Das Smartphone soll zum Bezahlmittel der Zukunft werden

07.10.2014 |  Von  |  Konsum
Das Smartphone soll zum Bezahlmittel der Zukunft werden
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Kontaktloses Bezahlen wird bei Schweizerinnen und Schweizern immer beliebter. Einfach kurz die Kreditkarte an das Zahlungsterminal halten und der entsprechende Betrag wird vom Konto abgebucht – bei einer Summe unter 40 Franken entfällt sogar die Eingabe des PIN-Codes. Jetzt soll sich auch das Bezahlen per Smartphone durchsetzen.

3 bis 6 % aller Kartenzahlungen würden bereits kontaktlos ausgeführt, erklärte Rolf Fäh von der Kreditherausgeberin Aduno kürzlich vor den Medien in Zürich. Dabei würden nicht mehr nur Technikbegeisterte diese neue Zahlungsmöglichkeit nutzen. Alleine die Fast-Food-Kette McDonald’s komme mittlerweile auf bis zu 20’000 kontaktlose Transaktionen pro Monat, sagte Fäh.

Durch die Einführung neuer Zahlterminals bei Coop und Migros im vorigen Jahr hat das kontaktlose Zahlen zudem einen deutlichen Schub erfahren. Laut Benedikt Zumsteg vom Migros Genossenschaftsbund (MGB) würden bei der Migros sogar bereits rund 20 % aller Kartenzahlungen kontaktlos durchgeführt.

Bezahlen mit dem Smartphone

Im Vergleich dazu steckt das digitale Portemonnaie noch in den Kinderschuhen. Seit Juli kann in der Schweiz das neue System der drei grossen Mobilfunkanbieter Sunrise, Swisscom und Orange mit dem Namen Tapit genutzt werden. Das System ermöglicht Swisscom-Kunden das bargeldlose Bezahlen, indem sie einfach ihr Smartphone auf das Terminal halten. Bis Ende des Jahres soll dies auch für die Kunden von Orange und Sunrise möglich sein. Die Postfinance beteiligt sich dagegen nicht am Tapit-System, da sie in Zukunft eine eigene Lösung entwickeln wolle, erklärte Postfinance-Chef Hansrudi Köng kürzlich in einem Zeitungsinterview.

Apple bringt eigenes System auf den Markt

Viele iPhone-Besitzer können allerdings nicht von dem neuen Tapit-Dienst profitieren, da erst das neue iPhone 6 mit der NFC-Kurzfunktechnologie ausgerüstet ist, welche das kontaktlose Zahlen möglich macht. Dadurch, dass Apple endlich auf die NFC-Technologie setzt, erhofft sich Swisscom-Sprecher Carsten Roetz eine stärkere Verbreitung des Tapit-Systems. Bisher gibt es in der Schweiz rund eine Million Smartphones, die NFC unterstützen. Das neue iPhone dürfte diese Zahl deutlich in die Höhe treiben.

Für Konkurrenz dürfte aber auch Apples eigenes Bezahlsystem Apple Pay sorgen. In den USA wurde es bereits bei McDonald’s installiert. Thomas Truttmann von McDonald’s Schweiz sagt dazu, dass man auch hierzulande Apple Pay einführen werde, wenn die Kunden das wünschen.

Bei der Migros zeigt man sich dagegen zurückhaltender. Zumsteg erklärt, dass er nicht davon ausgehe, dass Apple Pay sich sehr schnell in der Schweiz verbreiten werde.

 

Oberstes Bild: © Tyler Olson – Shutterstock.com

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