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Prävention von Anlagebetrug: „Was ist mit Ihnen? Hätten Sie Ja gesagt?“

Dieser dritte Teil der Kampagne 2021 konzentriert sich auf eine besondere Art von Online-Betrug, den Anlagebetrug.

In diesem Fall nutzen Betrüger die unsichere Wirtschaftslage und das Aufkommen neuer Investitionsmethoden (wie Kryptowährungen) aus, um ihren Opfern attraktive gefälschte Finanzprodukte anzubieten.

Sobald das Opfer geködert wurde, in der Regel über eine betrügerische Website oder durch Kaltakquise, kontaktiert ein Betrüger, der sich als Makler ausgibt, das Opfer telefonisch. Das Opfer wird zunächst aufgefordert, einen kleinen Betrag zu investieren, um keinen Verdacht zu erregen. Über eine gefälschte Maklerplattform gaukelt der Betrüger der Zielperson vor, dass das investierte Geld tatsächlich Geld einbringt. Das Opfer wird dann ermutigt, nach und nach grössere Beträge zu investieren. Die Beträge sind umso wichtiger, als die Täter es verstehen, ein Vertrauensverhältnis zu ihren Opfern aufzubauen. Ausserdem spielen sie oft mit dem Gefühl der Dringlichkeit, indem sie attraktive Angebote machen, die zeitlich oder zahlenmässig begrenzt sind. Im besten Fall bemerken die Betroffenen den Betrug, wenn sie erfolglos versuchen, das „investierte“ Vermögen zurückzuerhalten. Schlimmer noch: Manchmal werden sie unter verschiedenen Vorwänden dazu gebracht, Geld nachzuschiessen, um die investierten Summen zurückzuerhalten, und bemerken den Betrug erst viel später.

Die Geschichte von Thomas, 60, zeigt eine typische Situation für diese Art von Betrug. Thomas wollte seine Ersparnisse investieren, um sie wachsen zu lassen. Er entdeckte eine seriös wirkende Website und beschloss, das Kontaktformular auszufüllen, um sich von einem Makler beraten zu lassen. Bald wurde er von Jim kontaktiert, der ihm vorschlug, in Kryptowährungen zu investieren. Er sagt ihm, dass dies die beste Lösung sei und dass er genau die Investition habe, die seine reichen Kunden suchten. Das Angebot ist jedoch aufgrund der hohen Nachfrage zeitlich begrenzt. Thomas ist entschlossen, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen, und sagt zu.

Diese vielversprechende Investition war in Wirklichkeit ein Betrug. Thomas investierte seine gesamten Ersparnisse in ein Produkt, das es nie gab. Er wird sein Geld nie wieder sehen. Um diese Situation zu vermeiden und Anlagebetrug vorzubeugen:

  • Geben Sie Ihr Geld niemals jemandem, den Sie nur aus dem Internet kennen
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen, Passwörter und offizielle Dokumente weiter.
  • Erlauben Sie niemals jemandem, aus der Ferne auf Ihren Computer zuzugreifen
  • Versuchen Sie niemals, Ihren Einsatz durch die Zuführung neuer Mittel wiederzuerlangen.

Im Allgemeinen gibt es kein einfaches, risikofreies Geld, und dies gilt insbesondere für so komplexe Bereiche wie Kryptowährungen und Börseninvestitionen. Besonders hohe Renditeversprechen sind daher immer mit Vorsicht zu geniessen. Diese Art von Betrug führt zum Verlust von manchmal sehr hohen Geldbeträgen.

 

Quelle: Kapo Jura
Titelbild: Symbolbild (© AimPix – shutterstock.com)

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