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Wenger hat ausgedient – Schweizer Messer nur noch von Victorinox

23.10.2014 |  Von  |  Allgemein

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Schweizer Taschenmesser sind in der ganzen Welt zu Hause. Das kleine rote Taschenmesser mit dem weissen Kreuz auf der Griffhülle ist ein Klassiker und inzwischen sogar in den Hosentaschen von Jungen und Mädchen ab dem Grundschulalter zu finden.

Für Kinder gibt es die verkleinerte Form des Messers in verschiedenen Farben, als Miniaturversion am Schlüsselband. Ob Taschenmesser in Kinderhände gehören, soll hier nicht erörtert werden, vielmehr möchten wir Ihnen einige Informationen über das wohl bekannteste Schweizer Produkt geben, das gleichberechtigt neben den Schweizer Uhren auf der Beliebtheitsskala ganz oben angesiedelt ist. Mit dem Unterschied, dass sich nicht jeder Weltenbürger eine echte Schweizer Uhr leisten kann, ein Schweizer Taschenmesser hingegen schon die meisten.

Die Entwicklungsgeschichte des Schweizer Sackmessers

Die Bezeichnung Sackmesser kommt von seinem Aufbewahrungsort, dem Hosensack, wie hier die Hosentaschen genannt werden. Ursprünglich wurde das Schweizer Messer mit den vielen Funktionen zum Ende des 19. Jahrhunderts speziell für die Armee entwickelt, damit die Soldaten im Feld ein kompaktes und leichtes Werkzeug für die verschiedenen Tätigkeiten zur Verfügung hatten. Deshalb ist das Schweizer Taschenmesser bis heute als Outdoor-Werkzeug bei allen Personen beliebt, die im Freien tätig sind – ob im Beruf oder in der Freizeit.

Ursprünglich wurde das Schweizer Original in verschiedenen Ausführungen von zwei Schweizer Firmen hergestellt: Victorinox aus dem Kanton Schwyz und Wenger aus dem Kanton Jura. 2005 geriet Wenger in finanzielle Schwierigkeiten und wurde von seinem Konkurrenten Victorinox aufgekauft – um zu verhindern, dass die Produktion der schweizerischen Traditionsmesser von Fremdinvestoren ins Ausland verlagert wird. Bis 2013 wurden die Wenger-Messer als eigenständige Marke geführt. Das ist nun zwar Geschichte. Doch der Ruf des Schweizer Taschenmessers konnte bewahrt werden.

Schweizer Taschenmesser im Fokus der Humoristen?

Je nach Ausführung und Funktion ist das kleine Multifunktionswerkzeug bereits ab 20 Schweizer Franken erhältlich. Normalerweise befinden sich neben einer oder zwei Klingen noch Schere, Dosenöffner, Pinzette, Feile und viele weitere Funktionen im Innern der Kunststoffhülle. Spezialmesser und Sondereditionen verfügen über unzählige Anwendungsmöglichkeiten und haben teilweise saftige Preise, die jedoch nicht wirklich ernst genommen werden dürfen, wenn man die Rezensionen verfolgt. Ist das Schweizer Taschenmesser etwa ein Spassprodukt geworden? Keineswegs.[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=SYyS2KNse70″][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]Doch vor allem die Wenger-Offiziersmesser haben ein unterhaltsames Phänomen hervorgerufen. Konsumenten und Liebhaber der Schweizer Messer übertreffen sich bis heute mit überspitzten, satirischen Produktbewertungen im Internet, bei denen nicht der Nutzwert, sondern der Lesegenuss im Vordergrund steht. Bei Amazon überbieten sich die Rezensenten, wenn es um das “Schweizer Offiziersmesser Giant” geht. Der Klassiker beinhaltet 87 verschiedene Werkzeuge, wiegt 1,4 Kilogramm und ist 25 Zentimeter breit. Dieses Messer passt in keine Hosentasche!

 

Oberstes Bild: © Tmedia – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]