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Einbruchsprävention: Wie Sie Ihr Eigentum schützen

04.04.2023 |  Von  |  Publireportagen

Der Gedanke klingt erschreckend: Während Ihrer Abwesenheit steigt ein Einbrecher in Ihr Haus ein, macht sich an Ihrem Eigentum zu schaffen und stiehlt wertvolle Gegenstände. In der Schweiz sind die Einbruchszahlen im Jahr 2022 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik mehr als 35.700 Einbruch- und Einschleichdiebstähle.  

Der folgende Artikel zeigt verschiedene Tipps, wie Sie Ihr Zuhause effektiv schützen.



Wie unterscheiden sich Einbruch- und Einschleichdiebstähle?

Bei einem Einschleichdiebstahl gelangt der Dieb durch ein offenes Fenster oder eine geöffnete Tür ins Haus und muss dazu keine Gewalt anwenden. Gelingt das Eindringen nur gewaltsam, handelt es sich um einen Einbruch.

Schutz vor Einbrüchen während alltäglicher Abwesenheiten

Einbrecher nutzen oftmals die tägliche Abwesenheit aus, um in Wohnungen einzudringen. Damit Kriminelle nicht durch Aufhebeln der Tür in die Wohnung gelangen, sollten Sie die Haustür immer abschliessen, wenn Sie das Haus verlassen.

Wichtig ist eine solide, gut verankerte Tür, die sich nicht leicht aus der Verankerung reissen lässt. Das Schliessblech ist im Idealfall im Mauerwerk verankert, sodass ein Aufhebeln nur schwer möglich ist. Handelt es sich um eine Wohnungstür mit einem schwachen Türblatt, ist eine Verstärkung sinnvoll.


Wohnungstüren sollten gut gesichert werden. (Bild: TovtynPavlo – shutterstock.com)


Eine gute Wahl sind zudem mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen. Wenn Sie neu bauen oder alte Fenster austauschen, sollten sich für einbruchhemmende Fenster entscheiden. Zum Nachrüsten gibt es sogenannte Aufbruchsperren oder absperrbare Fenstergriffe. Eine Terrassentür kann durch einen Rollladen oder ein Gitter zusätzlich gesichert werden. Wenn Sie einen Rollladen verwenden, sollten Sie diesen gegen unberechtigtes Hochschieben sichern.

An einer Tür leistet ein zusätzlicher Sperrbügel gute Dienste. Einbrecher arbeiten schnell, wenn es ihnen nicht direkt gelingt, sich Zutritt zu verschaffen, lassen sie häufig ab. Machen Sie es den Kriminellen also so schwer wie möglich. Gerade wenn der Versuch, die Sicherungen zu entfernen Lärm macht, wirkt das abschreckend.

Kellerlichtschächte oder Kellerfenster sollten idealerweise mit Gittern gut gesichert werden. Die Gitter sollten so angebracht werden, dass sie fest im Mauerwerk verankert sind und sich nicht leicht lösen lassen.

Ergänzend zu den mechanischen Sicherungen eignen sich Alarmanlagen oder Überwachungssysteme als Sicherheitsmassnahmen.

In vielen Haushalten ist es üblich, einen Schlüssel ausserhalb der Wohnung zu verstecken, so kann ein Bewohner schnell ins Haus, auch wenn er seinen Schlüssel vergessen hat. Auch wenn Sie sich für ein vermeintlich sicheres Versteck entscheiden, ist das keine gute Idee. Einbrecher sind sehr findig und kommen unter Umständen auf die gleiche Idee wie Sie – finden Kriminelle den Schlüssel, haben sie ungehindert Zutritt zu Ihrer Wohnung.

Schutz vor Straftaten während der Ferienzeit

Wenn Sie in die Ferien fahren, steht Ihr Haus oder Ihre Wohnung länger leer. In dieser Zeit ist der Einbruchschutz besonders wichtig.

Entscheidend ist, dass potentielle Einbrecher nicht erkennen, dass Sie nicht zu Hause sind. Darum sollten Sie verschiedene Dinge beachten:

  • Lassen Sie den Briefkasten regelmässig leeren. Quillt die Post heraus, zeigt das direkt an, dass länger niemand im Haus war. Denken Sie daran, eine Tageszeitung für die Zeit Ihrer Abwesenheit abzubestellen.
  • Verschliessen Sie wie gewohnt alle Fenster und Türen besonders sorgfältig.
  • Bitten Sie einen Nachbarn, die Rollläden zu öffnen und zu schliessen, um Anwesenheit vorzutäuschen.
  • Im Handel erhalten Sie Fernsehsimulatoren, mit denen Sie das Licht eines TV-Geräts simulieren können. Viele Geräte lassen sich aus der Ferne über das Smartphone steuern, so können Sie vom Ferienort aus zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten.
  • Installieren Sie eine Zeitschaltuhr oder nutzen Smart-Home-Technik, um das Licht zu steuern.
  • Verbreiten Sie nicht über Ihre Social-Media-Konten, dass Sie länger in den Urlaub fahren.

So schützen Sie Ihre Wertsachen

Auch wenn Sie nicht länger abwesend sind, sollten Sie Wertsachen nicht offen in der Wohnung liegen lassen. Insbesondere in der Nähe von Fenstern sollten Sie nichts Wertvolles ablegen.


Bewahren Sie Wertsachen so auf, dass Sie von aussen nicht zu sehen sind. {Bild: Andrey_Popov – shutterstock.com)


Wichtige Unterlagen, Schmuck und andere Wertsachen bewahren Sie im besten Fall in einem Tresor oder einem Schliessfach Ihrer Bank auf. Wenn Sie sich für den Einbau eines Tresors entscheiden, sollten Sie auf eine gute Verankerung und eine hochwertige Qualität achten. Die Polizeidienststellen in der Schweiz beraten Sie gern zu diesem Thema. Die Profis zeigen Ihnen bei einem Vor-Ort-Termin zudem mögliche Schwachstellen und informieren Sie über geeignete Sicherheitsvorkehrungen.

Eine gute Idee ist es, Fotos Ihrer Wertsachen anzufertigen. Sollte trotz aller Vorsichtsmassnahmen etwas gestohlen werden, haben Sie auf diese Weise direkt alle Angaben für Ihren Versicherer und die Polizei zur Hand.



Wie gelangen Einbrecher ins Haus?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in ein fremdes Haus einzudringen. Die Täterschaft macht es sich in der Regel einfach, sodass vor allem Türen und Fenster im Erdgeschoss und im Souterrain als Zutritt geeignet sind. Aber auch in höhere Etagen, etwa über einen Balkon steigen Kriminelle ein. Sie sollten daher auf keinen Fall Leitern im Garten stehen lassen, mit denen die Straftäter leicht in die oberen Stockwerke klettern können.

Leben Sie in einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohnungen gelten die Eingangstüren der jeweiligen Wohnungen als Schwachstellen und sollten gut gesichert werden.

Beliebt sind auch Nebeneingangstüren oder Kellertüren, die nicht so gut wie die Eingangstüren gesichert sind. Oftmals gibt es eine Verbindungstür von der Garage ins Haus, auch diese Eingänge sind sorgfältig zu sichern.

Viele Diebe steigen über eine Terrassentür ein, daher sollten Sie – nicht nur wenn Sie im Erdgeschoss wohnen – auf eine sehr gute Sicherung achten.


Terrassentüren gelten als Schwachstellen. (Bild: sdecoret – shutterstock.com)


Gekippte Fenster stellen für Einbrecher kein Hindernis dar. Auch wenn Sie in den oberen Etagen wohnen, sollten Sie auf die Kippstellung verzichten, wenn Sie nicht zu Hause sind. Finden die Kriminellen eine geeignete Klettermöglichkeit, verschaffen Sie sich im Handumdrehen Zugang in Ihre Wohnung.

Fazit: Machen Sie Kriminellen den Einbruch so schwer wie möglich

Vor einer Straftat ist letztlich niemand sicher. Mit verschiedenen Massnahmen können Sie Straftätern den Einbruch jedoch so schwer wie möglich machen. Die Täter versuchen stets, schnell und unerkannt in ein fremdes Haus zu gelangen. Sollte das nicht direkt gelingen, geben Sie den Versuch auf. Achten Sie also im besten Fall darauf, verschiedene Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen, damit Kriminelle nicht in Ihr Zuhause gelangen. Die örtlichen Polizeidienststellen in der Schweiz unterstützen Sie auf Wunsch bei Ihrer Planung.

 

Titelbild: Brian A Jackson – shutterstock.com

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