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Kapo Wallis: Vielfalt als Stärke

In regelmässigen Abschnitten bieten wir Ihnen in diesem Format Einblicke in die vielfältige Ausbildung unserer Aspirantinnen und Aspiranten.

Kürzlich durften wir sie bei unserer Einheit Kommunikation & Prävention für ein Modul der etwas anderen Art in Empfang nehmen.

Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und – direktoren (KKJPD) entwickelte mit dem Bildungspolitischen Gesamtkonzept 2020 die polizeiliche Aus- und Weiterbildung weiter und passte sie den Anforderungen an eine kompetenz- und praxisorientierte Ausgestaltung an. Mit den ersten Schulstarts ab September 2019 ging das Projekt in die Umsetzung. Seit diesem Zeitpunkt dauert die Ausbildung zur Polizistin und zum Polizisten zwei Jahre, statt wie bis dahin ein Jahr.

Das erste Jahr an einer der sechs Polizeischulen endet mit der Absolvierung der schweizweit einheitlichen Vorprüfung (Prüfung Einsatzfähigkeit PEF). Im zweiten Jahr wenden die angehenden Polizistinnen und Polizisten das Gelernte in den jeweiligen Korps praktisch an und schliessen die Ausbildung mit der Hauptprüfung (Berufsprüfung BP) ab. Der Ausbildungsplan Polizei gibt dabei der Grundausbildung einen klar definierten Rahmen.











Dieser Rahmen sieht auch vor, dass die angehenden Polizistinnen und Polizisten im zweiten Ausbildungsjahr das Modul „Übergreifende Kompetenzen“ absolvieren. Während dieser Periode festigen sie innerhalb ihres Korps oder mit externen Partnern ihre angeeigneten Kompetenzen. So zum Beispiel erhielten sie von den Spezialisten der NEDEX (Neutralisierung, Beseitigung, Vernichtung von Sprengmitteln) und jenen der Abteilung Cyberkriminalität Erklärungen zu ihrem Arbeitsumfeld oder besuchten das Gefängnis in Sitten, die Staatsanwaltschaft und das Jugendgericht des Kantons Wallis. Neben diesen spannenden und abwechslungsreichen Einblicken stand für die Aspirantinnen und Aspiranten auch der Besuch der Einheit Kommunikation & Prävention der Kantonspolizei Wallis auf dem Programm.

Diese Einheit ist mit der Aufgabe betraut, die interne und externe Kommunikation des Polizeikorps sowie die Verbrechensprävention sicherzustellen. Sie informiert die Bevölkerung über die Medien und das Internet. Doch wie sieht die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Medienschaffenden aus und wie gelingt es, die verschiedenen Interessen, welche die beiden Berufe mit sich bringen, zu vereinen, um die Bevölkerung transparent zu informieren? Diese und weitere Fragen wurden den Aspirantinnen und Aspiranten in einem ersten Teil beantwortet. Um dann, nach diesem kurzen Theorieteil, auch einmal in die „Rolle“ eines Mediensprechers bei der Kantonspolizei Wallis zu schlüpfen, sollten die Teilnehmer eine Medienmitteilung zu einem fiktiven Ereignis verfassen.

Am Nachmittag stand für die Aspirantinnen und Aspiranten schliesslich der Besuch der Walliser Lokalmedien auf dem Programm. Hierbei erhielten sie spannende Einblicke in die Welt der Medienschaffenden. Natürlich wollten die Journalistinnen und Journalisten bei dieser Gelegenheit und als Teil der Übung noch einige Fragen betreffend das fiktive Ereignis stellen, worüber am Vormittag mittels Medienmitteilung informiert wurde. Wer sich ans Mikrofon wagte, stellte sich anschliessend den Fragen der Radiomacher. Eine wahrlich andere Erfahrung für unseren Nachwuchs, welche ihnen die vielfältigen Aufgabenbereiche der Kantonspolizei Wallis eindrücklich aufzeigte.

 

Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis

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