Freude oder Ärgernis – was Sie bei Blumen im Büro beachten sollten

24.11.2014 |  Von  |  Gesellschaft
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Vielleicht kennen Sie diese Situation – Sie wollen Ihr Büro schöner gestalten und haben einen Strauss frische Blumen oder eine schöne Zimmerpflanze ins Büro mitgebracht und auf der Fensterbank oder dem Schreibtisch abgestellt.

Statt Lob und Dankeschön bittet Sie allerdings ein Kollege nur, diese umgehend zu entfernen, weil er Allergiker ist oder Kopfschmerzen davon bekommt. Sie sind enttäuscht und überlegen sich, ob sich in dieser Ablehnung nicht auch versteckte Kritik an Ihrer kreativen Dekoration liegt. Oder ist der Kollege nur ein schlecht gelaunter Miesepeter?

Das muss nichts Böses bedeuten! Im Gegenteil, jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Pflanzen und Blumen, wie Wissenschaftler seit vielen Jahren beobachtet haben. Diese Reaktionen können recht extrem ausfallen, wenn Menschen auf manche Blumen und Düfte z.B. allergisch reagieren. Manche Aromen wie die von Rosen, Lilien und Hyazinthen lösen Migräneanfälle aus, oder starke Kopfschmerzen und Niesanfälle.

Blumen können Kopfschmerzen statt Freude hervorrufen

Als Ursache für diese starken Reaktionen wird von Forschern das limbische System vermutet, jenem Teil des Gehirns, das besonders stark auf Gerüche aller Art reagiert. Von dieser Stelle werden Signale in die Körperregionen gesendet, die unsere Emotionen hervorrufen und unsere Hormone produzieren. Auf diese Körperfunktionen haben Blumen und ihre schönen Düfte eine aussergewöhnliche Wirkung.

Dabei funktioniert dieser Mechanismus nach einem faszinierenden Prinzip. Bis zu 500 Moleküle existieren im Geruch einer Blüte, die die Nervenzellen hemmen und Botenstoffe ausschütten. Diese unterstützen die Produktion von Prostaglandin, einem Hormon, dass in der Nähe der Blutgefässe des Gehirns eine Entzündung hervorrufen kann. Diese empfinden wir als die bekannten Kopfschmerzen.

Neben Kopfweh können weitere Symptome einer solchen Migräneattacke sein:

  • Übelkeit und Unwohlsein
  • Nervosität und Gereiztheit
  • Empfindlichkeit gegen Licht und Geräusche
  • Nachlassende Konzentration bzw. schwindendes Aufnahmevermögen

Wenn Ihre Kollegen also beim Anblick Ihrer schönen Blumen von derartigen Beschwerden berichten, seien Sie nicht beleidigt, sondern lieber tolerant und nachsichtig und bringen Sie Ihre Pflanze schnell an einen anderen Platz – oder nehmen Sie sie wieder nach Hause mit.

Der menschliche Organismus reagiert oft allergisch auf bestimmte Düfte

Normalerweise beruhigt sich der menschliche Organismus schon nach kurzer Zeit wieder, nachdem die Blumen entfernt wurden. In einzelnen Fällen können die Kopfschmerzen oder andere Folgen etwas länger andauern – zumindest so lange, bis die kleinen Geruchsmoleküle endgültig aus dem Zimmer verschwunden sind und der Körper den Migräneanfall endgültig überwunden hat.

Das gleiche Prinzip trifft übrigens auch auf andere intensive Gerüche zu, z.B. auf duftende Kosmetik und Parfüms. Deshalb handeln Sie bei jeder Beschwerde von Anwesenden entsprechend nachsichtig und feinfühlig und vermeiden Sie künftig die Verwendung dieser Düfte – zum Wohlbefinden Ihrer Kollegen, Kunden und ständig anwesenden Personen.

 

Oberstes Bild: © terekhov igor – shutterstock.com

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