Internetsucht und ihre Begleiterkrankungen

10.10.2014 |  Von  |  Gesellschaft
Internetsucht und ihre Begleiterkrankungen
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[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auch wenn die Mehrheit der Erwachsenen und Jugendlichen nicht internetsüchtig ist, gibt es sie doch: die Sucht nach dem Aufenthalt im Netz.

An der Universität im deutschen Bochum hat man nun herausgefunden, dass die Internetsucht allerdings selten allein kommt und Verhaltensauffälligkeiten daher schon sehr viel früher zu beobachten sind. Wer Personen kennt, die zumindest Symptome einer Sucht nach dem Internet zeigen, sollte also vielleicht noch tiefer graben – und am besten professionelle Hilfe aufsuchen, wie dieser Artikel zeigt.

Duales Krankheitsbild

Bei der Studie, die von Bert te Wildt geführt wurde, zeigte sich im Vergleich zu anderen Suchterkrankungen – wie etwa Alkoholsucht oder Verlangen nach chemischen Drogen – eine aussergewöhnlich hohe sogenannte Komorbidität. Jeder einzelne Studienteilnehmer wies dabei auch andere Erkrankungen auf, die Internetsucht für sich allein gibt es in freier Wildbahn praktisch gar nicht. Allerdings sind sich die Forscher der Klinik für psychosomatische Medizin nicht sicher, ob es dabei einen „Ersttäter“ geben muss: Weder die Internetsucht als solche noch die jeweilige Begleiterscheinung müssen zwangsläufig zuerst auftreten – denn stattdessen bedingen sich die beiden Krankheiten meist gegenseitig.

„Du sitzt so lange vor dem Computer, kein Wunder, dass du Depressionen hast!“ Das wäre also eine falsche Aussage, denn Depressionen – wie in diesem Beispiel – gehen mit der Internetsucht häufig einher, aber sie lösen sie nicht aus. Umgekehrt gilt die gleiche Regel. Betroffen von dieser Sucht sind am häufigsten übrigens Personen, welche Online-Glücksspiel als Ersatz für das Spiel im echten Leben suchen. Weiterhin geht man davon aus, dass etwa 0,5 bis 1 % der Bevölkerung regelrecht süchtig nach dem Internet ist – in praktisch allen westlichen Ländern. Wie gross die Dunkelziffer ist, kann allerdings kaum gesagt werden, da die meisten Betroffenen entweder nichts von ihrer Krankheit merken oder sie ignorieren (und diese Personen fallen dann natürlich aus der Statistik).[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_video link=“https://www.youtube.com/watch?v=_dcsyIXdfyQ“][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Häufige Begleiterscheinungen

Im Alter zwischen 14 und 64 Jahren sind es insbesondere Depressionen, diverse Angsterkrankungen und auch ADHS, welche besonders häufig als Teil der Internetsucht auftreten. Tun Sie also bitte gerade Freunden und Bekannten den Gefallen und sprechen Sie sie auf übermässigen „Internetkonsum“ an – denn vielleicht verbirgt sich dahinter sehr viel mehr als nur ein wenig Browsen im Netz.

 

Oberstes Bild: © icsnaps – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]


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