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Spröde Lippen – was tun?

04.12.2014 |  Von  |  Gesundheit

Trockene Lippen sehen unschön aus und fühlen sich unangenehm an. Auch bilden sich häufig kleine Risse in den Mundwinkeln, die spannen und Schmerzen verursachen. Doch stecken nicht gerade Krankheit oder Allergie dahinter, werden spröde Lippen mit dem entsprechenden Pflegeprogramm rasch wieder geschmeidig.

Die dünne Lippenhaut ist besonders empfindlich gegenüber äusseren Einflüssen. Einen hauteigenen Schutzmantel haben die Lippen nicht, weil sie kaum Talgdrüsen besitzen. Im Winter verstärkt sich das Problem meist noch: Trockene Heizungsluft, Kälte und Wind setzen den Lippen hart zu, es sei denn, diese erhalten einen angemessenen Schutz durch ausgiebige Pflege.

Lippenzupfen unterlassen 

Wir alle haben die eine oder andere „Macke“: Der eine kaut unbewusst Nägel, die andere spielt ständig an den Haaren – und viele zupfen eben an den Lippen. Doch dadurch haben Keime leichtes Spiel; sie besiedeln vor allem kleine Wunden, worauf diese sich entzünden und eventuell noch verschlimmern. Wer sich das Lippenzupfen angewöhnt hat, sollte es unterlassen, sobald er es bewusst wahrnimmt und andere bitten, ihn oder sie entsprechend zu ermahnen. Oft hilft es, sich mit Hilfe einer anderen Tätigkeit abzulenken.

Auch mit dem Befeuchten durch die Zunge tut man den Lippen nicht gut. Im ersten Moment mag sich das auf der rauen Haut angenehm anfühlen, doch die Nässe trocknet sie weiter aus. Daher sollte man, soweit möglich, auch diese Angewohnheit ablegen.

Weiche und geschmeidige Lippen pflegen 

Spröde Lippen brauchen Fett, und davon reichlich. Ganz wichtig bei der täglichen Pflege ist ein rückfettender Stift oder Balsam ohne Paraffin. Nachhaltig helfen Fettcremes. Eine solche kaufen Sie am besten in der Apotheke, wo man Sie auch eingehend beraten wird.

Da jeder Hauttyp anders reagiert, verhelfen nicht alle Produkte zum gewünschten Erfolg. Immerhin haben sich Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol, Kakaobutter, Olivenöl oder Mandelöl gut bewährt. Hochwertige Cremes enthalten Vitamin E, das die Neubildung der Zellen unterstützt. Darüber hinaus sollte die Lippenpflege auch einen ausreichenden Lichtschutz beinhalten. Im Winter halten spezielle Kälteschutzsalben die Lippen geschmeidig. Oft genügen hier schlichte Ringelblumensalbe, Vaseline oder Melkfett.

Sich den Mund zu schminken, ist unbedenklich, denn hochwertige Lippenstifte spenden zusätzlich Feuchtigkeit.

Zu den besten natürlichen Mittel für weiche Lippen gehört Honig. Diesen einfach bei Bedarf auftragen und möglichst lange einwirken lassen, etwa über Nacht. Honig kann auch bei eingerissenen Mundwinkeln helfen. Alternativ empfehlen sich entzündungshemmende Salben. 



Im Zweifel zum Arzt 

Verbessert sich der Zustand der Lippen trotz sorgsamer Pflege nicht, sollten Sie den Rat eines Arztes einholen. Das soll in keiner Weise heissen, dass die Symptome von einer ernsten Krankheit verursacht würden. Stattdessen kann sich um einen einfach zu behandelnden Vitaminmangel oder eine kleine Herpesinfektion handeln. Der Arzt kann die Ursachen feststellen und die entsprechenden Medikamente verschreiben.

 

Oberstes Bild: © Voyagerix – shutterstock.com