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Der Föhn – ein echtes Multitalent!

04.12.2014 |  Von  |  Allgemein

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein Föhn hat in den meisten Schweizer Haushalten nur eine einzige Aufgabe: Er soll die Haare nach dem Baden, Duschen oder der Haarwäsche schnell und schonend trocknen. Wer das Einsatzfeld des Föhns aber nur auf das Trocknen von Haaren beschränkt, verschenkt viel Potenzial, denn das Badezimmergerät kann zahlreiche weitere Aufgaben erfüllen.

Der warme Luftstrom, der von einem Föhn herausgeblasen wird, ist ein echtes Multitalent. Wir zeigen Ihnen einige sekundäre Einsatzgebiete auf, in denen der Föhn nicht nur ein nützliches, sondern auch praktisches Hilfsmittel ist. So facettenreich und vielseitig wie ein Haarföhn ist auch bei genauerem Hinsehen kein zweiter Haushaltsapparat.

Einsatz bei Flecken und Nässe

Egal ob ein Glas verschüttet oder beim Zähneputzen gespritzt wurde – ein Föhn hilft weiter und trocknet mit seinem warmen bis heissen Luftstrom das jeweilige Material schnell, ohne es zu beschädigen. Aber nicht nur feuchte Stellen auf der Kleidung können Sie mit dem Haartrockner behandeln. Selbst hartnäckige Flecken auf einem frisch gewachsten Tisch, durch heisses Geschirr hinterlassen, können mit dem Föhn behandelt werden. Einfach aus kurzer Entfernung für einige Minuten draufhalten, bis der Fleck komplett verschwunden ist oder ganz einfach abgerieben werden kann.

Hilfe bei Blattläusen und Motten

Ein Föhn hilft aber auch gegen kleine Tierchen, die in Pflanzen, im Haushalt und im Küchenschrank unerwünscht sind. Damit sind unter anderem Blattläuse gemeint, die befallene Pflanzen zerstören können. Blattläuse können von der Pflanze einfach und schnell entfernt werden, indem die Blume leicht angeschrägt mit dem Föhn angeblasen wird. Dies sollte entweder im Freien, über dem Balkon oder in der Badewanne passieren. Durch die heisse Luft springen die kleinen Blattläuse ab und können dann entsprechend entsorgt oder in die freie Natur entlassen werden.

Ein bekanntes, gern gesehenes Hilfsmittel ist der Haartrockner auch bei Lebensmittelmotten. Diese sind nicht nur eklig anzusehen, auch verderben sie mit ihren Netzen und Eiern Lebensmittel und ganze Schränke. Der Föhn kann die kleinen Tiere zwar nicht völlig entfernen, zum Reinigungsprozess aber seinen Teil beitragen.

Hierzu wird er einfach auf die heisseste Stufe gestellt und auf schwierig erreichbare Stellen gerichtet, beispielsweise auf Ecken und Fugen. Durch die heisse Luft sterben die Motteneier ab, wodurch ein dauerhafter Befall unterbunden wird. Die Lebensmittel im Schrank / in der Küche sollten anschliessend auf Nester oder lebendige Motten abgesucht werden, der befallene Schrank muss vollständig ausgeräumt und gereinigt werden.
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Auch Kerzenwachs hat keine Chance gegen einen leistungsstarken Föhn. (Bild: Roblan / Shutterstock.com)

Auch Kerzenwachs hat keine Chance gegen einen leistungsstarken Föhn. (Bild: Roblan / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Entfernung von Kerzenwachs

Kerzenwachs gilt als sehr hartnäckig, besonders wenn er auf unbehandelte oder geölte Oberflächen tropft. Er härtet schnell und verschmilzt dann teilweise mit der Oberfläche, weshalb Wachs nach dem Trocknen nur noch sehr schwer entfernt werden kann. Nicht aber mit dem Föhn, denn dieser liefert all das, was Wachs zur Verformung benötigt, nämlich: ganz viel Wärme.

Im ersten Schritt kratzt man das Gröbste vom Wachs ab, bevor man die Reste im zweiten Schritt intensiv mit Wärme bestrahlt. Legen Sie im dritten Schritt ein Löschblatt auf das Wachs, damit dies die weichen und verformten Rückstände schnell aufsaugen kann. Ein nasser Lappen entfernt anschliessend kleine Krümel, die besonders hartnäckig sind.

Hilfe bei Aufklebern, Materialkanten und Kühlschränken

Wer nun denkt, dass der Föhn mit den genannten Einsatzbereichen bereits an den Grenzen seiner Leistungskraft angekommen ist, liegt falsch. Auch Materialkanten bei Textilien, zum Beispiel bei T-Shirts oder sogar bei Teppichen, können Sie durch den Föhn ausmerzen. Die Textilien werden mit ein wenig Wärme biegsamer und lassen sich leichter verformen, wodurch harte Kanten schnell ausgemergelt werden können. Sind Kanten und Knicke sehr tief oder das Material sehr rau, sollten Sie die jeweilige Stelle mehrere Minuten lang mit dem Föhn behandeln. Danach werden zum Beschweren des Materials schwere Gegenstände auf den Knick gestellt – bereits am nächsten Tag ist dieser wie von Geisterhand verschwunden.

Ein ähnliches Prinzip kommt bei Aufklebern zum Einsatz. Der Klebstoff löst sich durch die Wärme des Föhns und verliert damit seine primäre Eigenschaft: Er klebt schlicht nicht mehr. Je länger man den Klebstoff mit Wärme behandelt, desto einfacher lässt sich der komplett Aufkleber entfernen. Die Behandlung mit einem Föhn ist besonders gut, wenn von Kühlschränken, Türen & Co. lästige Sticker aus Kindertagen entfernt werden sollen. Das spart langes Kratzen, wunde Fingernägel und beschädigt auch den Nagellack nicht.

Der Föhn ist beim Kühlschrank allgemein vielseitig einsetzbar, besonders dann, wenn dieser abgetaut wird. Weil das Abtauen von Kühlschrank und Eisfach immer auch ein Lauf gegen die Zeit ist, da nicht länger gekühlte Lebensmittel schnell verderben können, sollte der Prozess beschleunigt werden. Föhn draufhalten und schon taut das festgesetzte Eis in Windeseile. Um auf das entstehende Wasser entsprechend reagieren zu können, sollten Sie lieber einige Hand- und Wischtücher bereithalten.

 

Oberstes Bild: © Donskaya Olga – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]