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Grenzübergreifende Rettung eines Wanderers (49) – Hubschrauber im Einsatz

Hoher Göll. Bereits am 12. Juni 2021 stiegen zwei tschechische Wanderer von Berchtesgaden aus auf den Hohen Göll. Am frühen Nachmittag trennten sich das Paar am Berg.

Der Mann wollte auf Grund der Schneefelder wieder absteigen, währenddessen die 52-jährige Frau in Richtung Stahlhaus weiterging.

Der 49-jährige Tscheche war nur mit Turnschuhen ausgerüstet und kletterte im weglosen Gelände ca. 600 hm bergab, bis er ca. 20 Meter vor dem Wandfuß weder vor noch zurückkam. Der Wanderer blieb in einer Felsnische sitzen.

Am Nachmittag des 13. Juni 2021 erstattete die Frau eine Abgängigkeitsanzeige in Deutschland, da der 49-Jährige noch nicht im Tal angekommen war.

Der deutsche Polizeihubschrauber Edelweiß 6 stieg zu einem Sichtflug auf konnte den Vermissten jedoch nicht finden. Auf Grund der einsetzenden Dunkelheit forderten die Kräfte die FLIR Maschine der österreichischen Polizei an. Mit der Wärmebildkamera konnten die Beamten den Vermissten in einer steilen Felswand auf ca. 1900 m Seehöhe lokalisieren.

Die Bergrettung Golling stieg um 23.00 Uhr mit neun Mann zum Vermissten auf. Die Retter konnten bis auf wenige Meter zu dem Wanderer gelangen, jedoch war eine Rettung nur mittels Seilbergung vom Hubschrauber aus möglich. Gegen 2.00 Uhr konnte ein Flugretter mit der Seilwinde aus dem Edelweiß 6 zu dem Vermissten abgeseilt werden und ihn aufnehmen. Der Tscheche konnte nahezu unverletzt gerettet werden.

 

Quelle: Presseaussendung der Polizei Salzburg
Titelbild: Symbolbild (© curcum – shutterstock.com)