Travail.Suisse – Nein ist nicht grundsätzlich Nein

25.09.2016 |  Von  |  News, Politik
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Travail.Suisse sieht in der Ablehnung der Initiativen AHVplus und Grüne Wirtschaft durch die Schweizer die grundsätzlichen Anliegen der beiden Antritte noch nicht als erledigt an. Die beträchtliche Zahl der Ja-Stimmen belege, dass es durchaus Zustimmung zu beiden Initiativen gebe. Und auch diejenigen, die Nein gesagt hätten, weil ihnen der jeweilige Vorschlag zu weit ging, seien nicht gegen Lösungen in die angedachte Richtung. 

Gerade die Zustimmungsrate bei AHVplus zeige, dass die Bevölkerung besorgt sei, dass das Rentenniveau sinken könnte. Das sei ein klares Signal an den Nationalrat, der in den nächsten Tagen die Reform der Altersvorsorge berät. Für Travail.Suisse, den Dachverband der Schweizer Arbeitnehmer, stehe daher fest: Eine Reform, die das Rentenniveau nicht für alle zu halten vermöge oder das Rentenalter erhöhe, werde bei der Stimmbevölkerung durchfallen. Weiter erklärte Travail.Suisse am Sonntag zu den Abstimmungsergebnissen:

AHV-Renten – Nationalrat muss verantwortlich handeln

„Ein beachtlicher Teil der Stimmbevölkerung hat heute zum Ausdruck gebracht, dass es eine Erhöhung der AHV-Renten braucht, um das Rentenniveau insgesamt zu halten. Und auch viele Stimmberechtigte, denen die Initiative zu weit ging, dürften sich zum heutigen Rentenniveau aus erster und zweiter Säule bekennen.

Die Besorgnis um das Rentenniveau gilt es in der Nationalratsdebatte zur Altersreform von nächster Woche ernst zu nehmen. Es liegt nun am Nationalrat, den Rentenkahlschlag, den seine Kommission vorschlägt, zu verhindern. Die Reform wird nur zu retten sein, wenn das Versprechen ,keine Rentenkürzungen‘ eingehalten wird.

Es braucht deshalb einen pragmatischen Weg für eine Kompensation zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes. Diese Kompensation kann über die erste oder die zweite Säule erfolgen. Für die betroffenen künftigen Rentner/innen ist die Säulendiskussion letztlich nicht zentral. Angesichts des gegenwärtigen Tiefzinsumfelds dürfte eine Kompensation über die AHV aber billiger und kosteneffizienter sein. Zudem spricht die Einfachheit ebenfalls für einen teilweisen Ausgleich über die AHV.


Trotz Ablehnung - die Anliegen von AHVplus und Grüne Wirtschaft sind nicht erledigt, erklärt Travail.Suisse. (Bild: © Niyazz - shutterstock.com)

Trotz Ablehnung – die Anliegen von AHVplus und Grüne Wirtschaft sind nicht erledigt, erklärt Travail.Suisse. (Bild: © Niyazz – shutterstock.com)


Vorschläge der Sozialkommission ungeeignet

Klar ist: So wie es die Sozialkommission des Nationalrats vorschlägt, geht es nicht. Rentenalter 67, Rentenkürzungen trotz Zusatzbeiträgen und dazu noch Kürzungen bei den Witwen- und Kinderrenten. Es ist zu hoffen, dass der Nationalrat als Volksvertretung die Signale aus der Bevölkerung zu deuten weiss und einen Scherbenhaufen verhindern kann.

Dazu braucht es eine solide Finanzierung der zwei Säulen, umfangreiche Kompensationsmassnahmen für die Senkung des Mindestumwandlungssatzes und für die Erhöhung des Frauenrentenalters, eine verbesserte Versicherung von Teilzeitarbeitenden und Tieflohnbezügern sowie einen stärkeren Schutz der versicherten Arbeitnehmenden vor überhöhtem Gewinnstreben in der beruflichen Vorsorge.

Grüne Wirtschaft – Nachhaltigkeit weiter gefragt

Travail.Suisse bedauert die Ablehnung der Initiative ,Grüne Wirtschaft‘. Angesichts des sehr ehrgeizigen Ziels der Initiative war allerdings eine Zustimmung der Bevölkerung sehr unwahrscheinlich. Das erfreulich gute Resultat darf deshalb als Ausdruck des Willens der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger interpretiert werden, dass der in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaft eingeschlagene Weg weiterverfolgt werden muss.

Es geht jetzt darum, die Massnahmen zugunsten einer nachhaltigeren Wirtschaft mit der Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Senkung des Treibhausgasausstosses gemäss Pariser Klimaabkommen auszubauen. Mit einer nachhaltigeren Wirtschaft werden die Schweizer Unternehmen innovativer, was die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und zur Schaffung von vielen neuen Stellen in der Schweiz im Bereich der Energieeffizienz, der Entwicklung von erneuerbaren Energien, des Recycling oder der grünen Wirtschaft im Allgemeinen führen wird.“

 

Artikel von: Travail.Suisse
Artikelbild: © Tom Wang – shutterstock.com


Bestseller Nr. 1
Iris & Lilly Damen Medium Impact Sport-BH mit Reißverschluss, Violett (Plumtastick/Azalea /Black Plumtastick/Azalea /Black), 85D (Herstellergröße: 38D)
  • Geformte Vollschalen-Körbchen für sicheren Halt
  • Bügellos
  • Ringerrücken mit für Bewegungsfreiheit
  • Netzstoffeinsatz für zusätzliche Atmungsaktivität
Bestseller Nr. 3
Skagen Unisex Erwachsene-Armbanduhr SKT1202
  • Gehäusehöhe: 10 mm; Gehäusegröße: 41 mm; Bandbreite: 22 mm; Bandumfang: 200+/- 5 mm; Bandmaterial: Leder; Wasserdichtigkeit: 3 ATM
  • Kompatibilität: Android Devices 4.4+, iOS 8.2+/iPhone 5+; Konnektivität: Bluetooth Smart Enabled / 4.1 Low Energy; Akku-Laufzeit: Bis zu 4 Monate* *(je nach Nutzung)
  • Verpackt in Skagen Connected Geschenkbox
  • Lieferbar in folgende Länder: England, Irland, Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Dänemark, Portugal, Italien, Spanien, Schweden, Norwegen und Polen
  • Skagen

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Travail.Suisse – Nein ist nicht grundsätzlich Nein

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.