Schweiz

Genf GE: Einsatztraining auf der Arve – Polizei und Feuerwehr üben Ernstfall

Die Kantonspolizei Genf hat gemeinsam mit Spezialkräften der Feuerwehr ein Training im Wasser durchgeführt. Die Übung fand auf der Arve statt und diente der Vorbereitung auf Einsätze im Wasser.

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Schweiz: Achtung Fake-Mail – Betrüger geben sich als Serafe aus

Betrüger versenden E-Mails im Namen von Serafe und versprechen eine Rückerstattung. In Wahrheit haben sie es auf Kreditkartendaten abgesehen.

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Bern BE: Grossanlass am Wochenende – Strassen gesperrt wegen Grand Prix

Am kommenden Wochenende findet der 44. Grand Prix von Bern statt. Zahlreiche Strassen werden gesperrt oder mit Halteverboten belegt. Im Rahmen des Grand Prix findet am Freitag zudem ein neuer Lauf statt. Es muss mit erheblichen Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.

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Lugano TI: Polizei schnappt Wiederholungstäter – Einbrüche und Betrug

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei gaben die Festnahme eines 40-jährigen Schweizers aus der Region Lugano bekannt. Der Mann, der bereits mehrfach vorbestraft ist, steht im Verdacht, systematisch Autodiebstähle begangen und Bargeld, Wertgegenstände sowie Kreditkarten gestohlen zu haben, die er anschließend zum Missbrauch von Datenverarbeitungsanlagen missbraucht hat.

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Stadt St.Gallen SG: Fahrunfähiger Lenker verursacht Kollisionen – Strasse gesperrt

Ein 27-jähriger Autofahrer ist am Dienstagabend (05.05.2026) auf der Appenzeller Strasse mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen kollidiert. Zwei Personen wurden verletzt, es entstand erheblicher Sachschaden. Die Appenzeller Strasse musste teils komplett gesperrt werden, weshalb es zu grossen Verkehrsbehinderungen kam.

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Stadt St.Gallen SG: 700 Kinder absolvieren Veloprüfung – Polizei im Einsatz

In dieser und der kommenden Woche absolvieren in der Stadt St.Gallen rund 700 Schülerinnen und Schüler die Veloprüfung. Die Prüfungsroute verläuft durch den Osten der Stadt, ist signalisiert und wird von der Stadtpolizei St.Gallen begleitet. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, besonders rücksichtsvoll zu fahren.

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Ebikon LU: Auto kollidiert mit Velofahrer – Mann (32) erheblich verletzt ins Spital gebracht

Heute Morgen hat sich an der Schlösslistrasse in Ebikon eine Kollision zwischen einem Radfahrer und einem Auto ereignet. Der Radfahrer erlitt dabei erhebliche Verletzungen und wurde ins Spital gebracht.

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Zoll Schaffhausen SH: Gemeinsame Grenzkontrollen mit deutscher Polizei

In der Nacht vom 29. auf den 30. April 2026 führten Einsatzkräfte des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) vom Zoll Schaffhausen gemeinsam mit der Deutschen Bundespolizei grenzüberschreitende Kontrollen durch. Die Einsätze fanden sowohl auf Schweizer als auch auf deutschem Hoheitsgebiet statt.

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Quarten SG: Transporter stürzt Abhang hinunter – zwei Männer schwer verletzt

Am Dienstagabend (05.05.2026) durchbrach ein landwirtschaftlicher Transporter aus bislang unbekannten Gründen die Holzschutzplanke an der Hinterlauistrasse und stürzte einen Abhang hinunter. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden herausgeschleudert und eher schwer verletzt. Sie mussten von der Rega geborgen und ins Spital geflogen werden.

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Wil SG: 90-Jährige fährt in Gegenrichtung – heftiger Crash im Kreisverkehr

Am Dienstagabend (05.05.2026) sind auf der St. Gallerstrasse zwei Autos frontal zusammengestossen. Eine 90-jährige Autofahrerin und ein 61-jähriger Autofahrer wurden eher schwer verletzt und durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht. An beiden Autos entstand Totalschaden.

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Wittenbach SG: E-Bike-Fahrerin stürzt im Kreisel – Frau eher schwer verletzt

Am Dienstagabend (05.05.2026) kam es im Kreisverkehr auf der Hofenstrasse zu einem Selbstunfall mit einem E-Bike. Eine 64-jährige Frau wurde eher schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.

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Schweiz: Neuer Notruf per Text – Bundesrat modernisiert System

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 6. Mai 2026 mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen.

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Melide TI: Autobahnausfahrt nachts gesperrt – Bauarbeiten auf A2

Das Bundesamt für Strassen ASTRA informiert, dass die Autobahnausfahrt Melide (Nr. 51) auf der A2 in Fahrtrichtung Süden von Mittwoch, 6. Mai, bis Freitag, 8. Mai 2026, jeweils von 21.30 bis 05.00 Uhr gesperrt wird. Grund dafür sind Arbeiten zur Erneuerung des lärmmindernden Strassenbelags.

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Kanton Uri: Feuerwehr zieht Ausbildungs-Bilanz – zahlreiche Kurse abgeschlossen

Nach einem eher ruhigen Herbst 2025 mit vier Veranstaltungen, darunter die Kommandantensitzung, der Weiterbildungskurs für die Schadenwehr in Attinghausen, die Motorspritzen-Inspektion und der Instruktorenrapport, nahm das Ausbildungsjahr Ende Februar 2026 wieder Fahrt auf. Den Auftakt machte der bewährte Grundkurs für Feuerwehrangehörige.

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Vechigen BE: 4 Millionen Schaden – Anklage wegen Betrug und Urkundenfälschung

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte gegen den ehemaligen Finanzverwalter der Einwohnergemeinde Vechigen Anklage wegen gewerbsmässigem Betrug, evtl. ungetreuer Amtsführung, mehrfachem betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und mehrfacher Urkundenfälschung beim Wirtschaftsstrafgericht Anklage erhoben. Aufgrund von Hinweisen zu betrügerischem Verhalten hatte die Einwohnergemeinde Vechigen den Beschuldigten im August 2022 bei der Kantonspolizei Bern angezeigt, woraufhin die kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte eine Strafuntersuchung eröffnete und in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Bern umfangreiche Ermittlungen tätigte.

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Schöftland AG: BMW gerät auf Gegenfahrbahn – heftige Streifkollision mit Lastwagen

Auf offener Strecke kam ein Automobilist ausserhalb von Schöftland auf die Gegenfahrbahn und verursachte eine heftige Streifkollision mit einem Anhängerzug. Es blieb bei erheblichem Sachschaden. Der Unfall führte zu Verkehrsbehinderungen.

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Zürich-Affoltern ZH: Balkonbrand eskaliert – Flammen greifen auf mehrere Stockwerke über

In der Nacht auf Mittwoch rückte ein Grossaufgebot von Rettungskräften nach Zürich Affoltern zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus aus. Drei Personen wurden hospitalisiert.

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Wetter am Mittwoch, 06.05.2026: Gewitter und Neuschnee in den Alpen

Zwischen einem Tiefdruckgebiet über der Biskaya und einem Hochdruckgebiet über Osteuropa liegt der Alpenraum unter einer schwachen bis mässigen südwestlichen Strömung, wobei schubweise feuchtere und labilere Luft zur Schweiz gelangt. Im zentralen und östlichen Alpenraum hat sich vorübergehend eine Föhnlage eingestellt. Die Feuchtezufuhr zur Alpensüdseite nimmt weiter zu und sorgt für eine Stauphase. Am Mittwoch endet die Föhnphase mit dem Durchgang eines Teiltroges. Am Donnerstag erreicht aus Südwesten vorübergehend etwas trockenere Luft den Alpenraum.

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Reichenau GR: A13 wird saniert – Verkehr teilweise auf Kantonsstrasse umgeleitet

Im Rahmen des Erhaltungsprojekts des Bundesamts für Strassen ASTRA starten in diesen Tagen die Vorarbeiten für die Sanierung der A13 zwischen dem Anschluss Reichenau und dem Tunnel Plazzas. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die Hauptbauarbeiten sowie die notwendige Verkehrsumlagerung zu schaffen.

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Zürich ZH: USZ erstattet Anzeige in 11 Todesfällen an der Klinik für Herzchirurgie

Der Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) hat heute den Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission UK 16/20 zu den Vorkommnissen an der Klinik für Herzchirurgie des USZ im Zeitraum von 2016 bis 2020 vorgestellt. Hinweise auf die im entsprechenden Zeitraum stark überhöhte Mortalitätsrate an der Klinik für Herzchirurgie des USZ hatten im August 2024 den Spitalrat veranlasst, eine Administrativuntersuchung durch eine unabhängige Untersuchungskommission einzuleiten und die Vorkommnisse umfassend abzuklären.

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Regensdorf ZH: Bauarbeiter von Metallträger erschlagen – Mann (59) stirbt auf Baustelle

Am Dienstagmorgen (5.5.2026) ist in Regensdorf ein Bauarbeiter bei Ausschalungsarbeiten tödlich verletzt worden. Kurz nach 8 Uhr stürzte während Ausschalungsarbeiten ein Metallträger um und traf einen Arbeiter.

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Pfäffikon ZH: Mann wollte Gemeindemitarbeiter entführen und töten – Anklage erhoben

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Ende April 2026 beim Bezirksgericht Pfäffikon Anklage gegen einen Mann erhoben wegen Freiheitsberaubung und Entführung, Vergehen gegen das Waffengesetz, strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord und weiterer Delikte. Dem Beschuldigten wird der Versuch vorgeworfen, einen Gemeindemitarbeiter unter Einsatz von Waffengewalt zu entführen sowie Vorkehrungen zu dessen Tötung getroffen zu haben.

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Schaffhausen SH: Polizei hebt Drogenring aus – Kokain und Bargeld sichergestellt

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen hat die Schaffhauser Polizei am Donnerstagnachmittag (23.04.2026) sechs Hausdurchsuchungen in der Stadt Schaffhausen und in Neuhausen am Rheinfall durchgeführt. Dabei nahm sie drei Personen fest. Auch stellte sie mehrere hundert Gramm Drogen, mehrere tausend Franken Bargeld und elektronische Gerätschaften sicher.

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St.Gallen/Schwyz SG/SZ: Einbrecher stehlen Waffen – Polizei klärt drei Fälle

Im Juli und September 2025 haben vorerst unbekannte Täterschaften drei Einbrüche in Waffengeschäfte in Wittenbach SG, Gossau SG und Ried SZ verübt. Im Rahmen von Ermittlungen der Kantonspolizei St.Gallen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen und in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Schwyz konnten die Fälle geklärt und zwei beschuldigte Männer ermittelt werden.

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Hendschiken AG: Autodieb flüchtet vor Polizei – Diensthund stellt Täter

Ein zunächst unbekannter Automobilist flüchtete in der Nacht vor der Polizei und konnte nach kurzer Flucht festgenommen werden. Der 19-jährige Franzose wird dringend verdächtigt, den Wagen zuvor beim Einbruch in einen Garagenbetrieb in Hendschiken entwendet zu haben.

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Zürich ZH: Gefälschte Goldbarren aus China entdeckt – Zoll greift ein

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben im internationalen Paketverkehr gefälschte Goldbarren aus China entdeckt. Weil diese gegen das Edelmetallkontrollgesetz (EMKG) verstossen, wurden sie zuhanden des Zentralamts für Edelmetallkontrolle (ZEMK) des BAZG eingezogen.

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Stadt St.Gallen SG: 27-Jährige rast durch 50er-Zone – alkoholisiert und ohne Führerausweis

Am Sonntagabend (03.05.2026) hat die Stadtpolizei St.Gallen an der Lukasstrasse eine Autofahrerin mit 114 km/h gemessen. Erlaubt sind auf diesem Streckenabschnitt 50 km/h. Die 27-Jährige war ohne Führerausweis und in fahrunfähigem Zustand unterwegs.

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Kanton Schwyz: Millionen-Betrug mit Krypto – Polizei stellt 10,5 Mio. Dollar sicher

Nach einer Strafanzeige aus dem Kanton Schwyz haben die Staatanwaltschaft Schwyz und die Kantonspolizei Schwyz in enger Zusammenarbeit Kryptowährungen im Wert von rund 10,5 Millionen USDollar sichergestellt. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer mutmasslich betrügerischen Investitionsmasche.

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Gotthardpass UR: Öffnung früher als geplant – Pass entlastet Verkehr auf A2

Wie das Bundesamt für Strassen ASTRA mitteilt, wird der Gotthardpass am Freitag, 8. Mai 2026, um 11:00 Uhr, für den Durchgangsverkehr geöffnet. Damit steht die Passstrasse als Entlastung der A2 Nord-Süd-Achse früher als geplant zur Verfügung. Der Grund liegt in den geringeren Schneemengen und der passenden Witterung. Bereits für den Verkehr freigegeben sind der Oberalp- und der Klausenpass.

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Zürich ZH: Neue Veloroute fertig – durchgehende Strecke bis zum Hauptbahnhof

Die Arbeiten am letzten Abschnitt der Velovorzugsroute Altstetten–Hauptbahnhof sind abgeschlossen. Zwischen Stauffacherstrasse und Kasernenstrasse haben die Velofahrenden nun meist Vortritt und mehr Platz. Mit dem neuen Abschnitt wächst das Netz der Velovorzugsrouten auf insgesamt 5,36 Kilometer.

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Zürich ZH: Dachstockbrand in Kreis 3 – Feuerwehr muss Dach aufschneiden

Am Montagabend kam es bei einem Gebäude im Kreis 3 zu einem Dachstockbrand. Der Feuerwehreinsatz gestaltete sich aufwendig, da das Dach aufgeschnitten und das Material abgetragen werden musste. Verletzte Personen gab es keine.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.