Aktuelle Corona-News

Kanton Aargau: Ärzteverband bietet kostenlosen Beratungsdienst an

Der Aargauische Ärzteverband bietet ab heute Donnerstag im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie einen telefonischen Notfallberatungsdienst an.

Unter der Telefonnummer 0900 401 501 kann die Bevölkerung dringende medizinische Fragen stellen, die nicht anderweitig mit den von den Behörden zur Verfügung gestellten Informationen geklärt werden können.

Die telefonische Notfallberatung ist bis auf weiteres unentgeltlich. Neben den beiden Kantonsspitälern spielen auch die anderen Kliniken und die Hausärzte eine zentrale Rolle bei der medizinischen Bewältigung der Coronavirus-Situation im Kanton Aargau. Neu werden sie auch in das Testwesen eingebunden.

Aktuell sind im Kanton Aargau 27 Fälle von Coronavirus-Infektionen bekannt; 3 Fälle davon gelten als geheilt, eine Person ist hospitalisiert. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat bisher 87 Gesuche um Kurzarbeit bearbeitet; davon betroffen sind 1’245 Personen.

Aufgrund der Entwicklung der Lage in den letzten Tagen gibt es rund um die Coronavirus-Epidemie für Bevölkerung, Unternehmen, Schulen, Institutionen usw. viele Fragen und zu klärende Punkte.

Der Bund, der Kanton Aargau und diverse Gesundheitsdienstleister bieten diverse Webseiten mit umfassenden Informationen sowie Frage-und-Antwort-Dokumentationen an: zum Beispiel www.bag.admin.ch/neues-coronavirus oder www.ag.ch/coronavirus . Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterhält unter anderem auch eine Telefon-Hotline für die Bevölkerung (058 463 00 00).

Telefonische Notfallberatung des Aargauischen Ärzteverbandes

Der Aargauische Ärzteverband betreibt für medizinische Notfallberatung eine Telefonnummer: 0900 401 501. Die Bevölkerung ist gebeten, die Nummer nur in effektiven medizinischen Notfällen zu nutzen, beziehungsweise wenn keine Informationen auf den Webseiten der Behörden gefunden werden können. Damit soll gewährleistet werden, dass die Telefonleitungen nicht überlastet werden und Notfälle Vorrang haben. Aufgrund des aktuell sehr grossen Interessens kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Anrufe auf die Telefonnummer 0900 401 501 sind unentgeltlich, die Kosten werden vom Kanton übernommen.

Coronavirus-Tests werden künftig nicht mehr nur von den Kantonsspitälern durchgeführt

Bisher wurden Coronavirus-Tests im Kanton Aargau nur von den Kantonsspitälern Aarau und Baden durchgeführt. Neu können alle Kliniken und Hausärzte im Kanton die Tests durchführen, wenn sie dies wollen. Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen können die entsprechenden Testmaterialien bei den bezeichneten Stellen beziehen. Dabei gelten nach wie vor die Empfehlungen des BAG und des Kantonsärztlichen Dienstes (KAD), dass nur Personen mit sehr starken Symptomen respektive Beschwerden den Hausarzt aufsuchen sollen. Dieser wird dann die notwendige Beurteilung vornehmen und gegebenenfalls einen Coronavirus-Test selber durchführen oder anordnen.

Kantonsspitäler, Kliniken und Hausärzte spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Situation

Kantonsärztin Dr. med. Yvonne Hummel wies an der Medieninformation von Donnerstag, 12. März 2020, auf die zentrale Rolle der Kantonsspitäler, Kliniken und Hausärzte im Kanton bei der Bewältigung der Coronavirus-Situation hin und bedankte sich für die bisherige effiziente und zielführende Zusammenarbeit.

An der Medieninformation äusserte sich auch Dr. med. Jürg Lareida, Präsident der Aargauischen Ärztevereinigung, zur Coronavirus-Situation im Kanton Aargau und den Herausforderungen für die Ärzteschaft. “Der grösste Teil der Bevölkerung ist durch das Virus nicht gefährdet, die Krankheit heilt in der Regel ohne grössere Komplikationen aus”, betonte Lareida, “das Leben sollte so normal wie möglich weitergehen”. Wichtig sei, dass sich infizierte Personen, mit ihnen in Kontakt geratene Personen, aber auch die ganze Bevölkerung strikte an die Empfehlungen und Anweisungen der Behörden halten würden, insbesondere im Bereich der Hygienemassnahmen. Es gehe darum, die Ausbreitung des Virus einzuschränken, nach dem Grundsatz, “je weniger Kranke umso geringer die Auswirkungen für die Gesellschaft”.

Der Präsident des Aargauischen Ärzteverbandes rät Personen mit leichteren Krankheitssymptomen, die nicht zu den speziellen Risikogruppen gehören, nicht sofort zum Arzt zu gehen. Dies helfe, Praxen und Spitäler vor Überlastung zu schützen. Wer medizinische Hilfe benötige (zum Beispiel Fieber, das nicht auf die Hausapotheke reagiert; Atemnot) soll sich zuerst telefonisch mit dem Hausarzt beziehungsweise seiner Praxis in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Dr. med. Jürg Lareida unterstrich auch die Bedeutung der Schutzmassnahmen und Vorkehrungen für Risikogruppen (ältere Menschen über 65 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen) und appellierte an das Verständnis der Bevölkerung für die bisher getroffenen und künftig noch notwendig werdenden Massnahmen.

Verwendung von Masken

Kantonsärztin Dr. med. Yvonne Hummel erläuterte an der Medieninformation nochmals die Verwendung von Masken. Diese sind für folgende Personen und Situationen empfohlen: Gesundheitspersonal (Diagnostik und medizinische Behandlung); erkrankte Patienten mit positivem Testresultat (Nasenrachenabstrich); Personal in Apotheken. Gesunden Personen wird kein Tragen einer Maske empfohlen.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung

Umfassende Informationen zum neuartigen Coronavirus (COVID-19) sind auf der Webseite des BAG zu finden:

www.bag.admin.ch/neues-coronavirus

Unter anderem die wichtigsten Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung:

  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel;
  • Hände schütteln vermeiden;
  • Husten und Niesen in Wegwerf-Papiertaschentücher oder in die Armbeuge;
  • Kontakt zu Personen mit Husten- und Schnupfen-Symptomen meiden;
  • Zuhause bleiben, wenn man selber unter Husten, Atemwegbeschwerden und Fieber leidet;
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation;
  • Abstand halten.

Das BAG hat eine Telefon-Infoline für Fragen zum Coronavirus eingerichtet: +41 58 463 00 00, täglich 24 Stunden

Das Informationsbedürfnis ist aktuell sehr gross, es kann zu längeren Wartezeiten kommen.

Ärztetelefon des Aargauischen Ärzteverbandes

Der Aargauische Ärzteverband betreibt für medizinische Notfälle beziehungsweise dringende medizinische Fragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, eine Telefonnummer: 0900 401 501. Die Bevölkerung ist gebeten, die Nummer nur in effektiven medizinischen Notfällen zu benutzen, beziehungsweise wenn keine Informationen auf den Webseiten der Behörden gefunden werden können.

Mailadresse für Fragen betreffend den Kanton Aargau

Informationen zum Coronavirus (COVID-19), die den Kanton Aargau betreffen, sind auf der kantonalen Webseite www.ag.ch/coronavirus zu finden.

Für Fragen rund um das Coronavirus (COVID-19), die den Kanton Aargau betreffen, wurde für die Bevölkerung eine Mailadresse eingerichtet: coronavirus@ag.ch

 

Quelle: Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau
Titelbild: Turks / shutterstock.com

Was ist los im Kanton Aargau?

Melden Sie sich hier bei der Facebook-Kantonsgruppe an!

Polizei.news Newsletter
[newsletter_signup_form id=1]

Ihr Kommentar zu:

Kanton Aargau: Ärzteverband bietet kostenlosen Beratungsdienst an

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.