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Zöllner ziehen russische Arzneimittel aus dem Verkehr

Regensburg. Beim Zollamt Weiden-Waidhaus wurden in den vergangenen Tagen russische Arzneimittel sichergestellt, welche per Post nach Deutschland importiert werden sollten.

Hierbei handelte es sich um 915 Tabletten und 10 Fläschchen verschiedener Arzneimittel, darunter unter anderem Antidepressiva und Beruhigungsmittel.

Diese wurden von einer Privatperson aus Russland an eine in Deutschland ansässige Privatperson adressiert.

Die zuständige Arzneimittelüberwachungsbehörde wurde über die Einfuhr unterrichtet. Diese stellte ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetzt fest und erklärte die Tabletten für nicht einfuhrfähig. Es wurde die Vernichtung der Arzneimittel angeordnet.

Privatpersonen dürfen nach dem deutschen Arzneimittelrecht im Wege des Post- oder Kurierversands grundsätzlich keine Arzneimittel aus dem Ausland beziehen. Hierbei ist zu beachten, dass Präparate, die möglicherweise im Ausland frei gehandelt werden, wie z.B. Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate oder rein pflanzliche Naturheilmittel, insbesondere wenn diese als Mittel zur Behandlung von Krankheiten dargestellt werden, in Deutschland als Arzneimittel gelten können und damit dem Arzneimittelgesetz unterliegen.

Auf die arzneimittelrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dem das Präparat angeboten bzw. verkauft wird, kommt es dabei nicht an.

 

Quelle: Hauptzollamt Regensburg
Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg

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