Schweiz

Wetter am Dienstag, 16.06.2026: Freundlich, teils mehr Wolken, lokal etwas Regen

Die Schweiz liegt am Rande eines Hochdruckgebietes, dessen Kern westlich der Kanaren liegt. Zwischen ihm und einem Tief mit Zentrum über der Ostsee gelangt heute trockene und mässig warme Luft zur Alpennordseite. Am Dienstag streift eine Warmfront, die zu einem Tief westlich der Britischen Inseln gehört, die Schweiz. Ab Mittwoch baut sich über Mittel- und Südeuropa ein vor allem in höheren Luftschichten markantes Hoch auf. Dabei gelangt von Südwesteuropa her zunehmend heisse Luft zum Alpenraum.

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Bardonnex GE: Güterverkehr wird während G7-Gipfel über andere Grenzübergänge geleitet

Aufgrund des G7-Gipfels in Frankreich wird zwischen Sonntag, 14. Juni, und Mittwoch, 17. Juni 2026, auf der Autobahn A1 in Richtung Bardonnex (GE) mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet. Der grenzüberschreitende Strassengüterverkehr wird während dieser Zeit über andere Grenzübergänge umgeleitet.

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Lachen SZ: Polizei sucht wichtige Zeugin nach Unfall mit parkierendem Auto

Am Samstagabend, 13. Juni 2026, wurde an der Seestrasse 39 in Lachen um zirka 21:30 Uhr ein parkiertes Auto von einem rückwärtsfahrenden Personenwagen beschädigt. Eine bislang unbekannte Frau beobachtete den Unfall zusammen mit ihrer Tochter und informierte anschliessend den Halter des beschädigten Fahrzeugs darüber.

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Oberiberg SZ: 19-Jähriger aus Guinea nach Fahrzeugdiebstahl und Flucht festgenommen

In der Nacht auf Montag, 15. Juni 2026, meldete eine Person um 3 Uhr, dass soeben ihr Fahrzeug an der Tschalunstrasse in Oberiberg von einem Unbekannten durchsucht und anschliessend entwendet worden sei. Der tatverdächtige Mann verliess kurz darauf das entwendete Fahrzeug und ergriff zu Fuss die Flucht.

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Luzern LU: Fussgänger auf Zentralstrasse von Auto erfasst und verletzt ins Spital gebracht

Am Sonntagabend (14. Juni 2026, kurz vor 20.00 Uhr) wurde auf der Zentralstrasse in der Stadt Luzern ein 71-jähriger Fussgänger von einem Auto angefahren. Der Mann wurde verletzt und vom Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht.

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Horw LU: Motorrad kollidiert im Spiertunnel mit Auto – Mitfahrerin verletzt

Am Sonntagnachmittag (14. Juni 2026, kurz nach 15.30 Uhr) ereignete sich im Spiertunnel auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden ein Verkehrsunfall. Beim Wechseln des Fahrstreifens übersah ein Motorradfahrer ein Auto und kollidierte mit diesem.

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Hasle LU: 75-jährige E-Bikerin nach Selbstunfall ausgeflogen

Am Sonntagnachmittag (14. Juni 2026, kurz vor 15.30 Uhr) verunfallte eine 75-jährige E-Bikerin im Gebiet "Bodnig" in Hasle bei einem Selbstunfall. Die Frau wurde verletzt und mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen.

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Bowald AG: Töff schleudert in Frau (19) am Strassenrand – zwei Verletzte ausgeflogen

Im Bowald verlor ein Motorradfahrer am Sonntagmittag die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte. In der Folge kollidierte das Motorrad mit mehreren Fahrzeugen sowie mit einer Person am Strassenrand. Zwei Personen wurden verletzt.

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Klausenpass UR: Töfffahrer prallt in Stützmauer und wird schwer verletzt

Gestern Sonntag, 14. Juni 2026, ca. 18.00 Uhr, war eine Gruppe von Motorradfahrenden auf der Klausenstrasse von Bürglen Richtung Klausenpass unterwegs. Ein 20-jähriger Motorradlenker mit Zürcher Kontrollschild, der zur Gruppe gehörte, kollidierte im oberen Bereich der "Spirgner Kehren" mit der auf der Aussenseite der Fahrbahn befindlichen Stützmauer.

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Mörschwil SG: Fahrunfähiger Autofahrer überschlägt sich mit Wagen auf Wiese

Am Montagmorgen (15.06.2026) ist ein Autofahrer auf der Rorschacherstrasse verunfallt. Der 44-jährige Autofahrer wurde als fahrunfähig eingestuft. Er wurde eher leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht.

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Bad Ragaz SG: Auto auf A13 ausgebrannt – Autobahn teilweise gesperrt

Am Sonntagabend (14.06.2026) ist ein Auto auf der Autobahn A13 in Brand geraten. Die betroffene Fahrtrichtung musste für rund 1.5 Stunden teilweise komplett gesperrt werden. Die örtliche Feuerwehr konnte den Brand löschen. Am Auto entstand Totalschaden.

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Oberuzwil SG: Schwer verletzter E-Bike-Fahrer hinter Leitplanke entdeckt

Am Sonntagabend (14.06.2026) ist auf der Wilerstrasse ein Velofahrer verunfallt und eher schwer verletzt worden. Er wurde von einer Drittperson hinter einer Leitplanke gefunden. Der 45-jährige Velofahrer wurde von der Rettung ins Spital gebracht. Die Unfallursache ist derzeit noch unklar.

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Altstätten SG: Velofahrer nach Kollision mit Motorrad von Rega ausgeflogen

Am Sonntagabend (14.06.2026) ist es auf der Mettlenstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Velo und einem Motorrad gekommen. Der 46-jährige Velofahrer wurde eher schwer verletzt und von der Rega ins Spital geflogen. Die 51-jährige Motorradfahrerin wurde eher leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht.

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Salez SG: Velofahrer nach Kollision mit Auto eher schwer verletzt

Am Sonntagmorgen (14.06.2026) ist es auf der Sennwalderstrasse zu einem Unfall zwischen einem Velo und einem Auto gekommen. Der 20-jährige Velofahrer wurde eher schwer verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt.

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Arisdorf BL: 1250-Tonnen-Brücke kommt auf der A2 bis Ende August zum Einsatz

Die ASTRA Bridge kommt ins Baselbiet: Diesen Sommer ist die mobile Baustellenbrücke auf der A2 zwischen Arisdorf und Giebenach im Einsatz. Während oben der Verkehr rollt, wird unten der Belag auf der Normalspur erneuert. Die Arbeiten dauern bis Ende August 2026.

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Andermatt UR: 16 Kinder meistern Veloprüfung auf den Strassen von Andermatt

Am Samstagmorgen, 13. Juni 2026, fanden sich 16 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen Andermatt, Wassen und Göschenen in Andermatt ein, um den praktischen Teil der Veloprüfung zu absolvieren. Die Polizei hatte zuvor in den Schulklassen Verkehrsunterricht erteilt und in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft die theoretische Prüfung durchgeführt.

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Wimmis BE: Simmenfluhtunnel wird für fünf Monate komplett gesperrt

Der Simmenfluhtunnel bei Wimmis wird im Rahmen der Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez/Wimmis umfassend saniert und erneuert. Aufgrund der engen Platzverhältnisse und der vorhandenen, direkten und leistungsfähigen Umleitungsroute hat sich eine mehrmonatige Sperrung als Bestvariante herausgestellt. Der Tunnel wird von Ende Juni bis Ende November komplett gesperrt.

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Zürich ZH: Schaufenster eingeschlagen und Sprayereien bei Demonstrationsumzug

Am Sonntagabend, 14. Juni 2026, nahmen mehrere tausend Personen am bewilligten Demonstrationsumzug durch die Stadtkreise 1 und 4 teil. Dabei kam es zu einigen Sachbeschädigungen entlang der Umzugsroute. Bereits am Abend zuvor wurde kurzfristig zu einem Umzug aufgerufen, um den feministischen Streik einzuläuten.

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Entlebuch LU: Betrunkener Autofahrer überschlägt sich nach Kollision mit Baum

Am Samstagabend (13. Juni 2026, gegen 23.30 Uhr) war ein 23-jähriger Autofahrer auf der Glaubenbergstrasse in Richtung Finsterwald unterwegs. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte zunächst gegen einen Baum und anschliessend gegen einen Holzunterstand.

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Münchenbuchsee BE: 23-Jähriger begeht 24 Raserdelikte & filmt sich dabei mit dem Handy

Die Kantonspolizei Bern erhielt im Juli 2024 Kenntnis über ein Video, in welchem ein Autolenker in Münchenbuchsee innerorts mit massiv überhöhter Geschwindigkeit fuhr. Im Verlaufe der Ermittlungen konnten dem Mann zahlreiche weitere Delikte im Zusammenhang mit dem Strassenverkehrsgesetz nachgewiesen werden, darunter 24 Raserdelikte. Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.

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Wetter am Montag, 15.06.2026: Sonnig und trocken, 24 bis 29 Grad in der Schweiz

Wetter am Montag, 15.06.2026: Die Schweiz liegt heute am Rande eines Hochdruckgebiets mit Zentrum über Nordwesteuropa. Ein Tief mit Zentrum über der Ostsee steuert bis am Montag allmählich weniger warme, aber recht trockene Luft zur Alpennordseite. Am Dienstag streift eine Warmfront die Alpennordseite. In der Folge gelangt von Südwesteuropa her zunehmend heisse Luft zum Alpenraum.

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Friltschen TG: BMW-Cabrio flüchtet nach Unfall im Wiesland – Polizei sucht Zeugen

Ein Autofahrer verursachte am Samstagabend in Friltschen einen Selbstunfall mit Sachschaden. Er entfernte sich von der Unfallstelle, ohne den Unfall zu melden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.