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HW Facility Service: Ihr professioneller Partner für Tatortreinigung rund um Luzern

Die HW Facility Service GmbH ist einer der fünf wenigen offiziell zertifizierten Tatortreiniger in der Schweiz. Mit ihrem Fachwissen können die Mitarbeiter professionell den Leichenfundort dekontaminieren und sind 24/7 für Sie erreichbar.

Als professioneller, zertifizierter Tatortreiniger hat das Unternehmen die Aufgabe, fachmännisch dort zu reinigen, wo normale Reinigungsunternehmen an ihre Grenzen stossen.

Dazu zählen unter anderem Reinigungen nach Betriebsunfällen, Leichenfundort-Reinigung, Messie-Wohnungen, Unglücke usw. Hierfür nutzt die Reinigungsfirma die modernsten Verfahren und arbeitet mit den neusten Technologien.

Nach aussen sind die Reinigung und die Wiederherstellung der Räumlichkeiten die Hauptaufgaben. Gleichviel Stellenwert wird aber auch auf den einfühlsamen Umgang mit den Auftraggebern gelegt – Würde, Pietät und Diskretion stehen an erster Stelle.




Tatortreinigung – ein sensibles, aber wichtiges Thema

Kaum jemand möchte mit diesem Thema etwas zu tun haben – Mord. Doch leider hilft Wegsehen und Verdrängen nichts. Denn überall dort, wo ein Mord geschehen ist, sollten die Spuren nicht ewig zu sehen sein. Besonders, wenn es Wohnräume und Wohngegenden betrifft, sollten diese wieder bewohnbar und nutzbar gemacht werden.

Der Tatortreiniger trifft dann ein, wenn die Polizei den Fundort einer Leiche freigegeben hat. Brian Spichtig von der HW Facility Service GmbH macht die Räume wieder sauber, frisch und bewohnbar, wenn etwas Schreckliches vorgefallen ist.

Zur Arbeitsausrüstung als Tatortreiniger gehört ein weisser Spezialeinteiler mit kniehohen Gummistiefeln. Eine mit Kohlefiltern ausgestattete Atemschutzmaske schützt die Spezialarbeiter vor giftigen Dämpfen und Duftstoffen.

Doch nicht nur Morde sind solche Spezialfälle, wo normale Reinigungsdienste nichts verrichten können. Auch Messie-Wohnungen gehören zum Einsatzbereich.

„In meinem Beruf muss man Blut sehen und mit Dreck umgehen können – man muss hart sein und im Umgang mit den Angehörigen gleichzeitig Herz haben“, sagt Brian Spichtig.

Ursprünglich hat der 42-Jährige eine Schreinerlehre begonnen, sich später zum Maler und Eidgenössischen Hauswart ausbilden lassen.

Wie kam Brian Spichtig zu Beruf Tatortreiniger? Durch seine Erfahrung als Teamleiter einer grossen Reinigungsfirma. Er stand eines Tages im Einsatz, als es darum ging, ein Treppenhaus zu reinigen, in dem ein Mann aus dem achten Stock auf den Boden geprallt war.

Seine vier Arbeitskollegen konnten den Anblick der Spuren des Unfalls nicht ertragen, nach zwei Stunden gaben sie auf. Doch nicht Brian Spichtig. Während seine Kollegen noch Wochen später unter diesem Anblick litten, fällte Spichtig eine Entscheidung: Diese Arbeit ist „normalem Personal“ nicht zuzumuten! Ihm selbst allerdings schon.

So begann er sich zu informieren und stiess auf das Ausbildungsprogramm von Sascha Torriani. Ein Lehrgang, bei dem Theorie und Praxis Hand in Hand gehen, Abläufe wurden systematisch eingeübt, sowohl der richtige Umgang mit aufgefundenen Schusswaffen als auch das Handwerk und dessen spezielle Reinigungsmittel gelernt.

Wenig Anerkennung trotz harter Arbeit

Aktuell ist Brian Spichtig der einzige Tatortreiniger der ganzen Zentralschweiz mit Zertifizierung zum Tatortreiniger. Denn: Tatortreiniger ist ein Beruf, der in der Schweiz leider nicht anerkannt ist.

Brian Spichtig findet: „Gerade in einem solch heiklen Aufgabengebiet sollte schwarzen Schafen von Anfang an das Handwerk gelegt werden.“ Einerseits seien da die Angehörigen, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden und dabei vor unseriösen Angeboten geschützt werden sollten. Andererseits dürfe ein Tatort aus gesundheitlichen Gründen nur mit Spezialausrüstung betreten werden.

Die meisten Menschen haben vor dem Thema natürlich eine grosse Scheu und wollen lieber verdrängen. Dass diese Arbeit einfach gemacht werden muss, wollen sie nicht so recht wahrhaben. Bis sie vielleicht als Hausbesitzer oder Vermieter selbst davon betroffen sind.



Extra Werkzeug und Spezialreiniger im Einsatz

Brian Spichtig kennt den Anblick von Leichenflüssigkeit und Blut am Boden, Zähnen, Haaren, Gewebereste an und in den Wänden. Er ist derjenige, der mit Einweglappen „das Gröbste“ beseitigt. Auch muss er Maden und Fliegen einsaugen, die sich an den Leichen bereits gütlich tun.

Erst, wenn das Schlimmste erledigt ist, bezieht er seine beiden Angestellten mit ein. Denn es muss noch viel mehr erledigt werden. In den meisten Fällen muss nämlich das ganze Leben des Verstorbenen mit allem Hab und Gut entsorgt werden, wegen möglicher Viren und Bakterien.

Wertsachen werden gesondert behandelt und meist gerettet. Das betrifft aber nur leicht zu reinigende Gegenstände wie Schmuck. Danach geht es richtig brachial zur Sache: Fräse und Spitzeisen statt Schüfeli und Beseli! Wenn der  Parkettboden von der Leiche beschädigt wurde etwa. Mit Chlor und einem ganzen Arsenal an speziellen Reinigungsmitteln wird desinfiziert, was kontaminiert sein könnte. Oft ist dies die ganze Wohnung.




Nervenstärke für menschliche Abgründe

„Mein oberstes Ziel  ist es, eine unbewohnbare Wohnung wieder bewohnbar zu machen“, sagt Brian Spichtig. Leicht ist dies natürlich nicht, auch wenn Brian Spichtig der absolut dafür geeignete Mann ist.

„Du kommst einer Person sehr nahe, obwohl sie nicht mehr da ist. Du siehst, wie sie gelebt und welche Höhen und Tiefen sie durchgemacht hat.“

Bisweilen tun sich mit dem Betreten einer Wohnung menschliche Abgründe auf. Brian Spichtig betrachtet seine Arbeit auch spirituell und sagt: „Die Seele eines Verstorbenen muss aus dem Raum befreit werden.“ Dafür gehört zu seiner Einrichtung auch die goldene Weihrauchschale.

Den Tipp habe ihm einst ein Priester mit auf den Weg gegeben, nachdem er sich bei der Arbeit an einem Tatort „irgendwie beobachtet“ gefühlt hatte. „Ich hielt diesen Ratschlag für absurd, probierte ihn trotzdem aus und wurde eines Besseren belehrt.



Warum macht man so eine harte Arbeit? Hier kommt das Wort ‚Berufung‘ ins Spiel. Brian Spichtig ist dazu anscheinend berufen, war er doch der einzige seiner Kollegen, der bei dem ersten Fall noch als Reinigungsfirma die Nerven behalten hat und sah, dass diese Arbeit einfach getan werden muss.

Heute weiss der 42-Jährige auch einen wichtigen Grund: „Es ist die Wertschätzung der Angehörigen oder Immobilienbesitzer“, sagt Spichtig. Etwas, was er in seinem Job als Hauswart hie und da vermisse. „Ich habe kein Helfersyndrom, aber die Gabe, das Gesehene wegstecken zu können“, sagt Spichtig.

Was ihm zur Verarbeitung hilft, ist das pure Leben. Ausfahrten mit seiner Harley, der Bau von massstabgetreuen Modelllastwagen oder eine Runde Darts mit seiner Frau oder dem Nachbarn sind das eine. Seine beiden Kinder das andere.

„Spätestens wenn ich am Abend den Lieferwagen in der Garage parkiert habe, hinauf in die Wohnung gehe und sie mir freudestrahlend in die Arme laufen, hat es für trübsinnige Gedanken keinen Platz mehr in meinem Kopf.“


Brian Spichtig, Inhaber HW Facility Service GmbH

Brian Spichtig, Inhaber HW Facility Service GmbH



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Wendelinsmatte 6
CH-6242 Wauwil

​info@hw-facilityservice.ch (Mail)
www.hw-facilityservice.ch (Web)



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HW Facility Service GmbH
Luzernerstrasse 137
CH-6014 Luzern

​info@hw-facilityservice.ch (Mail)



 

Bildquelle: HW Facility Service GmbH, Google Maps
Textquelle: Willisauer Bote, Nr. 76, Freitag, 25. Sept. 2020