Smartwatches: Wer braucht sie?

27.11.2014 |  Von  |  Konsum
Smartwatches: Wer braucht sie?
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Wie findet man eine Zielgruppe für ein Produkt, von dem noch keiner weiss, dass er es benötigt? Die Hersteller von Smartwatches stehen vor einer grossen Herausforderung. Da ist es nicht gerade hilfreich, dass die Geräte noch nicht ausgereift sind.

Eigentlich sind wir selber schuld. Auf den Wunsch nach grösseren Smartphone-Displays antwortete die Industrie mit einer Art Fernbedienung, die an den Arm geschnallt wird. Informationen kann man damit schnell und komfortabel auf dem Handgelenk ablesen, ohne das Handy aus der Tasche holen zu müssen. Dieser Hauptvorteil ist auch schon die erste Einstiegshürde: Wem das Tragen einer Armbanduhr zuwider ist, der wird wohl auch keine Smartwatch kaufen.

Das nächste Problem ist die Klobigkeit. Je kleiner die Smartwatch, desto mühsamer sind das Lesen und die Handhabung des Displays. Andererseits braucht der Akku deutlich mehr Platz als bei einer Armbanduhr – das hat nicht nur Einfluss auf die Grösse, sondern auch auf die Dicke. Zarte Handgelenke lassen sich damit wohl nur bedingt zieren.

Wozu sollen Smartwatches dienen?

Es gibt bestimmt klügere Alternativen, als eine Smartwatch rein als Uhr zu nutzen. Das energiehungrige Display sorgt nämlich dafür, dass das Gerät alle zwei bis drei Tage aufgeladen werden muss. In Kombination mit dem Smartphone gibt es einige Features, die sinnvoll erscheinen. So kann man sich informieren lassen, wenn Nachrichten eintreffen, ohne das Phone zur Hand zu nehmen. Allerdings sollte man auf die Reichweite achten – die Bluetooth-Verbindung reisst bei den meisten Modellen bei mehr als zehn Metern ab. Ausserdem muss man sich gut darüber informieren, ob die Smartwatch mit dem Handy beziehungsweise dessen Betriebssystem harmoniert.

Fazit

Es ist wahrlich nicht einfach, den Mehrwert einer Smartwatch zu finden. Mobiles Bezahlsystem oder elektronisches Ticket funktionieren noch nicht, sie sind vielmehr noch Zukunftsmusik, die wohl noch einige Zeit auf sich warten lässt. Ein weiterer Nachteil ist der stolze Preis – unter 100 Franken ist kein ansprechendes Modell erhältlich.



Ein guter Grund, eine Smartwatch zu tragen, ist hingegen der coole Look. Das Display der Geräte ist nämlich manuell konfigurierbar – so kann man sich sein individuelles Design verpassen. Wer also auf einer Party gern im Mittelpunkt steht, kann mit einer Smartwatch zumindest in optischer Hinsicht auftrumpfen.

 

Oberstes Bild: © Denys Prykhodov – shutterstock.com

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