparbirnen werden noch immer sehr kontrovers diskutiert – besonders der von Medien und Medizinern angeführte gesundheitsgefährdende Aspekt dieser Lampen regt viele Menschen zum Nachdenken über diese Thematik an. Drei Jahre nach der Umstellung stellen sich nun die Fragen: Welche Entwicklungen hat es in der Zwischenzeit gegeben, welche Erkenntnisse liegen mittlerweile über die Schädlichkeit vor und gibt es nennenswerte Alternativen, die sich durchsetzen konnten?

Gesundheitsgefährdende Eigenschaften

Nach mehreren Jahren sollten sich die Europäer wohl eigentlich an die Verwendung der Sparlampen gewöhnt haben. Tendenziell ist sogar das Gegenteil der Fall: Über die Gefahren aufklärende Filme wie „Bulb Fiction“ sind nur die Spitze des Eisbergs der negativen Kritik und den verursachten Schlagzeilen, welche die Gesundheitsschädlichkeit mit immer neueren Nachweisen anführen. In dem Dokumentarfilm wird unter anderem aufgeführt, wie sich die gefährlichen Quecksilberdämpfe im Gehirn absetzen, nachdem eine Lampe zerbricht und die Dämpfe eingeatmet werden.

Tipp: Bei einem Bruch der Lampe ist ein Entfernen des Glases, Durchlüften und Verlassen des Raumes sinnvoll. Die zerbrochene Birne sollte dabei mit Handschuhen in eine Tüte gefüllt, mit einem Knoten möglichst luftdicht verschlossen und im Sonderabfall entsorgt werden. Die entsprechenden Entsorgungshinweise finden sich in der Regel auf den Verpackungen. Ausserdem empfiehlt sich das Wischen des Bodens an der betreffenden Stelle. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn die Betroffenen den Dämpfen länger ausgesetzt waren, auch wenn die Aussetzung über mehrere Minuten – bei sofortigem Lüften – üblicherweise noch keine Vergiftung bewirkt. Ausführliche Sicherheitshinweise für die Entsorgung und gesundheitliche Gefahren bietet das Bundesamt für Gesundheit auf deren Webseite.


LED-Leuchtmittel gelten als umweltfreundliche und unbedenkliche Alternative zu Quecksilberlampen. (Bild: © Coprid - Fotolia.com)

LED-Leuchtmittel gelten als umweltfreundliche und unbedenkliche Alternative zu Quecksilberlampen. (Bild: © Coprid – Fotolia.com)


Demgegenüber steht ein gewisser Anteil an Befürwortern, die die ausgehenden Gefahren der Energiesparlampen als geringer einschätzen, als es die Medien dem Volk klar machen möchten. Die meisten Menschen bemängeln neben den vergleichsweise hohen Preisen vor allem die unangenehme Lichtfarbe. Ein durch die Farbtemperatur kalt wirkender Lebensraum kann unter Umständen selbst in warmen Farben gestrichenen Räumen eine unwohnliche Atmosphäre erschaffen und die Wandfarben blass wirken lassen. Damit ist die Lichtfarbe der häufigste Grund dafür, dass die Endverbraucher zum Teil immer noch auf ihre Glühbirnen-Restbestände aus Hamsterkäufen vor dem Verbot zurückgreifen. Im Vergleich zu anderen Glühbirnen-Alternativen stimmen eine zu geringe Lebensdauer und ein zu hoher Energieverbrauch – beispielsweise im Vergleich zur LED-Technologie – die Verbraucher ungnädig.

Immerhin ist auch die Umweltbelastung aus dem beinhalteten Quecksilber ein regelmässiger Kritikpunkt an den Energiesparlampen, da eine ordnungsgemässe Entsorgung selbst im besten Fall nicht gewährleistet wird. Diese werden regelmässig wie Atommüll in Tonnen gefüllt und in leeren Bergwerkstollen gelagert.

Nicht zuletzt wird von den Verbrauchern auch die oftmals wesentlich schlechtere Raumausleuchtung bemängelt, die zusätzlich eine entsprechend lange Anlaufzeit besitzt – Immerhin sei selbst bei der angeblich veralteten Glühbirne eine sofortige Leistung auf Knopfdruck und ohne Wartezeit verfügbar gewesen.

Was gibt es sonst und wie haben sich die Energiesparlampen entwickelt?

Eine mögliche Alternative sind beispielsweise die LED-Lampen, die zwar zum Teil deutlich mehr kosten können, jedoch eine wesentlich höhere Helligkeit besitzen, ein wärmeres Licht erzeugen und mit über 20.000 Betriebsstunden sogar erheblich langlebiger als das Spar-Leuchtmittel sind. Die Qualität und vor allem die Beleuchtungsstärke sind jedoch stark abhängig von Hersteller und Preislage. Zu den bekanntesten Varianten dürften die LED-Lampen vom Weltmarktführer Philips zählen, der verschiedene Formen wie die typische Glühbirne oder Kerze sowie Modelle mit Tropfen- oder der moderneren Globe-Form anbietet. Für den Ersatz von Halogenstrahlern sind sogenannte Reflektor-Varianten geeignet. Viele Lampen gibt es als farbige oder farbwechselnde Ausführung, mit denen gezielte Akzente in der Wohnung gesetzt werden können.



Eine weitere Alternative sind die verbesserten Energiesparlampen, die statt reinem Quecksilber eine Amalgam-Legierung verwenden. Diese reduzieren die Menge der bei einem Bruch austretenden Dämpfe und den insgesamt enthaltenen Quecksilberanteil der Birne und machen die Lichtstärke unabhängiger von der Temperatur. Deutlich bruchsicherer sind dabei Ausführungen mit zusätzlichem Gehäuse – besonders, wenn dieses eine Silikonbeschichtung besitzt.

Fazit

Der schweizerische Durchschnittsbürger hat auch nach drei Jahren noch eine meist deutliche Aversion gegen die üblichen Energiesparlampen und greift daher oftmals auf seine Glühbirnen-Restbestände zurück. Wer keine mehr davon besitzt, kann jedoch auch LED-Lampen wählen, die zwar deutlich höhere Anschaffungskosten bedeuten, aber als Investition zu betrachten sind, die sich aufgrund der höheren Stromersparnis, der längeren Haltbarkeit und nicht zuletzt der positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden auf Dauer auszahlen können.

 

Oberstes Bild: © chones – Fotolia.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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