Unterwegs auf Schweizer Nationalstrassen: Stau, soweit das Auge reicht

18.11.2014 |  Von  |  Gesellschaft
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Entnervte Autofahrer, Stop and go, Baustellen: Die Verkehrsbelastung nimmt weiter zu. 20’596 Staustunden gab es im Jahr 2013 auf den Schweizer Nationalstrassen, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mitteilt. In dieser Statistik sind nicht einmal diejenigen Strassen enthalten, die von den Kantonen selbst betrieben werden. 

Der Anteil an Nationalstrassen in der Schweiz beträgt zwar nur etwa 2,5 Prozent. Darauf spielen sich aber laut ASTRA rund 43 Prozent des gesamten Verkehrs ab.

In der Gesamtschweiz hat sich das Verkehrsaufkommen seit 1990 verdoppelt, was auch die Hauptursache der heutigen Probleme darstellt. Rund 5,7 Millionen Kraftfahrzeuge waren laut dem Bundesamt für Statistik Ende 2013 in der Schweiz registriert, im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 88’000. 

Spitzenreiter in Sachen Stau ist der Grossraum Zürich, wo es Tag für Tag zu grossen Behinderungen auf den Hauptverkehrsstrassen kommt. So passieren allein das Autobahndreieck Birrfeld auf der A1 täglich an die 135’00 Fahrzeuge.

Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: 2013 ging die Zahl an Verkehrstoten auf 269 Personen zurück. Damit starben erstmals seit den 1940er Jahren wieder deutlich unter 300 Menschen jährlich bei Unfällen im Strassenverkehr.

Getroffene und geplante Massnahmen

Zu den wesentlichen Schritten gehören die Sanierung und der Ausbau des Strassennetzes. Im Februar 2014 hat der Bundesrat eine „2. Programmbotschaft Engpassbeseitigung“ mit einem Investitionsumfang von rund einer Milliarde Franken verabschiedet. Die Mittel sind vor allem vorgesehen für Spurerweiterungen an den Engstellen Luterbach/Härkingen, Andelfingen/Winterthur sowie Genfer Flughafen/Le Vengeron.

Forschungen haben ausserdem ergeben, dass der Verkehr auf Autobahnen am besten fliessen kann, wenn alle Fahrzeuge eine gleichmässige Geschwindigkeit von etwa 85 Stundenkilometern einhalten. Bei Staugefahr wird daher die zulässige Höchstgeschwindigkeit zeitweise auf maximal 100 oder 80 Stundenkilometer beschränkt. Die Steuerungsanlagen an den Autobahnen sollen in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang ausgebaut und modernisiert werden.

Ein Pilotprojekt in Morges zur Freigabe der Pannenstreifen in Verkehrsspitzenzeiten zeigt ebenfalls gute Ergebnisse: Der Verkehrsfluss kam schnell wieder in Gang, als die Autofahrer den Streifen als zusätzliche Fahrbahn nutzen konnten. Dadurch verringerte sich gleichzeitig der Schadstoffausstoss um ein Fünftel und die Unfallrate ging um 15 Prozent zurück. Dank dieser positiven Bilanz sind in etlichen staugefährdeten Regionen solche Umnutzungen geplant, darunter Zürich, Genf, Basel, Aargau und Lausanne.

Darüber hinaus soll es bei Staugefahr und auf stark frequentierten Teilstrecken mehr Überholverbote für Lkws geben. Das ist sicherlich eine sinnvolle Maßnahme: Überholende Lkw-Fahrer zwingen schneller fahrende Fahrzeuge auf der linken Spur zum Abbremsen und versperren häufig anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht.

 

Oberstes Bild: © Bildagentur Zoonar GmbH – shutterstock.com

 

Quellen:

– Bundesamt für Strassen

– Bundesamt für Statistik


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