Amerikanische Jagdtouristin tötet seltene Giraffe und erntet Shitstorm für Foto

20.06.2018 |  Von  |  News, Tierwelt, Weltgeschehen
Amerikanische Jagdtouristin tötet seltene Giraffe und erntet Shitstorm für Foto
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Eine leidenschaftliche Jagdtouristin aus den USA hat in den letzten Tagen ein Foto mit einer erschossenen Giraffe veröffentlicht. Das Skandalfoto sorgt in den sozialen Medien für erhitzte Gemüter.  

Das Bild veröffentlichte Tess Thompson Talley auf Facebook, „Traumjagd“ schrieb sie dazu. Es zeigt, wie die blonde Amerikanerin vor ihrer Beute posiert – einer seltenen Giraffe. In der Hand hält sie ein Gewehr, sie reckt selbstsicher die Faust in die Luft.

In Windeseile ging der Post viral. Der Amerikanerin schlägt reichlich Empörung entgegen, wie das Online-Magazin „Unilad“ berichtet.

Losgetreten hatte die hitzige Diskussion das afrikanische Newsmagazin „Africland Post“. Auf Twitter schrieb die Zeitung: „Weisse amerikanische Barbarin, die teilweise ein Neandertaler ist, kommt nach Afrika und erschiesst, mit südafrikanischer Dummheit, eine sehr seltene schwarze Giraffe. Sie heisst Tess Thompson Talley.“


Jagdtouristin Tess Thompson Talley sorgt für Empörung. (Bild: Twitter)

Jagdtouristin Tess Thompson Talley sorgt für Empörung. (Bild: Twitter)


„Scheussliches Beispiel von Jagdtourismus“

Den Post haben inzwischen mehr als 26’000 Nutzer geteilt. Die User zeigen sich entsetzt. „Man sollte sie sofort verhaften!“, schreibt einer. „Wie kann man nur stolz darauf sein, ein seltenes Tier zu erschiessen. Ekelhaft“, schreibt ein anderer. Thompson sei ein „scheussliches Beispiel von Jagdtourismus“, ist auf Social Media zu lesen.

Immer wieder sorgt der Jagdtourismus in Afrika für erregte Debatten. Zuletzt löste die Trophäenjägerin Sabrina Corgatelli weit über die Grenzen des Kontinents hinaus Empörung aus. Genau wie Thompson postete die Amerikanerin ein Foto von sich mit einer erschossenen Giraffe. Sie zog den Hass der Grosswildjagd-Gegner auf sich.

Seit 2016 gilt die Giraffe offiziell als gefährdete Tierart. Dennoch zieht es Jäger aus der ganzen Welt nach Afrika, um mit den erschossenen Tieren zu prahlen. Ein Twitter-User verteidigt das Foto: „Die Jagd auf Wildtiere ist hier in Afrika eine wichtige Touristenaktivität. Und Einnahmequelle.“

 

Übernommen von BLICK.CH und bearbeitet von belmedia Redaktion
Titelbild: Twitter

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1 Kommentar


  1. Es ist mir offen gesagt egal, ob der Wildjagdtourismus eine wichtige Einnahmequelle für Südafrika ist. Grundsätzlich zieht diese Grausamkeit Menschen an, die vor lauter Langweile in ihrem Leben nach neuen Kicks suchen. Dabei spielt es offensichtlich keine Rolle, dass Lebewesen, seltene Lebewesen, für diese Perversion ihr Leben lassen müssen. Wie sie dann grossartig – gerührt über ihre Leistung – (WAS BITTE FÜR EINE LEISTUNG!!!) vor den erlegten wunderschönen Tieren posieren, ist zum kotzen. Sucht euch doch andere Opfer, zum Beispiel Menschen euresgleichen, dann ist die Spezie „saudoofe und feige Wildtierjäger“ bald ausgerottet! Das wäre das Beste für unsere geplagte, geschändete, ausgebeutete und misshandelte MUTTER ERDE!

    Wenn dieser Post nicht veröffentlicht werden würde, wäre ich nicht erstaunt, ja ich finde diese Jäger/Jägerinnen widerlich. Dazu stehe ich.

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