Surfen auf der perfekten Welle – Internetbrowser im Wettbewerb

10.11.2014 |  Von  |  Neue Medien
Surfen auf der perfekten Welle - Internetbrowser im Wettbewerb
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[vc_row][vc_column][vc_column_text]Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer und Co. – viele Browser bieten einen einfachen und schnellen Zugang zum Internet. Ein genauer Blick auf die Unterschiede lohnt sich – denn der Teufel steckt im Detail.

Erinnern Sie sich noch an den Netscape Navigator? Dieser Browser-Klassiker verschwand vor allem durch die Zwangsbeglückung aller Windows-Nutzer mit dem Internet Explorer. Seit dem Jahr 2009 muss Microsoft bei der Ersteinrichtung des Computers eine freie Wahl des Browsers ermöglichen – eine Initialzündung für die ehrgeizigen Mitbewerber. Inzwischen hat die Konkurrenz den einstigen Branchenprimus überflügelt.

Auch wenn wir es im deutschsprachigen Raum noch nicht bemerkt haben: Der vergleichsweise junge Google Chrome hat mittlerweile weltweit die Marktführerschaft inne. Noch zahlreiche andere Konkurrenten tummeln sich auf dem Markt. Für die Entwickler sind nämlich anwenderfreundliche und schnelle Browser absolute Prestigeprojekte.

Faktor Geschwindigkeit

Allgemein betrachtet ist die grundlegende Bedienung der Browser ziemlich ähnlich, die Unterschiede beschränken sich hauptsächlich auf die Grafik. Die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus ist relativ – sie wird nämlich stark von der Qualität der Internetverbindung beeinflusst. Wer trotzdem darauf Wert legt, wird mit Chrome oder Opera sehr zufrieden sein. Eher langsam ist BitBox. Dafür empfiehlt sich dieser Browser durch eine erhöhte Sicherheit.

Faktor Sicherheit

Basis-Sicherheitsfunktionen finden sich bis zu einem gewissen Umfang bei allen Browsern. Das Erkennen und Blocken von Pishing-Seiten sowie mit Malware verseuchter Websites sollte Standard sein. Opera, Firefox, Chrome und Safari bestechen dabei besonders, der Internet Explorer hat beim URL-Blocking gewisse Schwierigkeiten. Bei Maxthon und Iron fehlen hingegen diese Funktionen überhaupt. Trotzdem gilt: Absolute Voraussetzung für ein sicheres Internet sind immer noch Virenschutz und Firewall – Sicherheitsvorkehrungen im Browser ergänzen diese Features lediglich.

So bedeuten weder die integrierte „Privat“-Funktion noch die Nutzung von sogenannten Add-ons und Werbeblockern, dass man im Internet anonym unterwegs ist. Dadurch werden nämlich nur die Spuren auf dem eigenen Computer gelöscht. Experten raten ausserdem dringend dazu, Formulardaten und Passwörter keinesfalls im Browser zu speichern. Gerade bei mobilen Geräten, auf die andere Personen leicht Zugriff haben, sollte man besonders vorsichtig sein.
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Viele Browser bieten einen einfachen und schnellen Zugang zum Internet. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

Viele Browser bieten einen einfachen und schnellen Zugang zum Internet. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Faktor Komfort

Völlig unterschiedlich in der Handhabung sind Features zum Blockieren von Pop-up-Fenstern sowie die Cookieverwaltung, womit gezielt Cookies zugelassen oder gelöscht werden können. Auch die „Do Not Track“-Funktion, die Installation von Add-ons sowie das Handling von Standortabfragen werden spezifisch gelöst. Sie sind entweder voreingestellt oder können manuell aktiviert werden.

Komfortabel ist der automatische Abgleich von Chronik/Verlauf und Lesezeichen/Favoriten zwischen mobilen Geräten oder mehreren Computern über das Netz. Das funktioniert aber nur, wenn ein Benutzerkonto eingerichtet wird. Maxthon, Chrome und Safari – zumindest Apple-intern – überzeugen damit besonders. Beim Internet Explorer ist der Abgleich bei geöffneten Websites relativ instabil, während Opera diese Funktion erst gar nicht anbietet.

Sehr erfreulich ist, dass kaum ein Browser Daten, sei es vom Nutzer oder vom Gerät, unnötig an das eigene Unternehmen oder gar an Dritte übermittelt. Nur Opera und Maxthon für Mac OS versenden automatisch eine Gerätekennung, während Chrome solange zurückhaltend ist, bis man sich mit dem Google-Konto eingeloggt hat und mit den anderen Google-Diensten verbunden ist. Problematisch wird es, wenn diese Daten gemeinsam mit Informationen der anderen Usergewohnheiten verknüpft werden. Dann wäre es zu einem Profil für personalisierte Werbung nicht mehr weit.

Browser für Tablets und Smartphones

Auch im mobilen Bereich ist die Nachfrage nach Browsern aufgrund des Booms bei Tablets und Smartphones extrem angestiegen. Eigentlich sind sie mit Computerbrowsern nicht direkt vergleichbar – sie sind einerseits für Touchscreens optimiert und andererseits auf die mobilen Betriebssysteme abgestimmt. Android Chrome und iOS Safari sind üblicherweise bereits vorinstalliert. Während Safari nur in der Apple-Welt funktioniert, ist Chrome auf Computern und mobilen Geräten plattformübergreifend – auch auf Linux – einsetzbar. Die Bedienoberfläche bei diesem Browser ist auf allen Endgeräten ähnlich. Weiterer Vorteil von Chrome: Auch auf unterschiedlichen Betriebssystemen verfügt man über eine Synchronisationsmöglichkeit.

Viele Android-Nutzer schwören auch auf Opera. Dieser Browser synchronisiert zwar nicht, hat aber die Fähigkeit, die Dimension einer Website zu reduzieren. Dabei sinkt das benötigte Datenvolumen, was wiederum eine höhere Geschwindigkeit bewirkt. Der Nachteil: Der Anbieter liest mit, welche Internetadressen angesteuert werden. Firefox zählt ebenfalls zu den Favoriten für Android-User. Da es für iOS keinen Firefox-Browser gibt, kann plattformübergreifend nur mit den Apps iCab oder Mercury synchronisiert werden.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Wer hätte sich vor wenigen Jahren gedacht, dass einmal so viele Browser auf dem Markt sein werden? Wie in jeder Branche hat diese kreative Vielfalt höchst erfreuliche Auswirkungen für die Kunden. Die Programmierer wissen längst: Nur wer höchste Qualität gepaart mit absoluter Anwenderfreundlichkeit liefert, wird in der dynamischen Internetwelt überleben.

 

Oberstes Bild: © Alexander Supertramp – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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