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Gefährdet die iWatch die Schweizer Wirtschaft?

09.09.2014 |  Von  |  Allgemein

Apple macht Ernst: Die iWatch soll nach Aussagen des hauseigenen Chefdesigners Jonathan Ive dafür sorgen, dass die Schweiz als Uhrennation dieser Welt in Bedrängnis geraten könnte.

Erwartet wird die Vorstellung der Uhr – und nebenbei auch eine eventuelle Bekanntgabe des Nachfolgers des iPhone 5S in grösseren und kleineren Varianten – für den 9. September. Für die Wirtschaft in der Schweiz sollte das jedoch keine grösseren Konsequenzen haben, denn hierzulande gilt nur die iWatch als eventuelles Problem, welches insbesondere Swatch betreffen könnte.

Angriff auf das niedrige Preissegment

Zwar ist Apple eher für hochpreisige Produkte bekannt, doch auch der Konzern aus Cupertino wird keine Uhr für beispielsweise 700 US-Dollar im Heimatmarkt der USA veröffentlichen. Daher wird der Kampf um den begehrten Platz am Arm der Kunden vor allem im Bereich zwischen 200 und 400 US-Dollar stattfinden, vermuten Experten. Genau dieses Segment bedient auch der weltgrösste Uhrenhersteller Swatch – aber Apples Uhr ist schliesslich mehr als nur das, nämlich gleichzeitig eine Erweiterung des Smartphones. Ob ein altmodisches Chronometer im Zeitalter des bald vielleicht weltweiten Internets da mithalten kann?

Jonathan Ive sagt: nein. Von der New York Times wird er zitiert mit dem Satz: „Die Schweiz steckt in Schwierigkeiten.“ Das bekannteste Uhrenland der Welt würde in eine erhebliche Zwickmühle geraten, falls Apples Uhr wie geplant auf den Markt kommen würde. Wohlgemerkt bezieht sich Ive dabei aber vor allem auf das Design: Im Gespräch sind dabei unter anderem Uhren, die faltbare Displays besitzen und daher äusserst flexibel sind. Dass man Ive Glauben schenken sollte, beweist die Vergangenheit, denn mit Produkten wie dem iPad, iPhone & Co. hat er bereits eine grosse Anzahl moderner Klassiker im Portfolio.

Entwarnung durch Swatch

Nick Hayek von Swatch zeigt sich entspannt. Seiner Meinung nach sei ebenfalls das Design entscheidend, denn eine Uhr sei – ähnlich wie ein paar Schuhe für die Frau – immer auch ein Schmuckstück und nicht nur ein praktisches Mittel für die Zeiterfassung. Von Smartwatches hält Hayek bislang übrigens nichts, was sich wahrscheinlich ändern wird, sobald Swatch selbst ein entsprechendes Produkt zeigen kann.

 

Oberstes Bild: © Artem Kovalenco – Shutterstock.com