Veltheim - Am Montag, 7. September, kurz vor 9 Uhr wurde der Stadtpolizei Winterthur eine grössere Ölspur auf der Wülflingerstrasse in Fahrtrichtung stadtauswärts gemeldet.
Die Ölspur erstreckte sich über mehrere hundert Meter.
Am 5. September 2026 ist ein Wanderer im Gebiet Haut-de-Cry auf dem Gemeindegebiet von Conthey in die Tiefe gestürzt.
Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Oberwinterthur: Die Stadtpolizei Winterthur führte am Montagmorgen, dem 7. September eine Verkehrskontrolle an der Kreuzung Hegifeldstrasse / Hobelwerkweg durch.
Der Fokus der Kontrolle war das Beachten des Stopp-Signales.
Ein chinesischer Student soll den Messerangriff auf drei fünfjährige Kinder über Wochen vorbereitet und dabei auch ChatGPT genutzt haben. Nun muss sich der 24-Jährige wegen mehrfachen versuchten Mordes vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten.
Bei der Attacke vom 1. Oktober 2024 wurden drei Buben schwer verletzt. Eines der Kinder überlebte nur knapp. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren.
In der Nacht zum Mittwoch brannte ein Altholzlager an einem Waldrand bei Romanshorn.
Die umliegenden Feuerwehren standen mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Verletzt wurde niemand.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt warnt derzeit vor einer Masche von Trickbetrügern, die gezielt Schmuck – insbesondere Halsketten – von vorwiegend älteren Personen entwenden.
Die Täter suchen bewusst die körperliche Nähe zu ihren Zielpersonen und nutzen verschiedene Vorwände, um unbemerkt an den Schmuck zu gelangen.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (09.09.2026) ist während eines kräftigen Gewitters ein Baum auf ein parkiertes Auto gestürzt.
Verletzt wurde niemand.
Am Dienstagnachmittag (08.09.2026) ist es auf der Rapperswilerstrasse zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Dabei wurde eine Person erheblich, die beiden anderen leicht verletzt. Alle drei wurden vom Rettungsdienst in Spitäler gebracht.
Am Sonntagabend (06.09.2026) wurde an der Oberen Berneggstrasse 82 ein Chihuahua aufgefunden.
Da die hundehaltende Person nicht bekannt ist, wurde das Tier in ein Tierheim gebracht. Die Stadtpolizei bittet um Hinweise oder Zeugen.
Auf einer Quartierstrasse in Oftringen fuhr der Lenker eines E-Trottinetts gegen einen kleinen Hund und verletzte ihn. Der Jugendliche machte sich aus dem Staub und wird gesucht.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 3. Juni 2026 im Floragut in Oftringen.
Nach einer Auffahrkollision am Dienstagnachmittag in Mammern musste eine Frau leicht bis mittelschwer verletzt ins Spital gebracht werden.
Kurz nach 17.30 Uhr war eine 33-jährige Autofahrerin auf der Hauptstrasse in Richtung Eschenz unterwegs.
Am Dienstag, 8. September 2026, circa 12.50 Uhr, hat ein Mann am Unteren Rheinweg einen 18-Jährigen verletzt.
Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den ansprechbaren Geschädigten ins Spital.
4'500 ist die Zahl der Woche: Rund 4'500 Besucherinnen und Besucher kamen zu unserem Tag der offenen Tür.
Zwischen Blaulicht, Technik und Uniform rückte etwas in den Vordergrund, das man nicht ausstellen kann: der Mensch dahinter.
Am Dienstag, 8. September 2026, kurz nach 20.30 Uhr, fuhr ein 50-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Büelstrasse in Galgenen in Richtung Siebnen.
In einer Linkskurve touchierte er am rechten Strassenrand den Trottoirrand.
Für Dienstagabend, 8. September 2026, war der bewilligte „Silent Walk“ angesagt, während gleichzeitig unter dem Titel „Basel stands with Palestine“ zu einer unbewilligten Kundgebung aufgerufen wurde.
Die Veranstaltungen verliefen trotz vereinzelter Störversuche ohne Zwischenfälle. Während des Demonstrationszuges kam es zu Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs.
Am Dienstagnachmittag (8.9.2026) ist es in Teufen zu einer Kollision zwischen zwei Motorrädern gekommen.
Dabei wurden beide Motorradfahrer leicht bis schwer verletzt.
Am Dienstagabend (8.9.2026) ist es in Neerach zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Töff gekommen.
Der Töfffahrer wurde dabei schwer verletzt.
Zwischen einem Tief über Nordeuropa und einem Hoch über dem nahen Atlantik fliesst heute bodennah aus Nordwesten kühle und zunehmend stabil geschichtete Luft zur Alpennordseite.
In der Höhe wird hingegen aus Südwesten deutlich instabilere Mittelmeerluft über die Alpen und die Alpensüdseite herangeführt. Am Donnerstag trocknet aufkommende Bise die Luftmasse im Norden weiter ab, über den Alpen und im Süden bleibt die Feuchtigkeit hingegen noch länger liegen.
Ein Mann wird am Bahnhof in Richtung eines einfahrenden Zuges gestossen, bei einem Grossbrand wird eine leblose Person gefunden und zwei 18-Jährige werden wegen mutmasslicher Unterstützung einer terroristischen Organisation angeklagt: Der 8. September 2026 brachte mehrere aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Von Zürich über Solothurn und Schaffhausen bis nach Zug und St.Gallen waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bei schweren und teils dramatischen Ereignissen im Einsatz. Polizei.news fasst fünf der wichtigsten Meldungen des Tages zusammen.
Danke für 3338 gemeinsame Jahre!
Ein besonderer Moment im Jahr: Wir verabschieden unsere Mitarbeitenden, die in diesem Jahr in Pension gegangen sind.
Viele von ihnen haben die Kantonspolizei Zürich während Jahrzehnten begleitet, mitgestaltet und geprägt. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement haben sie ein Stück unserer Geschichte mitgeschrieben.
Im Rahmen des Erhaltungsprojekts Sissach–Eptingen werden die Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen auf der Autobahn A2 erneuert.
Für die erforderlichen Montage-, Verkabelungs- und Inbetriebnahmearbeiten sind im September 2026 mehrere nächtliche Sperrungen zwischen den Anschlüssen Sissach und Eptingen notwendig.
Am Samstagabend, 05. September 2026, führte die Polizei Basel-Landschaft im Raum Liestal mehrere koordinierte Verkehrskontrollen durch.
Im Fokus standen übermässige Lärmemissionen, technische Veränderungen sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen.
In der Nacht auf Freitag hat die Kantonspolizei Bern in Hasle bei Burgdorf drei mutmassliche Täter nach einem versuchten Einbruchdiebstahl in ein Verkaufsgeschäft angehalten.
Die Ermittlungen sind im Gang.
An der Gewerbestrasse in Bellach ist am Dienstagvormittag, 8. September 2026, ein Firmengebäude bei einem Brand komplett zerstört worden.
Im Einsatz stand ein Grossaufgebot an Einsatz- und Rettungskräften.
Am Montag, 7. September 2026, kurz nach 15.00 Uhr, hat eine unbekannte Person ein Lebensmittelgeschäft an der Gärtnerstrasse überfallen und Bargeld geraubt.
Verletzt wurde dabei niemand.
Am Dienstagmittag ist es auf der Umfahrungsstrasse H16 zu einem Verkehrsunfall zwischen drei Autos gekommen.
Ein 46-jähriger Mitfahrer wurde schwer verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Eine 58-jährige Autofahrerin sowie zwei Autofahrer wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst in Spitäler gebracht.
Am Dienstagmorgen (8.9.2026) ist es in Thalheim an der Thur zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad gekommen.
Die Fahrradlenkerin wurde dabei schwer verletzt.
Am Montagabend kam es in Pieterlen zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad.
Der Motorradlenker wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Die Feuerwehr Ingenbohl erweitert ihre Einsatzmittel mit einer neuen Einsatzdrohne.
Die DJI Matrice 4TD mit Wärmebildfunktion soll die Einsatzkräfte künftig bei Bränden, Suchaktionen und Naturereignissen unterstützen.
Am Montagabend, 7. September 2026, ist es auf der Solothurnstrasse zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gebracht werden.
Der Unfall wurde der Kantonspolizei Bern gegen 18.30 Uhr gemeldet. Gemäss ersten Erkenntnissen war ein Autofahrer von Pieterlen herkommend auf der Solothurnstrasse in Richtung Lengnau unterwegs.
Am Montagmittag (07.09.2026) kam es auf der Rosenbergstrasse auf Höhe der Liegenschaft Nummer 30 zu einer Kollision zwischen einem Lieferwagenfahrer und einer E-Scooterfahrerin.
Die E-Scooterfahrerin erlitt dabei erhebliche Verletzungen und wurde ins Spital gebracht.
Am Samstagabend (5.9.2026) um 18:30 Uhr wurde in Thayngen durch Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) ein Auto kontrolliert.
Bei der technischen Kontrolle des Fahrzeuges wurden erhebliche Mängel festgestellt. In der Folge kam es zu einer Fallübernahme durch die Schaffhauser Polizei.
Am Montagnachmittag (7. September 2026, ca. 13:45 Uhr) ist ein 78-jähriger Wanderer auf dem Weg von der Alp Imbrig zum "Hängst" verunfallt.
Der Mann stolperte vor dem "Jegerhubel", kam vom Weg ab und stürzte rund 40 Meter einen Abhang hinunter.
Am Montagabend (7. September 2026, kurz vor 22:30 Uhr) meldeten Anwohner der Luzerner Polizei verdächtige Geräusche aus einem Wohnhaus im Gebiet Huobrain in Meggen.
Die ausgerückten Einsatzkräfte reagierten umgehend und konnten im Gebäude zwei mutmassliche Einbrecher festnehmen.
Am Montagabend, 7. September 2026, ist es in Rehetobel zu einem Selbstunfall eines Motorradlenkers gekommen.
Der Mann musste mit dem Rettungswagen in ein Spital gebracht werden.
Am Montagnachmittag (7.9.2026) hat eine unbekannte Person am Bahnhof Buchs-Dällikon (Gemeinde Buchs) einen Mann in Richtung eines einfahrenden Zuges gestossen.
Der Mann konnte das Gleichgewicht halten und blieb unverletzt.
Am Samstag, 12. September 2026, zeigen die Kantonspolizei und die Rettung Basel-Stadt am traditionellen Blaulichttag auf dem Barfüsserplatz, wie vielseitig die Arbeit der Blaulichtorganisationen ist.
Von 11 bis 16 Uhr erhalten die Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in deren Tätigkeiten, erleben Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe und können bei zahlreichen Angeboten selbst aktiv werden.
Am 4. September 2026 wurde auf der Alp Talalp im Klein Melchtal, Lungern, ein totes Rind gefunden.
Die Wildhut geht aufgrund der Spuren und des Rissbildes mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass das Rind von einem Wolf gerissen wurde.
Seit dem 24. Juli 2026 gilt in Frick ein allgemeines Feuerverbot (Gefahrenstufe 5).
Inzwischen kam es zu verschiedenen Regenfällen, welche die Trockenheit nicht beseitigten, die akute Brandgefahr jedoch reduzierten.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.