Kunstausstellung bedroht von Streit zwischen Zoll und Schwarzenbach

22.03.2017 |  Von  |  News
Kunstausstellung bedroht von Streit zwischen Zoll und Schwarzenbach
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Die Schweizer Zollbehörden haben Anfang März bei Milliardär Urs Schwarzenbach Dutzende Kunstwerke beschlagnahmt oder mit einem Zollpfand belegt.

Damit wollen die Behörden geltend gemachte Steuerforderungen absichern. Schwarzenbach und sein Anwalt Ulrich Kohli bestreiten die Forderungen.

Nun droht gemäss „Handelszeitung“ eine Kunst-Ausstellung in Locarno Opfer dieses Streits mit dem Zoll zu werden. In der Pinacoteca Comunale von Locarno soll am 9. April eine Ausstellung des Popart-Künstlers Robert Indiana beginnen.

Der Kern der Ausstellung bilden Gemälde und Skulpturen, die Schwarzenbach im Januar als Leihgaben versprochen hat. Dazu gehört auch das vom Zoll in der Lobby des Hotel Dolder abgehängte „New Glory Banner“.

Da die Werke Indianas mit Zollpfand belegt sind, dürfen sie nicht nach Locarno gebracht werden. Der Zoll hat ein Gesuch Kohlis zur Freigabe kürzlich abgelehnt. Sie wären dazu nur bereit gewesen, wenn Schwarzenbach andere Sicherheiten gewährt hätte.

Kohli kritisiert weiter, die Behörden hätten in der Villa Falkenstein „sehr kostbare Kleinkunst aus aufgebrochenen Vitrinen beschlagnahmt und weggeräumt“.

Der Wert dieser Werke soll die Mehrwertsteuerforderungen von 12 Millionen Franken deutlich übersteigen. Der Zoll will sich nicht zum laufenden Verfahren äussern.

 

Quelle: Handelszeitung
Symbolbild: © SFIO CRACHO – shutterstock.com


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